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„Gemeinsame Taskforce“: Merz will Rückkehr von 80 Prozent aller Flüchtlinge aus Syrien
Der syrische Übergangspräsident al-Scharaa ist zu Besuch in Deutschland. Ein zentrales Thema: die Rückkehr der syrischen Geflüchteten in ihre Heimat.
Deutschland und Syrien wollen nach Angaben von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Rückkehr syrischer Geflüchteter in ihre Heimat beschleunigen. Man strebt demnach die Rückkehr von 80 Prozent der mehr als 900.000 Syrerinnen und Syrer in Deutschland in ihr Heimatland an.
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Dazu sei die Einrichtung einer „gemeinsamen Taskforce“ beschlossen worden, so Merz im Kanzleramt. „Es wird schon in wenigen Tagen eine entsprechende Delegationsreise nach Syrien geben.“ Die Rahmenbedingungen in Syrien hätten sich mehr als ein Jahr nach dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad und dem Ende des Bürgerkriegs „grundlegend verbessert“. Deswegen müssten Schutzbedarfe auch „neu bewertet“ werden.
Vorrangig sei zunächst eine Rückführung von straffällig gewordenen Syrern ohne gültigen Aufenthaltstitel, sagte der CDU-Chef. „Hier haben wir eine kleine Gruppe, aber eine Gruppe, die uns Probleme bereitet.“ Wer keinen Anspruch mehr auf einen Aufenthalt in Deutschland habe, der werde Deutschland verlassen. Das gelte insbesondere für jene, „die unsere Gastfreundschaft missbrauchen“ und sich nicht an deutsche Gesetze hielten.
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Während des Bürgerkriegs hatten rund eine Million Menschen aus Syrien in Deutschland Zuflucht gesucht, die meisten von ihnen trafen 2015 und 2016 ein. Merz hatte bereits im November gesagt, der Bürgerkrieg in Syrien sei zu Ende, es gebe „nun keinerlei Gründe mehr für Asyl in Deutschland“.
Der Kanzler sagte nun, die Mehrheit der nach Deutschland geflüchteten Syrer wolle in die Heimat zurückkehren. „Sie wollen die Heimat wieder aufbauen. Sie wollen sicher, frei und in Würde leben.“ Viele würden „zu Hause gebraucht“. Auch al-Scharaa sprach sich für eine Rückkehr der Geflüchteten aus. „Der Krieg ist natürlich vorbei, aber die Schlacht des Wiederaufbaus hat jetzt erst begonnen.“ Der Übergangspräsident sagte, nach Deutschland geflüchtete Syrer könnten zurück in ihrer Heimat beim Aufbau helfen – unter anderem durch die Arbeit für deutsche Unternehmen, die in Syrien investieren könnten.
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Der von al-Scharaa angeführten Regierung in Damaskus wird vorgeworfen, Minderheiten im Land nicht vor Gewalt zu schützen oder sogar zu Gräueltaten an Minderheiten anzustiften und sich daran zu beteiligen. Betroffen sind unter anderem Alawiten und Drusen. Nun sagte al-Scharaa jedoch, die Rechte aller sollten gewahrt werden. „Wir wollen wieder zu einer guten Form des Zusammenlebens kommen.“
Von al-Scharaa angeführte islamistische Milizen hatten Ende 2024 den langjährigen syrischen Machthaber Baschar al-Assad gestürzt und die Macht in Syrien übernommen. Der 43-jährige Übergangspräsident befehligte früher die einst mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündete Al-Nusra-Front sowie deren Nachfolgemiliz Hajat Tahrir al-Scham. (Quellen: dpa, AFP) (nak)