Millionen gespart

Nach dem Tod der Queen: King Charles muss Erbschaft nicht versteuern

Die Queen hinterlässt ein Millionenvermögen, das König Charles III. steuerfrei erben wird. Zu verdanken hat er das dem ehemaligen Premierminister John Major.

London – Wer in Großbritannien ein Vermögen von über 325.000 Pfund (rund 375.000 Euro) erbt, muss eine Erbschaftssteuer von 40 Prozent zahlen. Nach dem Tod der Queen erbt ihr Sohn Charles ihr Vermögen, welches das Wirtschaftsmagazins Forbes auf rund 410 Millionen Euro schätzt. Der sogenannte „Crown Estate“, zu dem unter anderem die Pferderennbahn Ascot gehört, soll sich laut Evening Standard sogar auf über 15 Milliarden Pfund belaufen – allerdings hat der König keinen direkten Zugriff auf diesen Besitz der Krone.

Millionenerbe der Queen: Warum muss King Charles keine Steuern zahlen?

König Charles III. wird deutlich mehr als 325.000 Pfund von der Queen erben, um deren Corgis sich Prinz Andrew und Sarah Ferguson kümmern werden. Aber warum muss King Charles dennoch keine Erbschaftssteuer zahlen? 1993 stimmte der damalige Premierminister John Major einer Klausel zu, die laut The Guardian besagt, dass jede Erbschaft, die von Herrscher zu Herrscher weitergegeben wird, von der Erbschaftssteuer von 40 Prozent ausgenommen wird.

Das Millionenerbe der Queen geht steuerfrei an ihren Sohn, King Charles.

„Die Monarchie benötigt als Institution ausreichend privates Kapital, um es ihr zu ermöglichen, ihre traditionelle Rolle im nationalen Leben fortzuführen“, zitiert der Daily Express aus einem Regierungsdokument. König Charles III. müsse keine Steuern zahlen, um „ein gewisses Maß an finanzieller Unabhängigkeit von der aktuellen Regierung“ zu bewahren.

König Charles III.: Freiwillige Einkommenssteuer – aber keine Erbschaftssteuer

Als Schloss Windsor bei einem Brand 1992 schwer beschädigt wurde, gab es öffentliche Diskussionen um die Kosten, die die Monarchie verursache. Im selben Jahr wurde eine Mitteilung veröffentlicht, die besagte, dass die Queen im darauffolgenden Jahr freiwillig Einkommenssteuer bezahlen wolle.

König Charles III. hatte noch zu Lebzeiten von Queen Elisabeth in seiner Funktion als britischen Thronfolger Prince of Wales verlauten lassen, dass er dies genauso handhaben wolle wie seiner Mutter. Demnach muss King Charles III. seine Erbschaft nicht versteuern, wie die Queen wird er jedoch freiwillig Einkommenssteuer zahlen.

Nach dem Tod von Queen Elisabeth: Wer erbt Schlösser und Juwelen?

König Charles III. wird einen Großteil des Vermögens der Queen erben, auch wenn der Inhalt ihres Testaments die nächsten Jahrzehnte geheimgehalten werden wird. Dennoch scheinen einige Details bereits bekannt zu sein. Laut The Sun werden King Charles und seine Ehefrau Camilla in den Buckingham Palast ziehen. Schloss Windsor wollen sie angeblich Prinz William, Kate und den Kindern George, Charlotte und Louis überlassen. Schloss Balmoral, wo die Queen am 8. September 2022 im Alter von 96 Jahren verstarb, könnte laut New York Post in ein Museum umgewandelt werden.

Queen Elisabeth war im Besitz einer der größten und wertvollsten Schmuckkollektionen der Welt. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie einige Gegenstände aus ihrer Privatsammlung an ihre Angehörigen weitergeben wollte“, erklärt Royal-Experte Josh Rom gegenüber der New York Post. Neben Camilla könnten auch Herzogin Kate, Herzogin Meghan, Prinzessin Eugenie und Prinzessin Beatrice, denen Queen Elisabeth bereits zu Lebzeiten Schmuckstücke auslieh, zu den Erben gehören.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/PA Wire/Jacob King

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