Mit Rutsche und „Skywalk“
Der höchste Aussichtsturm Deutschlands steht in Niedersachsen
Der höchste Aussichtsturm Deutschlands steht im Harz. Der „Harzturm“ in Niedersachsen bietet nicht nur schöne Ausblicke, sondern auch Nervenkitzel.
Torfhaus – Der höchste Aussichtsturm des Deutschlands steht nicht in einer Großstadt wie Berlin, München oder Hamburg. Nein, um diesen zu finden, muss man in den Landkreis Goslar nach Niedersachsen reisen. Dort, im Ortsteil der Ortschaft Altenau-Schulenberg im Oberharz, zugehörig zu der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, ragt der 65 Meter hohe Harzturm in die Höhe.
Harzturm: Zuvor stand der höchste Aussichtsturm Deutschlands in Baden-Württemberg
Zuvor war der 50 Meter hohe „Himmelsglück“-Turm bei Schömberg im Nordschwarzwald in Baden-Württemberg der höchste Aussichtsturm des Landes gewesen. Mit etwa 800 Metern über Null ist der 13-Einwohner-Ortsteil Torfhaus nicht nur die höchstgelegene Siedlung Niedersachsens, sondern seit 2023 Heimat des neuen Ausflugsziels für das Mittelgebirge.
| Name | Harzturm |
| Ortsteil | Torfhaus, Altenau-Schulenberg |
| Ort | Clausthal-Zellerfeld |
| Landkreis | Goslar |
| Höhe | 65 Meter |
| Bodenniveau | 800 Meter über Normalhöhennull |
| Baubeginn | 2021 |
| Eröffnungsjahr | 2023 |
Laut Geschäftsführer Hannes Mairinger verschlangen die Baukosten für den Turm etwa zehn Millionen Euro, wobei das Land Niedersachsen das Projekt zusammen mit dem Bund mit etwa 1,4 Millionen Euro förderte.
Harzturm in Torfhaus/Niedersachsen: „Skywalk“ und Erlebnisrutsche
Von dort oben kann man von zwei Aussichtsplattformen nicht nur das Harz und den Brocken überblicken, sondern auch der Blick gerade nach unten ist ein besonderer: Auf dem Turm gibt es einen Skywalk mit einem Glasboden. Dort fühle man sich „wie ein Vogel“ und erlebe einen „Moment des Schwebens“.
Der Aufstieg ist zu Fuß über 304-stufige Treppen und per Fahrstuhl möglich. Gerade für Kinder beginnt mit dem Abschied von der Plattform wohl erst der wahre Spaß, denn hinunter geht es unter anderem über eine 110 Meter lange Rutsche namens „Rasantia“. Während der Rutschpartie gibt es laut Betreiber „magische Sound- und Lichteffekte“.
Fertigstellung des Harzturms in Niedersachsen mehrfach verschoben
Die Fertigstellung des Turms hatte sich mehrfach verschoben. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, der Krieg gegen die Ukraine und die Energiekrise waren nach Angaben der Betreiber der Grund dafür. Der erste Spatenstich war im Mai 2021, die Eröffnung war ursprünglich für das Frühjahr 2022 geplant.
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) äußerte die Hoffnung, dass sich der Turm zur Attraktion entwickle. „Der Westharz wird nicht mehr so ohne Weiteres auf den Wintertourismus zählen können. Deswegen muss es neue Ziele geben, mit denen man werben kann. Ich bin sicher, der Harzturm wird ein solches Ziel sein“, so der Politiker.
Nicht nur der höchste Aussichtsturm liegt in Niedersachsen, sondern auch der höchste Leuchtturm Deutschlands. (cgsc mit dpa)
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