Diskussion verläuft unschön
„In 20 Jahren noch nie erlebt“: Stammgast von Sansibar auf Sylt zeigt sich komplett entgeistert
Die Sansibar auf Sylt ist eine Konstante. Umso überraschter war jetzt eine Stammbesucherin, die mal wieder die Kult-Bar ansteuern wollte.
Sylt – Jetzt einen Cheeseburger für 34 Euro! Oder ein 50-Gramm-Döschen Beluga-Kaviar für 215 Euro! Oder einen Zwiebelrostbraten mit Butterspätzle und Zwiebelsauce für 55 Euro! Die Sansibar auf Sylt spaltet seit jeher die Gemüter. Sich günstig den Bauch vollschlagen kann man eher woanders. Dafür hat das Kult-Lokal seinen eigenen Flair, Promis gehen dort ein und aus. Die Reaktionen von Menschen, die zum ersten Mal drin waren, fallen höchst unterschiedlich aus.
„Das haben wir in 20 Jahren noch nie erlebt“: Sansibar auf Sylt hat vorübergehend zu
Jetzt aber war jemand gar nicht drin! Und sorgt durch ein eigenes Versäumnis für eine größere Diskussion bei Facebook. In einer großen Gruppe mit mehr als 140.000 Mitgliedern schreibt die Nutzerin: „Gestern haben wir staunend bei strahlender Wintersonne vor der geschlossenen Sansibar gestanden. Nur geschäftige Handwerker waren in der Kälte zu sehen.“ Offensichtlich ist sie Stammgast, denn sie schreibt: „Das haben wir in 20 Jahren noch nie erlebt. Die Sansibar geschlossen! Zum Glück nur einige Tage, bis die Handwerksarbeiten abgeschlossen sind.“ Die Sansibar-Anhängerin hatte offenbar zuvor weder Kreiszeitung.de gelesen, noch die Webseite der Sansibar oder die Sozialen Medien. Dort ist zu erfahren, dass das Lokal eine Pause einlegt – der Grund dürfte Fans begeistern.
Das Sansibar hat zu, Schockschwerenot! Tatsächlich ist das abgesehen von der Corona-Zeit das erste Mal seit gleich 40 Jahren der Fall, schreibt die Bild. Besagter Stammgast schien von dem Anblick vor Ort komplett entgeistert zu sein. Was nicht unbedingt heißt, dass die Besucherin sich ärgert oder sonst was. Sie stellte einfach nur „staunend“ fest, dass die Sansibar zu hat. Trotzdem reagiert mancher mit beißender Ironie. „Man sollte auch dem Personal mal eine Pause gönnen! Hoffentlich ist jetzt der ganze Urlaub nicht versaut“, frotzelt eine. „War auch überhaupt nicht wochenlang vorher angekündigt“, „Na, das Leben geht ja weiter“, „Auf der Instagram und Facebook Seite wurde man darüber informiert. Alles ganz normal, ne Art Betriebsferien“ oder „Sylt hat so viele schöne Plätze zu bieten, auch gastronomische“, lauten einige andere der Reaktionen.
Unschöne Sansibar-Diskussionen in großer Sylt-Facebook-Gruppe: Moderator muss „feucht durchfeudeln“
Es scheint aber auch ziemlich unschön zugegangen zu sein. Denn ein Moderator meldet sich zu Wort und stampft lautstark mit den Füßen auf den Boden auf. „Liebe Leute, ist es wirklich so schwer, eine einfache Information zu verarbeiten? Es wurde lediglich eine Info über die Tatsache gepostet, dass die Sansibar augenblicklich geschlossen hat und renoviert wird. Man muss die ‚Ironie‘ nicht immer gleich ins Lächerliche ziehen, oder Dinge, die so nicht geschrieben wurden, ins Negative ziehen“, mahnt er. Und verallgemeinert dann: „Gosch hat ebenfalls zum Teil geschlossen und wenn jemand eine Info dazu gibt, dann ist das gut, da muss man nicht jedes Mal immer wieder schreiben, dass die Fischbrötchen woanders viel besser schmecken.“ Doch genau das ist unlängst geschehen. Der Moderator hat dem Zucken des Löschfingers wohl bei einigen Sansibar-Beiträgen nachgegeben. „Ich habe jetzt hier mal feucht durchgefeudelt und hoffe, dass es dazu auch nichts mehr zu sagen gibt.“
Einem anderen scheint‘s eh ziemlich egal zu sein, dass er nicht mehr in die Sansibar kann: „Damit kann ich sehr gut leben.“ Gleich mehrere regen an, stattdessen das Samoa anzusteuern. „Ist nur ein paar km weiter.“ Gosch an der Kurpromenade hat übrigens auch weiterhin geöffnet – wenngleich mancher den Spritz-Preis der Kette zum Abgewöhnen findet. (lin)
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