Unauffindbar: Wo ist Gerhard Schröders Ehrenring der Stadt Cuxhaven?
Nach gescheitertem Parteiausschlussverfahren gegen Gerhard Schröder, soll der den Ehrenring der Stadt Cuxhaven zurückgeben. Doch der ist verschwunden.
Cuxhaven – Es wird nicht ruhig um den Altkanzler. Zunächst war da Schröders Nähe zu Russlands Präsident Wladimir Putin, dann ein gescheitertes SPD-Parteiausschlussverfahren gegen Gerhard Schröder, schließlich gab er auch noch die Ehrenbürgerwürde der Landeshauptstadt Hannover in Niedersachsen zurück. Inzwischen will die Stadt Cuxhaven einen Ehrenring vom ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten zurück. Doch der ist seit Monaten unauffindbar.
Ehrenring von Gerhard Schröder vermisst: Stadt Cuxhaven wartet weiterhin auf die Rückgabe
Die Stadt Cuxhaven wartet weiter auf die Rückgabe des Ehrenrings von Altkanzler Gerhard Schröder. „Bislang ist er noch nicht wieder in unseren Händen“, sagte ein Sprecher der Nordseestadt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Cuxhaven hatte Schröder im Mai wegen mangelnder Distanzierung zu Russlands Präsident Wladimir Putin und dessen Angriffskrieg in der Ukraine dazu aufgefordert, den Ring zurückzugeben.
Der frühere Kanzler erklärte daraufhin, er habe die Ehrung im Jahr 1996 als niedersächsischer Ministerpräsident erhalten, und verwies auf die Staatskanzlei in Hannover. Dort befinde sich der Ring aber auch nicht, sagte eine Sprecherin im Juni.
Stadt Cuxhaven will trotz vermisstem Ehrenring keine weiteren Schritte gegen Gerhard Schröder einleiten
In Cuxhaven plant die Stadtpolitik dennoch keine weiteren Schritte. Der Ehrenring sei Schröder aberkannt worden, damit wolle man den Vorgang nun zu den Akten legen, sagte der Stadtsprecher.
Schröders Nähe zu Russland hat ihm auch innerhalb seiner Partei SPD viel Kritik eingebracht. Im Verfahren um einen möglichen Parteiausschluss hatte die Schiedskommission des SPD-Unterbezirks Region Hannover jedoch am Montag entschieden, dass Schröder mit seinem Engagement für russische Staatskonzerne nicht gegen die Parteiordnung verstoßen habe. Gegen die Entscheidung kann binnen zwei Wochen Berufung eingelegt werden.