Mehr als 70 Prozent der Betroffenen nicht geimpft

Infiziertenzahlen steigen rasant

Immer mehr Corona-Infizierte: Die Zahl stieg in 24 Stunden im Landkreis Oldenburg um 45 Personen auf 301.
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Immer mehr Corona-Infizierte: Die Zahl stieg in 24 Stunden im Landkreis Oldenburg um 45 Personen auf 301.

Wildeshausen – Von den 301 am Dienstag gemeldeten Infizierten mit dem Coronavirus im Landkreis Oldenburg waren 227 Menschen nicht geimpft. Das zeigt eine Analyse des Gesundheitsamtes des Landkreises Oldenburg.

Über die Schwere der jeweiligen Verläufe sagt die Statistik nichts aus. Am Montag befanden sich laut Mitteilung des Krankenhauses Johanneum 15 Patienten auf der Isolierstation. Es wurde kein Corona-Infizierter intensivmedizinisch behandelt. Unterdessen steigt die Zahl der Neuinfektionen rasant und weitgehend unkontrolliert. Innerhalb von 24 Stunden wurden im Landkreis 45 Neuinfektionen registriert. Die Gesamtzahl im Landkreis Oldenburg beträgt damit 6.314 bestätigte Fälle inklusive genesener und verstorbener Personen einer Covid-19-Erkrankung, hervorgerufen durch das Virus Sars-CoV-2.

Neue Infektionen gab es in Ganderkesee (zehn), Großenkneten (neun), Hatten und Hude (je sieben), Wardenburg und Wildeshausen (je vier), Dötlingen (drei) und in Harpstedt eine.

In Quarantäne befinden sich derzeit im Kreisgebiet 392 Personen. Bestimmbare Cluster gibt es weiterhin in der Lebensmittelindustrie, zu der auch die Schlachthöfe gehören (54 Fälle) und Infektionen, die mit Schulen sowie Kindertagesstätten in Verbindung stehen (54 Fälle). Die übrigen Infektionen – somit 193 – sind diffus verteilt.

Kumulative Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 136,2

Die kumulative Sieben-Tage-Inzidenz stieg laut Berechnungen des Robert-Koch-Instituts auf 136,2 auf 100.000 Einwohner (Vortag: 132,4). Nach Gemeinden aufgeschlüsselt, liegen die Inzidenzen deutlich höher: Dötlingen 286,94; Ganderkesee: 92,47; Großenkneten: 255,82; Harpstedt: 112,17, Hatten: 120,11; Hude: 130,35; Wardenburg: 117,73 und Wildeshausen: 168,91.

Wie der Landkreis mitteilt, starten jetzt die Planungen, um in den kreisangehörigen Kommunen an festen Tagen zu festen Zeiten Impfangebote zu unterbreiten. Möglich macht das ein neuer Erlass des niedersächsischen Gesundheitsministeriums, weil die Hausärzte mit den Booster-Impfungen vielfach überlastet sind. „Wir setzen alles daran, diese Möglichkeiten zu schaffen. Es gibt aber noch einige Hindernisse, die wir überwinden müssen“, heißt es von Landrat Christian Pundt. Es müssten Orte und Personal gefunden werden.

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