„Lost Place“ statt Urlaubsparadies

Urlaub wird zum „absoluten Horrortrip“: Familie geht auf die Barrikaden

Eigentlich wollte eine Familie aus Deutschland Urlaub in einem Ferienpark in den Niederlanden machen. Doch so hatten sie sich die Reise nicht vorgestellt.

Bremen – Den Stresspegel herunterfahren und eine gemeinsame Auszeit mit den Kindern genießen: Das wünschen sich viele Familien – gerade zur Urlaubszeit im Sommer. Die Niederlande sind ein beliebtes Reiseziel der Deutschen. Doch nicht immer läuft alles rund. Nun endet auch der Urlaub für eine Familie in den Niederlanden in einer Enttäuschung.

Urlaub in den Niederlanden wird zum Albtraum: Familie erwartet ungepflegter Ferienpark

Gebucht hatten die Eltern mit dem achtjährigen Sohn sowie den beiden Hunden eine Ferienunterkunft in den Niederlanden – mit direktem Strandzugang. Das erklärte die Familie dem Sender RTL. Was nach einem erholsamen Ausflug klingt, wird zum regelrechten Albtraum. Vor Ort ist der Schreck groß: Im Ferienpark Marina Beach in Hoek bekommt die Familie nicht die Unterkunft, die sie eigentlich gebucht hatte.

Für eine Familie endet der Urlaub im Albtraum. Das Wasser ist voller Algen. (Symbolbild)

Doch damit nicht genug: Das Bett sowie der Kühlschrank waren kaputt und für die siebentägige Reise unbrauchbar. Zudem wirke die Anlage des Ferienparks „ungepflegt“, schilderte der Familienvater. Das bestätigten auch die Bilder, die RTL vorliegen. Der vermeintliche Badestrand ist als solcher kaum zu erkennen. Algen bedecken den gesamten Bereich. Für die Mitarbeiter offenbar kein Problem, es würde sich schließlich um Natur handeln, entgegneten sie.

Familien-Urlaub im „Lost Place“: Sohn verletzt sich auf Spielplatz

Auch die Klettergerüste und Spielanlagen für die Kinder seien verwahrlost gewesen. Weil Sprossen auf einer Hängeseilbrücke fehlten, soll sich der achtjährige Sohn beim Spielen sogar verletzt haben. Konfrontationen schienen die Park-Mitarbeiter zu meiden, eine Entschuldigung gab es wohl nicht. Es hieß lediglich: Die Kinder seien selbst schuld, weil sie das Absperrband immer entfernen würden, sagte die Familie gegenüber dem Sender.

Zwar habe ein Buchungsportal auf einen „Low-Budget Familienurlaub“ verwiesen. Die Beschreibung im Internet hätte jedoch etwas anderes versprochen. Für die Familie wirke der Park wie ein „Lost Place“ und nicht wie ein Urlaubsparadies. Die Bilder auf der Webseite vermitteln eine andere Realität. Blaues Wasser, plantschende Kinder und ein sauberer Strand erwecken den Eindruck eines gepflegten Ferienparks.

Familien-Urlaub in den Niederlanden endet im „absolute Horrortrip“

Die Erfahrung der Familie aus Deutschland deckt sich mit ähnlichen Erlebnissen von anderen Urlaubern. „Es ist dreckig, ungepflegt, ungemütlich und verlassen“, schrieb ein Tourist in den Google-Rezensionen des Parks. Vor elf Jahren habe die Ferienanlage noch ganz anders ausgesehen. „Die Häuser waren schmutzig, kaputt und voller Schimmel“, meinte eine andere. Während ein Großteil der Nutzer den Park nicht weiterempfehlen kann, finden andere Urlauber „den Preis gut und angemessen“ für die Zustände.

„Das war der absolute Horrortrip“, resümierte der Familienvater. Inzwischen hätten sie Beschwerde eingelegt und die Rückzahlung des Geldes gefordert. Auf eine Antwort wartet die Familie vergebens. Eine Anfrage von RTL ließ der Park ebenfalls unbeantwortet. Camping-Urlaub ist beliebt, doch je nach Zielland fallen die Kosten allerdings ganz unterschiedlich hoch aus. Inzwischen bieten auch immer mehr Campingplätze in Europa hundefreundliche Ausstattung an. (kas)

Rubriklistenbild: © Frank Molter/dpa

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