Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Gladbach sichert sich mit Tabaković den Kleindienst 2.0
Bei Borussia Mönchengladbach stellte sich Haris Tabaković am Sonntag vor – dabei wurde eine interessante Parallele zu Tim Kleindienst erkennbar.
Rottach-Egern – Dass Borussia Mönchengladbach Tim Kleindienst am liebsten mit Tim Kleindienst ersetzt hätte, liegt auf der Hand. Doch was muss ein Stürmer mitbringen, um dieses Profil zu erfüllen?
Gladbach findet mit Tabaković den passenden Kleindienst-Ersatz
Dass es zwischen ihm und Borussia passen könnte, hat Tabaković beim wilden 4:4-Remis der TSG Hoffenheim im Borussia-Park am 3. Mai gespürt. Klar, ein Transfer zum VfL war damals noch kein Thema, die Spielweise blieb dem 31-Jährigen aber im Kopf.
„Beim 4:4 hatte ich schon das Gefühl, dass Borussia irgendwo den Ausweg über den Mittelstürmer sucht, wenn der Gegner presst. Es sind unglaublich viele Flanken gekommen, da habe ich gedacht: ‚Das könnte sehr gut passen.‘ Wir Stürmer leben davon, gefüttert zu werden“, sagte Tabaković im Rahmen einer Medienrunde, an der auch Absolut Fussball, das Fußball-Portal von Home of Sports, teilgenommen hat.
Neuer Stürmer will mit Flanken gefüttert werden
Gerardo Seoane will in der diesjährigen Vorbereitung am Punkt Spielkontrolle ansetzen, damit dürften allerdings nur in geringem Maße weniger Flanken einhergehen. Ein Zielspieler in der Spitze ist ein wichtiger Faktor für die Fohlen-Offensive, in dieser Hinsicht wird es keinen Unterschied machen, ob Kleindienst oder Tabaković auf dem Rasen stehen.
Das ist aber nicht die einzige Parallele. Tabaković und Kleindienst verstehen sich beide als Arbeiter, außerdem legen beide Spieler außerhalb des Rasens einen erfrischenden und lockeren Auftritt an den Tag. Genauso hat das Duo gelernt, mit Rückschlägen umzugehen.
Gladbachs Sturm der Spätstarter
Der Stern von Tabaković ging in den Saisons 2020/21 und 2021/22 beim österreichischen Zweitligisten Austria Lustenau mit 46 Toren in 48 Spielen auf. Es folgte ein ablösefreier Wechsel zu Austria Wien, nach 21 Treffern in 42 Partien kaufte Hertha BSC den Stürmer im Sommer 2023 für 500.000 Euro und gab ihn nach 25 Toren in 39 Spielen für drei Millionen Euro an die TSG Hoffenheim ab.
Bei seiner Ankunft in Lustenau war Tabaković 26 Jahre alt, sein erstes Spiel in der österreichischen Bundesliga absolvierte er am 22. Juli 2022 mit 28 Jahren. Drei Jahre später geht er in seine zweite aufeinanderfolgende Saison in der höchsten deutschen Spielklasse.
In diesem Sinne hat es Kleindienst Tabaković vorgemacht, wie man bei Borussia den nächsten Entwicklungsschritt machen kann. Dass die Bewährungschance auf diese Saison befristet ist, stört den bosnischen Nationalspieler nicht: „Im Fußball wird zu oft zu viel geredet und in die Zukunft geschaut. Es geht darum, dass ich Leistung zeige. Danach wird bewertet, was im nächsten Sommer passiert.“
In den kommenden Monaten fokussiert sich Tabaković auf seine Leistungen und auf die Performance der Borussia in der Bundesliga. „Es wird einem nichts geschenkt, aber das macht mich auch als Mensch aus, dass ich dankbar dafür bin, wo ich bin. Das holt mich auf den Boden zurück. Ich schätze jedes Training. Es ist meine Mentalität, zu kämpfen und zu arbeiten“, beschrieb der Neuankömmling seinen Spirit. Damit tut er Gladbach – ähnlich wie Kleindienst nach seiner Ankunft 2024 – gut.