Schulen wieder im Distanzlernen

Omikron: Rekord an Schülern mit positivem Corona-Test

Über 16.000 Schüler und über 1100 Lehrer sind schon infiziert. Die Omikron-Welle hat Niedersachsen fest im Griff. Einige Kinder liegen im Krankenhaus.

Hannover. In Schulen wird regelmäßig auf das Corona-Virus getestet. Nach den Weihnachtsferien sogar täglich. Davor war der Regelfall dreimal in der Woche. Entsprechend hoch fallen nun die positiven Tests aus. Rund 16.800 Schüler können in Niedersachsen derzeit wegen eines positiven Corona-Tests nicht zur Schule gehen. Zudem seien 1570 Schulbeschäftigte, darunter 1160 Lehrer, betroffen, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums am Freitag in Hannover. Vor einer Woche waren etwa 3800 Schüler sowie rund 500 Schulbeschäftigte weniger betroffen.

BundeslandNiedersachsen
KultusministerGrant Hendrik Tonne
HauptstadtHannover
Websiteniedersachsen.de

In Oldenburg und Salzgitter praktiziert demnach derzeit jeweils eine Schule wegen vieler Corona-Fälle das Distanzlernen; vor einer Woche waren es noch drei Schulen. Die rund 3000 Schulen in Niedersachsen besuchen etwa 1,1 Millionen Schüler. Laut Kultusministerium sind derzeit außerdem 27 Kitas wegen Corona-Fällen komplett geschlossen, 215 teilweise. Landesweit gibt es 5700 Kindertagesstätten.

Inmitten der Omikron-Welle werden derzeit so viele coronainfizierte Kinder in niedersächsischen Krankenhäusern behandelt wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums erklärte, liegen 49 Kinder auf den Normalstationen. Drei weitere sind auf den Intensivstationen, von diesen müssen zwei künstlich beatmet werden.

Corona: Omikron-Welle trifft Schüler hart

Dass die Omikron-Welle Kinder und Jugendliche besonders hart trifft, ist bereits seit einigen Wochen zu beobachten. Die Fallzahlen liegen bei Minderjährigen deutlich über dem landesweiten Schnitt von derzeit 1220,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Die Inzidenz stammt vom 11. Februar. Nicht nur wegen der hohen Inzidenzen wird über Luftfilter in Schulen und Kitas diskutiert. Das Land Niedersachsen stellt dafür 30 Millionen Euro für den Kauf mobiler Lüfter zur Verfügung.

Ist ein Selbsttest positiv, gilt das Mädchen oder der Junge als Corona-Verdachtsfall. In diesem Fall muss der Schüler zu Hause bleiben. Ganz wichtig: Nicht vergessen, die Schule zu informieren. Wird er erst in der Schule positiv getestet, muss der Schüler abgeholt werden. Eine Teilnahme am Unterricht ist nicht möglich. Ein Anruf beim Haus- oder Kinderarzt hilft die folgenden Schritte zu planen. Auch geht es um die Frage, ob ein PCR-Test gemacht wird. Wird der PCR-Test als medizinisch notwendig angesehen, übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Sonst bleiben die Eltern auf den Kosten sitzen.

Die Maske gehört in den Schulen noch immer zum Alltag. Trotz dieser Vorkehrung infizieren sich immer mehr Schüler mit Corona.

Einen kleinen Lichtblick gibt es dann doch. Die Mehrzahl infizierter Kinder zeigt nach bisherigen Studien keine Symptome oder einen milden Krankheitsverlauf. Treten Symptome auf, haben Kinder – ebenso wie erkrankte Erwachsene – häufig Fieber und Husten. Seit vergangenem Jahr können sich auch Kinder und Jugendliche impfen lassen. Eine allgemeine Impfpflicht gibt es aktuelle weder für Erwachsene noch für Jugendliche und Kinder.

Einige Bundesländer haben die Kontaktpersonenquarantäne für Kitas und Schulen inzwischen abgeschafft. Beispielsweise wurden in Bremen die Quarantäne-Regeln gelockert. Sollte jedoch eine Quarantäne erforderlich sein, gibts Möglichkeiten, diese ohne viel Stress zu überstehen. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Georgios Kefalas / dpa

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