Wichtige Neuverpflichtung

Top-Zugang beschert Gladbach eine lange vermisste Eigenschaft

Bei Borussia Mönchengladbach dreht sich vieles um Ko Itakuras Zukunft. Unabhängig von seiner Entscheidung steht bereits ein neuer Abwehrchef bereit.

Mönchengladbach – Kommt doch noch Bewegung in die Personalie Ko Itakura? De Telegraaf und Voetbal International berichten, Ajax Amsterdam sei am Innenverteidiger von Borussia Mönchengladbach interessiert, da Jorrel Hato vor einem Wechsel zum FC Chelsea steht. In der Eredivisie könnte Itakura dann künftig gegen Alassane Pléa antreten, der zur PSV Eindhoven gewechselt ist.

Während Ko Itakura (l.) Gladbach verlassen könnte, ist Kevin Diks (r.) gerade erst angekommen.

Ein Abgang von Itakura wäre für Gladbach sportlich schmerzhaft, allerdings hätte der Klub dann die Gewissheit, Geld mit dem japanischen Nationalspieler verdient zu haben. Bei einem Verbleib über den Sommer hinaus müssten Gespräche aufgenommen werden, um einen ablösefreien Abgang im Jahr 2026 zu verhindern.

Gladbach hat unabhängig von Itakura einen neuen Abwehrchef

Ob Borussia im Falle eines Itakura-Transfers noch einmal in die Defensive investieren oder doch die linke Flügelposition in Angriff nehmen wird, ist offen. Das Positive aus Sicht von Sport-Geschäftsführer Roland Virkus und Cheftrainer Gerardo Seoane ist allerdings, dass kein neuer Abwehrchef gesucht werden müsste – denn der ist bereits gefunden worden.

Kevin Diks ist eine Neuverpflichtung, mit der Gladbach wenig falsch machen konnte. Nachdem ein Transfer im vergangenen Sommer gescheitert war, weil der FC Kopenhagen in der Kürze der Zeit keinen Ersatz finden konnte, blieben die Fohlen dran am indonesischen Nationalspieler und schufen im Januar Fakten.

Fußballstar und Sprachgenie: Diese Spieler können sich in etlichen Ländern verständigen

Mateo Kovacic (FC Chelsea), fünf Sprachen: Als gebürtiger Österreicher spricht der kroatische Nationalspieler neben Kroatisch auch Deutsch. Zudem hat er Kenntnisse in Spanisch, Englisch und Italienisch vorzuweisen.
Mateo Kovacic (FC Chelsea), fünf Sprachen: Als gebürtiger Österreicher spricht der kroatische Nationalspieler neben Kroatisch auch Deutsch. Zudem hat er Kenntnisse in Spanisch, Englisch und Italienisch vorzuweisen. © Imago / Pro Sports Images
Luís Figo, Karriereende: fünf Sprachen: Der einstige Barça- und Real-Star weiß sich neben seiner Muttersprache Portugiesisch auch auf Spanisch, Italienisch, Französisch und Englisch zu verständigen.
Luís Figo (Karriereende), fünf Sprachen: Der einstige Barça- und Real-Star weiß sich neben seiner Muttersprache Portugiesisch auch auf Spanisch, Italienisch, Französisch und Englisch zu verständigen. © Imago / ZUMA Wire
Mikel Arteta (Karriereende), fünf Sprachen: Der heutige Arsenal-Trainer kann sich mit seinen Spielern auf Spanisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Portugiesisch unterhalten.
Mikel Arteta (Karriereende), fünf Sprachen: Der heutige Arsenal-Trainer kann sich mit seinen Spielern auf Spanisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Portugiesisch unterhalten. © Imago / Sportimage
Maxwell, Karriereende: fünf Sprachen: Der einstige Linksverteidiger aus Brasilien, der unter anderem für Ajax und Barcelona spielte, beherrscht neben seiner Muttersprache Portugiesisch auch Französisch, Niederländisch, Spanisch und Englisch.
Maxwell (Karriereende), fünf Sprachen: Der einstige Linksverteidiger aus Brasilien, der unter anderem für Ajax und Barcelona spielte, beherrscht neben seiner Muttersprache Portugiesisch auch Französisch, Niederländisch, Spanisch und Englisch. © Imago / agefotostock
Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt), sechs Sprachen: Der deutsche Nationaltorhüter kann nicht nur in seiner Muttersprache kommunizieren: Er spricht fließend Französisch, Englisch, Portugiesisch sowie Spanisch und verfügt über Grundkenntnisse in Italienisch.
Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt), sechs Sprachen: Der deutsche Nationaltorhüter kann nicht nur in seiner Muttersprache kommunizieren: Er spricht fließend Französisch, Englisch, Portugiesisch sowie Spanisch und verfügt über Grundkenntnisse in Italienisch. © Imago / osnapix
Clarence Seedorf (Karriereende), sechs Sprachen: Der viermalige Champions-League-Sieger spricht Niederländisch, Sranantongo (eine in Suriname gesprochene Kreolsprache), Englisch, Italienisch, Spanisch sowie Portugiesisch.
Clarence Seedorf (Karriereende), sechs Sprachen: Der viermalige Champions-League-Sieger spricht Niederländisch, Sranantongo (eine in Suriname gesprochene Kreolsprache), Englisch, Italienisch, Spanisch sowie Portugiesisch. © Imago / Sportimage
Zlatan Ibrahimovic (AC Mailand), sechs Sprachen: Neben seinen beiden Muttersprachen Schwedisch und Bosnisch spricht „Ibrakadabra“ Italienisch, Spanisch, Englisch und auch ein bisschen Französisch. Und sogar in einigen Formen der Gebärdensprache ist er geübt.
Zlatan Ibrahimovic (AC Mailand), sechs Sprachen: Neben seinen beiden Muttersprachen Schwedisch und Bosnisch spricht „Ibrakadabra“ Italienisch, Spanisch, Englisch und auch ein bisschen Französisch. Und sogar in einigen Formen der Gebärdensprache ist er geübt. © Imago / Independent Photo Agency
Petr Cech (Karriereende), sieben Sprachen: Der ehemalige Weltklasse-Torwart aus Tschechien spricht sogar Deutsch. Außerdem beherrscht er Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Slowakisch und Tschechisch.
Petr Cech (Karriereende), sieben Sprachen: Der ehemalige Weltklasse-Torwart aus Tschechien spricht sogar Deutsch. Außerdem beherrscht er Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Slowakisch und Tschechisch. © Imago / Shutterstock
Gelson Fernandes (Karriereende), sieben Sprachen: Der Schweizer, der einst im Trikot von Eintracht Frankfurt auflief, ist ein echtes Sprachtalent: Er kann sich auf Portugiesisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Kreolisch, Englisch und Spanisch verständigen.
Gelson Fernandes (Karriereende), sieben Sprachen: Der Schweizer, der einst im Trikot von Eintracht Frankfurt auflief, ist ein echtes Sprachtalent: Er kann sich auf Portugiesisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Kreolisch, Englisch und Spanisch verständigen. © Imago / Poolfoto
Miralem Pjanic (Sharjah FC (VAE)), sieben Sprachen: Der Nationalspieler Bosnien und Herzegowinas wuchs in Luxemburg auf und kann sich daher neben Bosnisch auf Luxemburgisch, Französisch und Deutsch unterhalten. Außerdem spricht er Italienisch, Spanisch und Englisch.
Miralem Pjanic (Sharjah FC (VAE)), sieben Sprachen: Der Nationalspieler Bosnien und Herzegowinas wuchs in Luxemburg auf und kann sich daher neben Bosnisch auf Luxemburgisch, Französisch und Deutsch unterhalten. Außerdem spricht er Italienisch, Spanisch und Englisch. © Imago / Newspix
Pa-Modou Kah (Karriereende), acht Sprachen: Der ehemalige Nationalverteidiger Norwegens beherrscht neben Norwegisch Englisch, Französisch, Arabisch, Schwedisch, Niederländisch, Deutsch und aufgrund seiner gambischen Wurzeln auch Wolof (eine westafrikanische Sprache).
Pa-Modou Kah (Karriereende), acht Sprachen: Der ehemalige Nationalverteidiger Norwegens beherrscht neben Norwegisch auch Englisch, Französisch, Arabisch, Schwedisch, Niederländisch, Deutsch und aufgrund seiner gambischen Wurzeln auch Wolof (eine westafrikanische Sprache). © Imago / USA TODAY Network
Henrikh Mkhitaryan (Inter Mailand), acht Sprachen: Der Ex-Dortmunder lässt zwar auf dem Platz eher Taten als Worte sprechen, ist aber auch verbal ein vielseitiger Techniker. Außer seiner Muttersprache Armenisch weiß er sich auf Russisch, Ukrainisch, Französisch, Portugiesisch, Deutsch, Englisch und Italienisch zu verständigen.
Henrikh Mkhitaryan (Inter Mailand), acht Sprachen: Der Ex-Dortmunder lässt zwar auf dem Platz eher Taten als Worte sprechen, ist aber auch verbal ein vielseitiger Techniker. Außer seiner Muttersprache Armenisch weiß er sich auf Russisch, Ukrainisch, Französisch, Portugiesisch, Deutsch, Englisch und Italienisch zu verständigen. © Imago / ZUMA Wire
Romelu Lukaku (Inter Mailand), acht Sprachen: Wie sein armenischer Teamkollege Mkhitaryan ist auch der Belgier ein absolutes Sprachgenie. Er spricht Niederländisch, Französisch, Lingala (eine kongolesische Sprache), Englisch, Italienisch, Portugiesisch, Deutsch und Spanisch.
Romelu Lukaku (Inter Mailand), acht Sprachen: Wie sein armenischer Teamkollege Mkhitaryan ist auch der Belgier ein absolutes Sprachgenie. Er spricht Niederländisch, Französisch, Lingala (eine kongolesische Sprache), Englisch, Italienisch, Portugiesisch, Deutsch und Spanisch. © Imago / Gribaudi/ImagePhoto

Zum einen war Diks eine sichere Bank, weil er in der Viererkette alle Positionen bekleiden und deshalb unabhängig von Itakura in der Stammelf spielen kann. Bliebe letztgenannter, wäre die wahrscheinlichste Lösung, dass Diks als Rechtsverteidiger agiert. Im Test gegen Metalist Charkiw deutete sich an, dass der 28-Jährige dann im Spielaufbau mit den Innenverteidigern eine Dreierkette bilden dürfte, während Linksverteidiger Lukas Ullrich hochschiebt.

Darüber bringt der Sommerneuzugang eine Eigenschaft mit, die Itakura und seinem bisherigen Partner Nico Elvedi fehlen. Beide sind keine Lautsprecher, sie bringen zwar ihre Leistung, gehören aber weniger zu den Spielern, die die Mannschaft führen. Diks ist in dieser Hinsicht ein anderes Kaliber – auch wegen seiner Zeit in Kopenhagen.

In seiner bisherigen Karriere hat Diks acht Titel gewonnen, fünf mit dem dänischen Spitzenklub. Auf die Meisterschaft in der Saison 2021/22 folgte das doppelte Double, sowohl 2022/23 als auch 2024/25 räumte Kopenhagen den Titel in der Superliga ab und gewann obendrein den dänischen Pokal. Darüber hinaus gewann Diks mit Vitesse Arnheim (2016/17) und Feyenoord Rotterdam (2017/18) den niederländischen Pokal sowie mit Feyenoord (2017/18) den niederländischen Superpokal.

Diks bringt eine seltene Qualität nach Gladbach

Diks hat für Spitzenvereine gespielt, die ihren Profis die Sieger-Mentalität vermitteln. Selbstverständlich herrscht zwischen der Bundesliga und der dänischen Superliga ein Unterschied hinsichtlich der fußballerischen Qualität, laut dem Neuzugang ist in Gladbach alles noch einmal ein Stück größer als in Kopenhagen.

Es spielt allerdings eine untergeordnete Rolle, ob man nun in Dänemark, Deutschland, England, Italien oder der Niederlande zu einem Spitzenklub gehört. Spielt man in einer Mannschaft, die in ihrem Land nach dem Maximum strebt, entwickeln sich ähnliche Ambitionen und eine ähnliche Haltung wie in den Top-Teams der übrigen Ligen.

Diks bringt deshalb eine Eigenschaft mit, die der Gladbacher Defensive gefehlt hat. Der Titelsammler weiß, was es braucht, um die entscheidenden Schritte zu machen. Außerdem haben ihm Verletzungen in der Vergangenheit gelehrt, dass es sich lohnt, am Ball zu bleiben. Nach seinen Erfolgen in Kopenhagen ist Diks gekommen, um mit Gladbach voranzukommen. Läuft alles nach Plan, wird er ganz automatisch am oberen Ende der Mannschaftshierarchie landen.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Sportfoto Zink / Daniel Marr

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