Datenphishing

Viele fallen auf SMS-Masche bei DHL-Paketen rein – Zoll warnt: „Nachricht löschen“

Mit einer neuen Masche versuchen Betrüger per SMS, an Daten sowie das Geld von Verbrauchern zu gelangen. Es geht um ein angebliches DHL-Paket.

Bremen – In einer SMS, die vermeintlich von der Deutschen Post kommt, schreiben die Betrüger, dass für ein Paket des Empfängers noch Zollgebühren fällig seien. Den vermeintlich kleinen Betrag können diese mit einem Klick auf einen Link zahlen – dann kann es teuer werden.

Neue Betrugsmasche mit DHL-Paketen – Klick auf Link wird teuer

Aufmerksam gemacht wurde auf den Betrug mit der gefälschten Zoll-SMS unter anderem in der WDR-Sendung Servicezeit. Bei der Betrugsmasche per SMS sind die Absender in der Hoffnung, dass der Empfänger auf ein bestelltes Paket wartet. In der Sendung vom 26. September 2023 gab ein Betroffener an, dass dies bei ihm der Fall war. Er hatte etwas bestellt, dachte sich, dass das Paket wohl aus China kommen würde und klickte auf den mitgeschickten Link.

Mit einer Betrugsmasche per SMS wollen Kriminelle an Daten und das Geld von Verbrauchern gelangen – es geht um ein angebliches DHL-Paket.

Daraufhin öffnete sich eine Webseite, die jener der Deutschen Post sehr ähnlich sieht. Der vermeintliche Paket-Empfänger wurde dort aufgefordert, seinen Namen, die E-Mail-Adresse sowie eine Telefonnummer einzugeben. Auch Informationen zur Lieferung sollten angegeben werden, der Empfänger musste deshalb auch seine komplette Anschrift eintragen. Sind diese Daten erfolgreich angegeben, wird der Betroffene zur Zahlungsaufforderung weitergeleitet. Dort muss dieser seine Kreditkarteninformationen preisgeben – ein folgenschweres Unterfangen. Auch eine neue Betrugsmasche gegen Senioren ist im Umlauf.

Bundesnetzagentur warnt vor den betrügerischen SMS und ruft zur Nicht-Zahlung auf

In den Wochen nach dem Verschicken der Daten prüfte der Betroffene bei Servicezeit seine Kreditkartenabrechnung. Ihm fielen dabei mehrere kleine Zahlungen auf, die er nicht zuordnen konnte. Nur ein Sperren der Kreditkarte bewahrt in der Regel vor weiteren Abbuchungen. Auch die Bundesnetzagentur warnte bereits vor der Masche. Wie diese gegenüber der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, häuften sich die Fälle enorm, im April 2023 wurden 2075 gemeldet. Das illegale Abgreifen von Daten wird als Datenphishing bezeichnet.

Die Bundesnetzagentur warnt eindringlich vor dem Weitergeben sensibler Daten. Sie sperrte bereits mehr als 200 Mobilfunknummern, von denen die betrügerischen SMS aus verschickt wurden. Da die Betrüger allerdings oftmals auf ausländische Rufnummern zurückgreifen, werden diese oftmals nicht gekappt. Auch der Zoll selbst warnt bereits vor den Fake-SMS. Dort wird empfohlen, „die Nachricht nach Erhalt einfach zu löschen. Der Zoll tritt niemals auf diese Art an Paketempfänger heran und fordert sie zu Zahlungen auf.“ Auf Whatsapp gibt es ebenfalls eine neuerliche Betrugsmasche. (rd mit dpa)

Rubriklistenbild: © Zoonar/Imago (Symbolbild)

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