Spannungen von bis zu 150 Volt

Stromschlag vom eigenen E-Auto: Aufladen kann zur Gefahr werden

Ein E-Auto-Fahrer lädt seinen Wagen auf – und kriegt dabei einen Stromschlag. Die Chance auf einen Stromschlag ist gering – es kann aber gefährlich enden.

Kroatien – Für die E-Auto-Fahrer wird nicht nur der Strom für E-Autos plötzlich fast so teuer wie Benzin – den Verbrauchern steht eine regelrechte Preisklatsche für E-Auto-Fahrer an Ladestationen bevor. Für eine Familie wurde ein Kurztrip mit dem E-Auto zu einer Odyssee, weil es einfach weit und breit keine Ladestationen gab. Bei diesem Mangel an Ladesäulen erscheint dabei der Kommentar des Audi-Chefs, der vor zu vielen Ladesäulen warnt, fast schon ironisch. Zwar traf dieses Problem beim E-Auto-Fahrer Stefan Moeller nicht zu, weil er eine Lademöglichkeit für seinen Wagen nutzen konnte – ganz reibungslos verlief die Stromversorgung trotzdem nicht. Beim Aufladen bekam er vom eigenen Wagen einen Stromschlag verpasst.

Hyundai IONIQ 5:Batterieelektrisch angetriebenes Sport Utility Vehicle
UVP: Ab 41.900 Euro
Abmessungen:4.635 mm L x 1.890 mm B x 1.605 mm H
Motorleistung: 170 bis 306 PS

E-Auto-Fahrer lädt seinen Wagen – und kriegt Stromschlag vom eigenen Elektroauto

Beim Aufladen von Elektroautos schlagen sich die Verbraucher häufiger mit Problemen herum – abgesehen davon, dass die Stromversorgung nicht gerade preiswert ist, weil Städte den Strompreis bis zu 80 Prozent teurer machen. Sollte der Strom dann mal komplett aufgebraucht sein, dann gehen auch noch die Autos beim Abschleppen kaputt, wenn der Akku leer ist. Ein E-Auto-Fahrer und YouTuber machte zusätzlich eine weitere unschöne Erfahrung mit seinem Elektroauto, die er physisch zu spüren bekam: „Mir ist etwas passiert, was ich eigentlich nicht für möglich gehalten hätte: Ein Stromschlag vom eigenen Elektroauto!“, zitierte ihn „Efahrer.com“.

Vorsicht beim Laden von E-Autos: es besteht die Gefahr eines Stromschlags. (kreiszeitung.de-Montage)

Stefan Moeller war mit dem Elektromodell des Hyundais in Kroatien unterwegs. Für die Rückfahrt wollte er seinen Hyundai IONIQ 5 an der Steckdose seines gemieteten Ferienhauses aufladen, wie „insideEVs“ berichtet. Während er seinen Wagen mit Strom versorgte, verlud er seinen Kofferraum mit Gepäck und bekam einen Stromschlag – als er den Metallhaken des Kofferraumschlosses berührte. Passiert ist ihm dabei nichts, dennoch stellt sich die berechtigte Frage: Ist das Aufladen von E-Autos gefährlich und sind Stromschläge beim Laden üblich?

Elektroauto aufladen – Gefahr für Stromschlag gering, aber nicht auszuschließen

E-Auto-Fahrer Moeller konnte selber vier grundsätzliche Auslöser für einen Stromschlag beim Aufladen identifizieren: Das E-Auto wurde dafür an einem Notladekabel oder an einer nicht geerdeten Haushalt-Steckdose aufgeladen. Darüber hinaus musste der Verbraucher kein oder nasses Schuhwerk tragen und das Fahrzeug an einem unisolierten Karosserie-Teil berührt haben. Da diese Bedingungen alle zutrafen, kriegte Moeller direkt einen gewischt.

Die Wahrscheinlichkeit ist zwar gering, aber eben nicht ganz auszuschließen. Laut Matthias Güldner, Dozent für Elektromobilität, sollten in Deutschland alle Steckdosen per Gesetz über eine Erdung verfügen. In Altbauten und einigen Häusern seien Steckdosen trotzdem nur zweipolig ohne Erdung angeschlossen. Das berichtete „Auto Motor Peace“.

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Stromschlag durch E-Autos können laut Experte „gefährlich werden“ – Spannungen bis zu 150 Volt

Der Chefarzt für Kardiologie am Evangelischen Klinikum Bethel in Bielefeld rät zu einer ärztlichen Untersuchung nach einem solchen Stromschlag. „Für gesunde Erwachsene ist das Risiko einer gesundheitlichen Beeinträchtigung zwar eher gering“, erklärte Doktor Israel in einem Interview mit dem Spiegel. „Für Kinder, Menschen mit Herzerkrankungen oder Implantaten wie einem Herzschrittmacher oder Defibrillator jedoch kann ein solcher Stromschlag gefährlich werden“, fährt er fort.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Der Verband für Elektrotechnik (VdE) habe für gesunde Erwachsene eine maximale Berührungsspannung bei Wechselspannung von 50 Volt festgelegt und für Kinder eine von 25 Volt. Nach dem Vorfall im Urlaub testete Stefan mehrere E-Modelle auf mögliche Stromschläge beim Laden und konnte an blanken Karosserie-Teilen eine Spannung zwischen 70 und 150 Volt messen. Angeschlossen waren die E-Autos alle an einer nicht geerdeten Steckdose. Das Nachrichtenportal Spiegel rät zu einem Steckdosentester, um beim Aufladen die geringe Gefahr eines Stromschlags möglichst zu minimieren. Oder man lässt es einfach ganz sein und kauft sich kein Elektroauto, wozu auch der Renault-Chef appelliert, wenn man keine eigene Ladestation zu Hause hat. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © imago

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