Metal-Festival extrem
Kein Bändchen bekommen? Wacken-Crew kündigt Ticket-Erstattungen an
Das Wacken-Festival hat am Mittwoch mit Verspätung begonnen. Die Öffnung des Infields und auch der Livestream konnten nicht wie geplant beginnen.
Update vom Donnerstag, 3. August, 7.30 Uhr: Das Team vom Wacken-Open-Air hat angekündigt, allen, die nicht auf das Gelände gekommen sind, die Kosten für ihre Tickets zu erstatten. Für jene, die folgende Tickets gekauft haben, sei bereits eine Lösung gefunden worden: WOA 2023, Bauer Uwes Garten 2023, Residenz Evil 2023, Wheels of Steel 2023, Wacken United 2023 und Wacken United Catering 2023.
Informationen zu allen weiteren buchbaren Produkten soll es einer Ankündigung am Mittwoch zufolge geben, sobald diese verfügbar sind. Das gelte auch für ausführliche Informationen über den Rückerstattungsprozess – und auch darüber, wann die Fans mit der Erstattung rechnen können.
„Wir wissen, dass viele von euch große Anstrengungen unternommen haben und eine lange Reise hatten, um das Wacken 2023 zu besuchen“, schreiben die Veranstalter des Wacken-Festivals. „Wir hoffen von Herzen, dass wir euch im nächsten Jahr in Wacken begrüßen können.“ Für alle Fragen zum Erstattungsprozess haben die Organisatoren die Mailadresse refund23@wacken.com eingerichtet.
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„Müssen Hälfte der Familie draußen lassen“: Wacken nach Anreise-Chaos mit Verspätung gestartet
Update vom Mittwoch, 2. August, 15 Uhr: „Entscheidungen, schlimmer als in der Pandemie“, mussten die Wacken-Organisatoren zum Start ihres diesjährigen Metal-Festivals treffen. Das berichtete der Event-Mitgründer Thomas Jensen am frühen Mittwochnachmittag auf einer der Bühnen. Sein Statement wurde live im Stream auf MagentaTV übertragen.
„Wir müssen die Hälfte unserer Familie draußen lassen“, sagt Jensen vor einer kleinen Anzahl an Wacken-Fans, die ihm auf dem Gelände zuhörten. „Die, die draußen bleiben, ermöglichen den anderen dieses Festival.“ Viele Fans hatten das Anreise-Chaos mit guter Laune und unerschütterlichem Optimismus erlebt, andere mussten die Heimreise antreten und waren nach stundenlangen Staus entsprechen bedient. Viele Besucher aus ganz Deutschland mussten nach dem Abbruch der Wacken-Anreise den Heimweg antreten.
Wacken nach Anreise-Chaos mit Verspätung gestartet: „Lasst uns rein!“
„Lasst uns rein!“, stimmten jene an, die auf den Einlass warteten, während auf dem Gelände Bands beim Soundcheck zu hören waren. Später erklang auch: „Aber scheiß drauf, Wacken ist nur einmal im Jahr.“ Dabei war es ihnen ganz egal, ob sie nun gerade im Trockenen oder im Regen auf die Öffnung des Bühnengeländes warteten.
Der absolute Höhepunkt für alle Metal- und Wacken-Fans zum Auftakt am Mittwoch war eine Parade, bei der die sterblichen Überreste von Motorhead-Frontmann Lemmy Kilmister über das Gelände begleitet wurde. Die Anwesenheit seiner Asche symbolisiert die enge Verbundenheit, die ihn mit dem Wacken verbindet – achtmal hat Motorhead auf dem Festival gespielt, zuletzt 2014, ein Jahr vor dem Tod Kilmisters.
Wacken-Auftakt mit 50.000 Besuchern – trotz Anreise-Abbruch am Mittwoch
Update vom Mittwoch, 2. August, 11:15 Uhr: Rund 50.000 Besucher haben es kurz vor dem offiziellen Beginn des Festivals am Mittwochmittag auf das Wacken-Gelände geschafft. Das schätzt die zuständige Polizei aus Itzehoe in einer Meldung an die Presse. Wacken-Mitgründer Thomas Jensen hatte zuvor gehofft, mehr als die Hälfte der erwarteten 85.000 Menschen auf das Festivalgelände bekommen zu haben, bevor er und sein Team einen kompletten Anreise-Stopp verkündete.
Jensen wandte sich zudem am frühen Mittwochmorgen an alle Besucher des Festivals und kündigte an, den Livestream vom Festival so ausführlich wie irgendwie möglich anbieten zu wollen. Das Lifestream-Angebot bei MagentaTV ist unter anderem im Browser kostenlos verfügbar und zeigt laut Plan neben zahlreichen Konzerten unter anderem auch Hintergrund-Berichte vom Wacken.
Wacken-Campingplatz nach Anreise-Stopp zu rund 50 Prozent belegt
Auf dem Wacken-Gelände seien mittlerweile rund 50 Prozent der ausgewiesenen Camping-Flächen belegt, berichtet die Polizei. An vielen Stellen sei das Campen allerdings wegen des vielen Regenwassers nicht möglich. Zahlreiche Festival-Besucher seien bereits direkt nach dem Anreise-Stopp am Dienstag umgekehrt, andere Wacken-Jünger sind im Umkreis des Festivals auf Alternativ-Plätzen untergekommen und feiern dort gemeinsam.
Wacken-Auftakt mit viel Matsch: Fotos zeigen Regen-Chaos




Update vom Mittwoch, 2. August, 7:30 Uhr: Das Wetter zwingt die Veranstalter des Wacken-Open-Air, das Festival für weitere Besucher zu sperren. Das Heavy-Metal-Festival war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. 85.000 Menschen wollten gemeinsam mit rund 200 Bands vier Tage lang feiern. Bereits am Dienstag war die Anreise mit eigenen Fahrzeugen final gestoppt worden.
„Jegliche weitere Anreise muss ab sofort gestoppt und abgebrochen werden“, schreibt das Wacken-Team am Mittwochmorgen. „Zum ersten Mal in der Geschichte des W:O:A ist diese Entscheidung getroffen worden“, heißt es weiter. Wegen des Wetters mit Dauerregen auch an den kommenden Tagen „wurde die vertretbare Besucherzahl“ für das Open Air 2023 erreicht. Wie viele das sind, war am Mittwochmorgen noch nicht bekannt.
Wacken-Mitbegründer zum Anreise-Abbruch: „Ich hoffe, dass wir die Hälfte drinnen haben oder noch mehr.“
Einige Fans reagierten ungehalten und kritisierten eine „unterirdische Kommunikation“. Einige hatten stundenlang vor dem Gelände ausgeharrt. Am Mittwochvormittag soll das Festival trotz allem starten. Am Dienstagabend hatte Festival-Mitbegründer Thomas Jensen der Deutschen Presse-Agentur gesagt: „Ich hoffe, dass wir die Hälfte drinnen haben oder noch mehr.“
Auf einer Frage-und-Antwort-Seite erklären die Veranstalter des größten Metal-Festivals der Welt, was nun für alle Besucher gilt – egal, ob sie schon auf dem Festival-Gelände sind, sich kurz davor befunden haben oder die Anreise noch nicht begonnen hatten. Dort werde auch möglichst bald erklärt werden, was mit den gekauften Karten passiert und wie man beispielsweise sein Geld zurückbekommt. Auch die Frage, ob Karten auf das Festival im Jahr 2024 übertragen werden können, soll in Kürze feststehen, teilen die Veranstalter mit.
Wacken-Anreise abgebrochen: Schon Dienstag kam es zum Stopp für private Fahrzeuge
Update vom Dienstag, 1. August, 17:30 Uhr: Die Anreise mit eigenen Fahrzeugen zum Wacken-Festival ist „final gestoppt“ und damit komplett abgebrochen worden. Das teilten die Veranstalter mit. Das komplette Wochenende ist es nicht mehr möglich, das Gelände zu erreichen. Diese Entscheidung hat das Wacken-Team selbst getroffen, die Behörden hatten zuvor mitgeteilt, dass nur ein tatsächliches Unwetter zum Abbruch des Festivals oder der Anreise durch offizielle Stellen erfolgen würde.
„Durch die anhaltend schwierige Wetterlage und den daraus resultierenden Zustand der Campingflächen, Veranstaltungsflächen und Zuwege können keine Kraftfahrzeuge mehr das Campinggelände befahren“, heißt es in einer Meldung. Anderenfalls könne nicht für die Sicherheit und Versorgung vor Ort garantiert werden. Die Website des Festivals brach nach der Ankündigung wohl wegen Überlastung zeitweise zusammen.
Wacken-Anreise mit Fahrzeugen ab sofort unmöglich: Regelung für Tickets noch offen
Weitere Informationen zu dem Umgang mit „Tickets klären wir gerade und werden sie so schnell wie möglich bekanntgeben. Wir sind sehr traurig, diese schwere Entscheidung – zum ersten Mal in der Geschichte des W:O:A – treffen zu müssen“, heißt es weiter. Der Anreise-Stopp betrifft alle Metal-Fans, die sich noch nicht auf dem Gelände oder in dessen unmittelbarer Nähe befinden. Für alle Wacken-Fans, die sich bereits zum Festivalgelände durchgekämpft haben, kann das matschige Festivalvergnügen wie geplant starten.
Viele Fans harren derweil noch in Hamburg am Volksparkstadion aus oder finden einen Parkplatz in der Umgebung des Ortes Wacken. Unter anderem bieten Landwirte Stellflächen an und beteiligen sich auf diese Weise an der beispiellosen Anreise-Hilfe, die rund um das Anreise-Chaos von allen Seiten angeboten wurde und immer noch wird.
Update vom Dienstag, 1. August, 13:30 Uhr: Beim Wacken-Open-Air herrscht weiter nahezu Stillstand. Die Veranstalter teilten gegen 12.30 Uhr etwas später als angekündigt mit, dass weiterhin ein Anreise-Stopp zum Festival bestehe. „Seht aufgrund dieser außergewöhnlichen Situation von weiteren Anreisen grundsätzlich ab“, heißt es auf den Kanälen der Organisatoren.
Die Veranstaltungsleitung steht demnach ständig im Austausch mit Behörden und Verantwortlichen, um die Sicherheit für Fans, Mitarbeitende und alle Menschen in der Region zu gewährleisten. „Leider ist nach Auskunft der vor Ort anwesenden Meteorologen weiterhin mit Massivregen und möglichen Gewittern jederzeit und anhaltend zu rechnen“, heißt es weiter.
Wacken-Anreise am Dienstag weiterhin gestoppt – Trecker im Dauereinsatz
Zur Stunde würden in Staus stehende und zwischengeparkte Fahrzeuge aufs Gelände gelassen. Jedes einzelne Fahrzeug werde mit einem Traktor auf einen passenden Stellplatz auf dem Festival-Gelände geschleppt. „Alle Traktoren sind Tag und Nacht im Dauereinsatz“, teilen die Wacken-Veranstalter mit. „Wir entscheiden von Stunde zu Stunde und bitten um euer Verständnis für die äußerst schwierige Lage. Ihr unterstützt uns am meisten, wenn ihr jetzt zu Hause bleibt.“
Update von Dienstag, 1. August, 10.30 Uhr: „Gut 100 Polizeibeamtinnen und -beamte werden jeweils vor Ort sein“, sagte Polizeisprecherin Astrid Heidorn über die Tage vom 2. bis 5. August. Insgesamt seien somit 400 Kräfte im Einsatz. Und alle werden einen großen Teil ihrer Arbeit mit den Folgen des Dauerregens zu tun haben. Bis zum Wochenende soll es in Wacken weiter regelmäßig regnen.
Vor Ort seien laut Planungen etwa 110.000 Menschen, berichtet die Sprecherin der Polizei. Zu den Festivalbesuchern kämen noch etwa 20.000 Mitarbeitende und viele Schaulustige. Ob alle ankommen, war am Dienstag aber noch völlig offen. Einige Besucher strandeten in Hamburg am Volksparkstadion, andere bei hilfsbereiten Anwohnern. Für Dienstag, 10 Uhr, haben die Veranstalter ein „Travel information update“ angekündigt, bis zu diesem Zeitpunkt bleibt die Zufahrt zum Festival-Gelände weiterhin gesperrt.
Hilfe bei Wacken-Anreise kommt aus allen Richtungen und auf vielfältige Art
Besonders bemerkenswert: Ein Baumarkt-Team in Itzehoe hatte kurzerhand seine zum Verkauf stehenden Gartenhäuschen in Notunterkünfte umfunktioniert. Auf der Facebook-Seite des Festivals berichten die Organisatoren über diese und die vielen weiteren Hilfsaktionen rund um das Wacken-Festival.
„Wir recken die Pommesgabel ganz weit in die Luft für so viel Unterstützung“, heißt es bei Facebook vonseiten des Wacken-Teams. Und genauso viel Wertschätzung kommt auch von den Kommentierenden. So schreibt einer mitsamt der für Metalfans typischen Pommesgabel: „Wäre die Welt wie Wacken, hätten wir keine Probleme!“
Update vom Dienstag, 1. August, 10 Uhr: Polizei und Veranstalter hatten bis zum Dienstagmorgen allerhand zu tun, um die Menschen zum Wacken-Open-Air zu bekommen. In einer Meldung an die Presse schildert ein Pressesprecher der Polizei von den Herausforderungen rund um das Festival-Gelände.
Allem voran steht – und dafür ist das Wacken-Festival weltweit bekannt – gegenseitige Hilfe. „Das Festivalgelände ist sumpfig geworden. Trotz dieser widrigen Umstände erleben wir eine bemerkenswerte Gemeinschaft und außergewöhnliche Solidarität unter den Festivalgästen“, schreibt die Polizei bei Facebook.
Wacken-Anreise in Schlamm und Matsch unter besonderer Mithilfe der Polizei
Der Pressesprecher wiederum berichtet von einem Verkehrschaos rund um das Gelände. Der Matsch auf den Campingflächen machte die erfolgreiche Anreise vielfach unmöglich, „was automatisch zu extrem langen Wartezeiten bis hin zu durch den Veranstalter organisierten Zwischenstopps im Kreis Steinburg und in Hamburg führte“.
Dementsprechend sei die Polizei am Montag vor allem mit der Regelung des Verkehrs beschäftigt. Bonus-Aufgaben, die man nicht sofort mit der Polizei verbindet, kamen hinzu: das Freischieben festgefahrener Fahrzeuge, Zeltaufbau und die Versorgung frierender und nassgeregneter Festival-Besucher, die teilweise über Nacht in ihren Autos feststeckten.
Wegen Dauerregen: Veranstalter stoppt Anreise zum Wacken-Festival
Erstmeldung vom Dienstag, 1. August: Wacken – Es hört nicht auf zu regnen. Ab Mittwoch findet im kleinen Ort Wacken in Schleswig-Holstein wieder eines der größten Heavy-Metal-Festivals der Welt statt, die Anreise läuft seit Montag. Erneut werden 85.000 Menschen zum Wacken 2023 erwartet. Das Festival (2. bis 5. August) ist ausverkauft.
Doch wer am Montag schon auf dem Weg dorthin war, musste stoppen. Der Wacken-Veranstalter hat die Anreise an diesem Tag zeitweise untersagt. Wegen des Dauerregens seien die Campingplätze nicht passierbar, informierten die Veranstalter am Montag unter anderem in ihrer Festival-App. Sie baten die Fans um Geduld. Die Vorbereitungen für das Festival liefen jedoch weiter, heißt es.
Metalfans erwartet in Wacken viel Regen – Entspannung wohl erst zum Wochenende hin
Die Veranstaltung dürfte zur Schlammschlacht geraten: Metalfans müssen sich zum Beginn des Heavy-Metal-Festivals im schleswig-holsteinischen Wacken auf Regen und Gewitterschauer einstellen. Am Dienstag seien immer wieder Schauer und auch vereinzelte Gewitter zu erwarten, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes: „Die können vereinzelt auch mal stärker ausfallen.“
Der Mittwoch werde ein bisschen trockener starten, sagte die Wetterexpertin. „Am Vormittag kommt aber auch wieder ein Regengebiet mit teilweise schauerartig verstärktem Regen oder Gewittern in die Region.“ Wenn sich ein Gewitter richtig entlade, könne auch mal ein bisschen mehr Regen fallen. Erst in Richtung Freitag sehe die Vorhersage ein bisschen besser aus. „Tendenziell bleibt es aber die ganze Woche über wechselhaft.“
Wegen Dauerregen: Veranstalter stoppt Anreise zum Wacken – „Suchen wir geeignete Ausweichflächen“
Die Veranstalter baten Fans, die sich am Montag bereits auf dem Weg zum Festival befinden, sich einen geeigneten Warteplatz zu suchen, bis sich die Situation in Wacken verbessert hat. „Außerdem suchen wir geeignete Ausweichflächen, auf denen sie gegebenenfalls die Nacht verbringen können.“ Aktuell stehe dafür bereits der Parkplatz Rot am Hamburger Volksparkstadion zur Verfügung.
Wer noch nicht unterwegs sei, solle die Anreise verschieben. „Wegen des extrem hohen Regenaufkommens werden wir unter Umständen auch später nicht alle geplanten Campingflächen nutzen können, wenn das Wasser auf manchen Wiesen stehen bleibt.“ Voraussichtlich könne am Montag nur ein Viertel der ursprünglich geplanten Fahrzeuge an diesem Tag auf die Areale gelassen werden.
Wacken-Anreisetage sind Montag und Dienstag – und die sind überaus nass
Erst am Montagmorgen hatten die Campingplätze in Wacken geöffnet. Montag und Dienstag gelten als Anreisetage für das Wacken Open-Air (W:O:A). Insgesamt sind dort mehr als 200 Konzerte auf neun Bühnen geplant. Bereits das vierte Mal in Wacken ist die britische Band Iron Maiden. Zudem werden Acts wie Megadeth, Helloween und Doro Pesch erwartet.
Zum Wochenbeginn bleibt auch das Wetter in Niedersachsen ziemlich nass. (far/dpa)
Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa








