Fake-Seiten
Vorsicht, Abzocke: Neue Winterreifen nicht bei diesen Anbietern bestellen
Verbraucherschützer warnen vor Betrugsseiten für Autoreifen. Die Preise haben zuletzt angezogen. Wirkt das Angebot also zu schön um wahr zu sein, ist es das auch.
Bremen – Es gibt keine festgelegte Regel, wann Autofahrer auf Winterreifen umsteigen müssen. Viele halten sich an die „O-bis-O-Regel“ und wechseln im Oktober zu den Winterreifen, bis um Ostern herum wieder die Sommerreifen draufkommen. Um die Sommerreifen winterfest zu machen, gilt es einiges zu beachten. Obwohl die Winterreifen nicht das ganze Jahr über gefahren werden, nutzen sie sich mit der Zeit ab und müssen früher oder später ersetzt werden. Doch gute Reifen sind meist nicht günstig.
Die Preise für Autoreifen sind durch den Ukraine-Krieg massiv angestiegen
Entsprechend der Straßenverkehrsverordnung (StVO) sind Winterreifen spätestens bei Schnee und Glatteis Pflicht. Im Sommer sind Autofahrer dazu angehalten, mit den entsprechenden Sommerreifen zu fahren – im Falle eines Unfalls können sie sonst die Schuld zugesprochen bekommen, heißt es auf bussgeldkatalog.de.
In diesem Jahr sind neue Reifen allerdings besonders teuer, erklärt der ADAC. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Preise um bis zu 20 Prozent angestiegen. Das liege laut dem Reifenhandelsverband BRV neben den Nachwehen der Corona-Krise vor allem am Ukraine-Krieg.
Aufgrund dieser Entwicklung suchen viele Käufer im Internet nach günstigeren Angeboten. Allerdings mahnt die Verbraucherzentrale Hamburg zu Achtsamkeit, da Cyberkriminelle versuchen, Verbraucher mit sogenannten Fake-Shops und vermeintlich unwiderstehlichen Angeboten in die digitale Falle zu locken.
Betrugsseiten für Autoreifen sehen oft professionell aus
Gemäß den Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) tätigen in Deutschland immer mehr Personen ihre Einkäufe digital. Die Abwicklung von Einkäufen über das Internet ist für viele mittlerweile eine übliche Praxis. Der Online-Kauf bietet Bequemlichkeit und für viele auch Zeitersparnis. Allerdings zieht das auch viele Betrüger an.
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Die betrügerischen Webseiten weisen in der Regel eine kurze Online-Präsenz auf, wirken jedoch äußerst professionell und werben mit besonders günstigen Preisen für hochwertige Waren. Als Zahlungsmöglichkeit wird lediglich eine Überweisung vorab oder eine Kreditkartenzahlung angeboten. Sobald jedoch die Zahlung geleistet wurde, sind die angeblichen Shop-Betreiber weder per E-Mail noch telefonisch erreichbar und Kunden warten vergeblich auf ihre bestellte Ware. In letzter Zeit haben Verbraucherschutzorganisationen vor allem vor Online-Shops aus den Niederlanden gewarnt.
Die Verbraucherzentrale veröffentlicht Internetadressen verdächtiger Autorreifen-Händler
Aktuell bekommt die Verbraucherzentrale Hamburg vermehrt Meldungen über betrügerische Online-Shops, die angeblich Autoreifen zu günstigen Preisen anbieten, berichtet Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Gerade beim Kauf von Saisonware sollten Verbraucher kritisch sein. Auch wenn das Angebot noch so verlockend ist, empfiehlt es sich, genau hinzuschauen und den Shop vor der Bestellung zu überprüfen“, so Rehberg.
Regelmäßig veröffentlicht die Verbraucherzentrale Hamburg auf ihrer Website eine Liste mit URLs von Online-Shops, die als fragwürdig eingestuft werden. Jüngst wurden folgende Geschäfte von Verbraucherschützern gemeldet und als unseriös eingestuft:
- wichmann-reifenversand.com
- reifen-reichert.com
- reifenhandel-rau.com
- weber-reifen.com
- reifenversand-weber.com
Autoreifen, die älter als zwei Jahre sind, sollten laut dem ADAC nicht gekauft werden
Um Betrug beim Online-Shopping zu vermeiden, sollten Verbraucher vor jeder Bestellung auf folgende Dinge achten:
- Ein Hinweis auf möglichen Betrug ist das Impressum. Fehlen wichtige Angaben über den Vertragspartner oder fehlt es gänzlich, sehen Sie von einer Bestellung ab.
- Handelsregisternummer überprüfen: Das ist kostenlos über die Website handelsregister.de möglich.
- Finger weg von ausländischen Konten und Shops, die ausschließlich Vorkasse verlangen.
- Achten Sie auf Gütesiegel wie „Safer Shopping“ oder „Trusted Shops“. Auf deren Webseiten können Sie die Internetadresse des Verkäufers direkt eingegeben und überprüfen, ob das Siegel tatsächlich auch vergeben wurde.
- Seien Sie generell misstrauisch, wenn Ihnen auf einer Seite hochwertige Waren zu einem Superpreis angeboten werden, den Sie so bei keinem anderen Shop finden.
- Quelle: vzhh.de
Laut ADAC sollten Verbraucher Reifen, die älter als zwei Jahre sind, generell nicht kaufen. Um das Alter des Reifens zu identifizieren, kann man die sogenannte DOT-Nummer auf dem Reifen selbst überprüfen. Auch bei seriösen Anbietern sollten Verbraucher bei der Auswahl der Reifen aufpassen: Im ADAC-Winterreifentest sind drei Modelle komplett durchgefallen.
Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Teresa Toth sorgfältig überprüft.
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