Neuer Stürmer nicht nötig?

Johannsson will Werder Geld sparen

Aron Johannsson
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Aron Johannsson will sich bei Werder durchkämpfen und in der Startelf stehen.

Bremen - Das ist aber mal ein lukratives Angebot: Aron Johannsson will dafür sorgen, dass sich Werder die kostenpflichtige Verpflichtung eines Stürmers sparen kann.

„Ich habe gehört, dass Werder einen neuen Stürmer holen will. Ich will zeigen, dass sie keinen neuen Stürmer kaufen müssen.“ Es ist nicht nur ein Angebot des 26-Jährigen, es ist vor allem eine Kampfansage: Der US-Nationalspieler will ins Team – doch schenkt ihm Trainer Alexander Nouri wirklich das Vertrauen?

Johannsson spricht vor seiner dritten Saison bei Werder von einem Neuanfang. In der ersten Saison sei es verletzungsbedingt nicht gelaufen, in der zweiten habe Nouri auf andere Spieler gesetzt. Jetzt sieht der US-Amerikaner mit isländischen Wurzeln wesentlich bessere Vorzeichen. „Serge Gnabry ist weg, Claudio Pizarro ist weg. Beide waren vor mir“, erklärt Johannsson. Jetzt seien für den Sturm nur noch Max Kruse und Fin Bartels da. „Und die Saison ist lang“, betont Johannsson. Er wittert seine Chance. Ob er sie wirklich bekommt, kann er aber nur erahnen. Ein Gespräch mit Trainer Nouri hat es bislang nicht gegeben. Warum nicht? Johannsson zuckt mit den Schultern. Aber es ist ihm auch egal, behauptet der Angreifer: „Ich muss mich auf dem Platz beweisen und nicht im Büro des Trainers.“

Für sein Vorhaben sieht sich Johannsson bestens gerüstet: „Wenn ich die Chance bekomme, werde ich liefern können. Ich habe es schon mehrfach gesagt: Mein größtes Ziel ist es, für Werder in der Startelf zu stehen.“ Mit seiner bisherigen Vorbereitung sei er zufrieden. „Zwei Spiele, ein Tor, ein Assist“, zählt der Stürmer auf. Er macht durchaus Eigenwerbung. Das kann nicht schaden. Nicht bei Werder - und sicher auch nicht mit Blick auf einen dann vielleicht doch notwendigen Wechsel.

„Es gibt einige Optionen“, sagt Johannsson – und auch das durchaus mit Bedacht. Er will nicht als Stürmer auf dem Abstellgleis gelten. Sondern als einer, der durchaus begehrt ist. Clubs nennt er nicht. Er will es dann auch nicht übertreiben. Außerdem betont Johannsson noch einmal, dass er unbedingt bei Werder bleiben will. Bis 2019 läuft der Vertrag des Stürmers, den der Bundesligist 2015 für eine Ablöse von 4,5 Millionen Euro von AZ Alkmaar gekauft hat.

Johannsson glaubt an sich

Und was ist, wenn Werder trotz Johannssons Angebot auf dem Transfermarkt zuschlägt? „Das kann ich doch jetzt noch nicht beantworten“, sagt Johannsson: „Wenn sie einen Stürmer für die Startelf holen, dann bin ich natürlich wieder weiter weg. Wer weiß, vielleicht holen sie ja auch Robert Lewandowski...“ Johannsson lacht.

Trotz seiner ungewissen sportlichen Zukunft hat er seinen Humor nicht verloren. Das hat er ja schon tags zuvor mit dem Frisuren-Hingucker beim Mannschatsfoto bewiesen. Auf dem Platz wird dagegen hart gearbeitet, da gibt der 26-Jährige Vollgas: „Ich habe das Gefühl, dass ich gut genug bin, um hier zu spielen. Ich muss nur die Chancen und Minuten auf dem Platz bekommen, um es zu beweisen. Und dann liegt es an mir.“

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