Auch Bonuszahlungen möglich

Bürgergeld-Zuschuss in Deutschland: Was Alleinstehende und Alleinerziehende jeden Monat bekommen

Das Bürgergeld soll Menschen in sozialer Not helfen – auch Alleinstehenden oder Alleinerziehenden. Seit 2024 bekommen diese mehr als noch im Vorjahr.

Bremen – Mit dem Bürgergeld sollen in Deutschland Menschen ohne Arbeit oder in sozialer Not unterstützt werden. Die finanzielle Grundsicherung hilft Arbeitssuchenden, aber auch jungen Menschen. Sie hat laut dem Presse- und Informationsamt der Bundesregierung eine elementare Aufgabe: Das Bürgergeld „soll denjenigen ein menschenwürdiges Existenzminimum sichern, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen decken können“, heißt es von der Bundesregierung.

Dabei bekommen nicht alle Menschen, die zum Erhalt dieser Sozialleistung berechtigt sind, gleich viel Geld. Faktoren wie Alter oder Beziehungsstatus spielen eine Rolle. Auch der Umstand, ob man Kinder hat und diese alleine oder gemeinsam erzieht, hat Einfluss auf die Höhe des Bürgergelds. Hierzu wird anhand dieser Faktoren ein Regelbedarf berechnet. Doch wie viel Bürgergeld bekommen Alleinstehende und Alleinerziehende jeden Monat ausgezahlt?

Bürgergeld für Alleinstehende und Alleinerziehende – so viel bekommen Empfänger der Regelbedarfstufe 1

Es gibt insgesamt sechs Regelbedarfstufen, hier ein Überblick:

  • Regelbedarfstufe 1: Alleinstehende und Alleinerziehende
  • Regelbedarfstufe 2: Paare (Auszahlung je Partner)/Bedarfsgemeinschaften
  • Regelbedarfstufe 3: Volljährige in Einrichtungen
  • Regelbedarfstufe 4: Jugendliche von 14-17 Jahre
  • Regelbedarfstufe 5: Kinder von 6-13 Jahre
  • Regelbedarfstufe 6: Kinder von 0-5 Jahre

Die Höhe des Bürgergeldes wurde zum Jahresbeginn 2024 angepasst. In Regelbedarfsstufe 1, unter die Alleinstehende und Alleinerziehende fallen, gibt es seit 1. Januar 2024 ein Bürgergeld in Höhe von 563 Euro pro Monat. Das sind 61 Euro mehr, als noch im Jahr 2023 monatlich ausbezahlt wurden.

Auch Alleinerziehende können Bürgergeld empfangen. Der Auszahlungsbetrag der Sozialleistung wurde Anfang 2024 erhöht.

Bürgergeldempfänger müssen im ersten Jahr nicht ans Ersparte – sofern eine Grenze nicht überschritten wird

Bürgergeldempfänger müssen innerhalb des ersten Jahres, indem sie die Sozialleistung beziehen, nicht an ihr Erspartes gehen. Betroffene können sich im ersten Jahr des Leistungsbezugs auf die sogenannte Karenzzeit berufen. Das eigene Vermögen muss erst ab einer Höhe von 40.000 Euro eingesetzt werden, heißt es dazu auf bundesregierung.de.

Alleinstehende oder Alleinerziehende, die Bürgergeld empfangen, werden zudem unterstützt, wenn sie an Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung teilnehmen. Die sollen das Nachholen eines Berufsabschlusses ermöglichen und können dabei helfen, wieder dauerhaft Arbeit zu bekommen und nicht mehr auf das Bürgergeld angewiesen zu sein. Das monatliche Weiterbildungsgeld beträgt 150 Euro und wird „für die Teilnahme an abschlussbezogenen Weiterbildungen gezahlt“, so das Portal.

Spartipps im Alltag: Wie Sie Ihre Ausgaben beim Shoppen oder daheim minimieren

Finanzbuch anlegen
Finanzbuch anlegen: Der wichtigste Spartipp überhaupt – den Überblick behalten. Schreiben Sie Ausgaben und Budget für den Monat auf und überprüfen Sie es regelmäßig. So verlieren Sie nie Ihre Finanzen aus dem Blick und sparen automatisch Geld dabei.  © Imago
DIY Deko für Weihnachten
Nicht alles muss neu und teuer gekauft werden. Vieles im Haushalt kann man mit simplen Lifehacks auch selbst machen oder basteln. © Imago
No-Name-Marken sind meist genau so gut wie die Originale
Im Supermarkt vor dem Regal hat man eine Menge Auswahl. Der Tipp hier: weiter unten im Regal schauen. Auf Augenhöhe befinden sich meist die bekannten Marken, darunter – etwas versteckter – die Eigenmarken der Geschäfte und No-Name-Produkte. Diese sind oft um einiges günstiger und schmecken genauso gut. © Imago
Vorkochen wird schon seit Ewigkeiten praktiziert
Heutzutage als moderner Trend „Meal Prepping“ gefeiert, Hausfrauen aber schon seit Jahrhunderten bekannt: Vorkochen. Wer sich zum Beispiel am Wochenende die Mühe macht, ein paar gesunde Gerichte vorzukochen und einzufrieren, erspart sich unter der Woche in der Mittagspause etwa das teure Essen in Kantinen und Restaurants. © Imago
Thermoskanne im Büro statt Automaten-Kaffee
Dasselbe gilt für Kaffee, Tee, heiße Schokolade, oder wonach auch immer einem der Sinn steht: Anstatt diese Getränke teuer am Automaten zu kaufen, wenn das Büro keine Maschine hat, sollte man sie in der Thermoskanne lieber gleich selbst mitbringen. © Imago
Zigaretten und Alkohol
Immer klappt das zwar nicht, aber so manch einer wird sich wundern, wie gut es dem Geldbeutel tun kann, mal ein paar Tage lang auf Zigaretten, Alkohol oder Süßigkeiten zu verzichten. © Imago
Fahrrad ist gesünder als Auto
Das Auto stehen lassen: Spart nicht nur Abgase, sondern auch Geld für Benzin. Und wenn man stattdessen das Rad nimmt, ist das darüber hinaus auch noch gut für die Gesundheit. © Imago
Kleidung im Second Hand Laden ist günstiger
Wer Mode etwas nachhaltiger und günstiger gestalten will, der sollte sich auf Schnäppchen-Jagd in Second-Hand Läden begeben. So spart man nicht nur viele Euros, sondern gibt auch Kleidungsstücken noch eine zweite Chance.  © Imago
Kleidung tauschen statt neu kaufen
Wer nicht im Second Hand Laden einkaufen will, kann stattdessen auch Kleiderbörsen mit Freunden veranstalten. Jeder bringt mit, was er nicht mehr braucht oder haben möchte und dann wird getauscht. Das funktioniert übrigens nicht nur mit Kleidung, sondern auch mit Haushaltsgegenstände oder Büchern. © Imago
DIY Möbel aus Paletten
Es muss nicht immer neu sein. Die alten Klamotten, der Rucksack oder die Möbel sind nicht mehr modern? Einfach selbst was draus machen. Ganz nach dem DIY-Prinzip können alte Gegenstände neu verziert und geschmückt werden – nennt sich Upcycling (von Recycling) und ist viel günstiger als neu zu kaufen. © Imago
Kinder die sich Stifte teilen
Nicht neu kaufen gilt auch bei vielen anderen Sachen, zum Beispiel Werkzeugen, Spielzeug für die Kinder oder Büchern. Am besten fragt man erstmal im Freundeskreis, ob jemand den gesuchten Gegenstand besitzt und kann sich ihn dann ausleihen. Besonders bei Werkzeug oder Büchern praktisch. Auch Kinderspielzeug kann so erst einmal getestet werden. Liegt es entgegen der allgemeinen Erwartung nicht nach einer Woche in der Ecke, kann man es immer noch selbst nachkaufen.  © Imago
Paar prüft Verträge
Der Handyvertrag ist schon ziemlich alt, die GB reichen am Ende des Monats nicht und man muss ständig Datenvolumen nachkaufen? Dann am besten mal schauen, ob man auf dem neusten Stand ist. Vielleicht gibt es bei einem anderen Anbieter ja eine viel günstigere Alternative, bei der man mehr für weniger bekommt.  © Imago
Nicht alle Abos sind nötig
Eine ähnliche Kostenfalle: Abos. Jeden Monat gehen Zahlungen vom Konto runter und man denkt: Ach ja, das wollte ich ja kündigen. Einmal hinsetzen und alle Abonnements beenden, die man nicht braucht. Wer seit Monaten für Disney, Netflix, Sky oder Spotify zahlt, den Dienst aber nicht nutzt, sollte ihn lieber stornieren und Geld sparen.  © Imago

Haushaltsfinanzierungsgesetz 2024 will beim Bürgergeld Bonus streichen und Sanktionen einführen

Zudem gab es seit 1. Juli 2023 einen monatlichen Bürgergeldbonus in Höhe von 75 Euro. Es wurde Bürgergeldempfängern für Weiterbildungen bezahlt, die keinen Berufsabschluss zum Ziel haben. Diese Regelung soll abgeschafft werden – über das Haushaltsfinanzierungsgesetz 2024. Der Bundestag hat dem Gesetz am 2. Februar 2024 bereits zugestimmt, der Bundesrat muss dies noch tun. Bis das neue Gesetz und damit die Neuregelung zum Bürgergeld in Kraft tritt, sollen Bürgergeldempfänger aber den 75-Euro-Bonus noch erhalten, sofern sie eine geförderte Maßnahme schon angetreten haben.    

Eine weitere Änderung innerhalb des Haushaltsfinanzierungsgesetzes betrifft ebenfalls das Bürgergeld. So müssen Bürgergeldempfänger nach Inkrafttreten des Gesetzes mit Sanktionsmaßnahmen rechnen, wenn sie „die Aufnahme einer zumutbaren Arbeit beharrlich verweigern“, wie es auf bundesregierung.de formuliert wird. In diesem kann auch Alleinstehenden oder Alleinerziehenden das Bürgergeld für maximal zwei Monate gestrichen werden. Eine neue Statistik zeigte nun, wie viele „Totalverweigerer“ es derzeit unter Bürgergeldempfängern gibt. (kh)

 

Rubriklistenbild: © Montage: IPPEN.MEDIA/Sebastian Kahnert/Jens Kalaene/dpa

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Hurricane 2026: Die Bilder vom Festival-Samstag

Hurricane 2026: Die Bilder vom Festival-Samstag

Bildergalerie: Das ist der Samstag auf dem Hurricane

Bildergalerie: Das ist der Samstag auf dem Hurricane

Binge-Alarm aus Kanada: Serien, die man in Deutschland sofort streamen kann

Binge-Alarm aus Kanada: Serien, die man in Deutschland sofort streamen kann

Bier auf dem Hurricane Festival 2026 – die besten Bilder

Bier auf dem Hurricane Festival 2026 – die besten Bilder

Kommentare