Klimaschutz

Forscher entdecken mysteriöse Kreatur im Meer – die das Weltklima retten könnte

Ein Forscherteam macht eine ungewöhnliche Entdeckung: Larvacea sind nur wenige Millimeter klein – und könnten dennoch einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Monterey, Kalifornien – Selbst wenn es noch so winzig klein sein mag: Nach der Entdeckung eines ungewöhnlichen Tieres steht die Forschung Kopf. Es ist nicht so, dass das Tier gefährlich wäre. Im Gegensatz zum Megalodon, der womöglich doch noch gar nicht ausgestorben sein könnte, ist es wohl kein Tier, das mit seinen Zähnen fletscht. Dennoch hinterlässt der tierische Fund in der Wissenschaft „große Lücken“, wie es zuletzt nur mysteriöse Meereskreaturen geschafft haben. Obwohl das Tier so ungewöhnlich aussieht, wissen nur wenige Menschen um seine Existenz. Nicht nur springt die Optik des durchsichtigen Tieres namens „Larvacea“ direkt ins Auge – vielleicht könnte er eines Tages sogar eine Schlüsselfigur im Kampf gegen den Klimawandel darstellen.

Stadt in Kalifornien:Monterey
Land:USA
Fläche:31,77 km²
Bevölkerung:28.352 (2019)

Kalifornisches Forscherteam macht einen skurrilen Fund: CO2-Wert in der Atmosphäre nimmt durch mysteriöse Kreatur im Meer ab

Wie das österreichische Online-Portal „Der Standard“ berichtet, zählen die kleinen Manteltierchen zum Stamm der Wirbeltiere. Die Optik von Larvacea führt Tiefsee-Experten, die unter Umständen bereits von der Existenz eines drei Meter großen Mondfisches gehört haben könnten, in die Irre: Tatsächlich ähnelt es optisch einer Qualle, doch unterscheidet sich sein Verhalten maßgeblich von dem des Nesseltieres. Was die Tiere so auszeichnet? Sie sind in der Lage, Nahrung aus Wasser zu schöpfen.

Zeuge des ungewöhnlichen Verhaltens wurde erstmals ein Forscherteam im kalifornischen Monterey. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fanden heraus, dass die Unterwasser-Tiere befähigt sind, Kohlenstoff aus dem Wasser zu entnehmen und zu binden. Dass die unscheinbaren Tierchen einen wichtigen Beitrag im Klimawandel beitragen könnten, erscheint auf den ersten Blick ausgeschlossen. Doch wie Forschungsergebnisse bezeugen, könnte es dem mysteriösen Wesen tatsächlich gelingen, den CO2-Wert der Atmosphäre zu verringern.

Forschungen des Monterey Bay Aquarium Research Institutes dokumentierten 2017 einen ungewöhnlichen Fund.

Mysteriöse Entdeckung der Larvacea: Hat die Wissenschaft das Wundermittel im Kampf gegen den Klimawandel gefunden?

Am Anfang des Prozesses, der die Verringerung des CO₂-Wertes begünstigen könnte, steht die Nahrung der Manteltiere. Dabei handelt es sich lediglich um Partikel, die die Larvacea im Wasser vorfinden. Sind die Inhaltsstoffe des Wassers erst einmal aufgenommen, geht es schnell. Die Manteltiere hinterlassen nur noch einen Schleim, der die Funktionalität des Filtersystems widerspiegelt. Der Schleim, der in erster Linie aus Kohlenstoff besteht, sinkt Richtung Meeresboden – und bleibt dort. Die Manteltierchen sind also dazu in der Lage, Kohlenstoff aus dem Wasser zu extrahieren und zu binden. Als Folge gelangt weniger CO2 in die Atmosphäre. Am Meeresboden könne der Schleim laut Angaben des Monterey Bay Aquarium Research Institutes (MBARI) wiederum als Nahrung für andere Meeresbewohner Verwendung finden.

Während die rund 25 Millimeter großen Tiere ihre Nahrung filtern, würden sie laut „lifeverde.de“ zeitgleich auch Mikroplastik aufnehmen. Dies hätte wiederum zur Folge, dass die schädlichen Stoffe nicht weiter der Strömung entlang fließen und irgendwann womöglich von anderen Meerestieren aufgenommen werden könnten. Doch verfolgen die kleinen Manteltierchen wirklich das Ziel, Meer und Atmosphäre frei von CO2 zu halten? Eine solche Einschätzung fällt äußerst schwer. So ist etwa noch nicht final geklärt, was für Folgen der gespeicherte Kohlenstoff am Meeresboden haben könnte. Die Suche nach dem vermeintlichen „Wundermittel“ im Kampf gegen den Klimawandel hält jedenfalls an. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © YouTube @MBARI (Monterey Bay Aquarium Research Institute)

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