Nach Vertragsverlängerung

Baumann: „Ich weiß nicht, ob ich in diesem Job ganz alt werden will“

Frank Baumann: „Es waren zwei sehr intensive Jahre, die mir sehr viel Spaß gemacht haben.“
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Frank Baumann: „Es waren zwei sehr intensive Jahre, die mir sehr viel Spaß gemacht haben.“

Bremen - Er hat unterschrieben, „endlich mal auf der anderen Seite“, wie Frank Baumann scherzhaft im vereinseigenen Werder-TV verkündet. Der Sportchef legte diesmal nicht einem Spieler einen Vertrag vor, sondern war selbst der Hauptgrund für ein neues Arbeitspapier.

Bis 2021 hat sich der 42-Jährige als Geschäftsführer Sport an den SV Werder gebunden - und er hat ein klares Ziel: „Ich will mithelfen, Werder auf noch stabilere, noch bessere Beine zu stellen.“ Kurz nach Ende der Saison 2015/16 sei er „ins kalte Wasser geworfen worden“. Werder hatte sich von Sportchef Thomas Eichin getrennt und Baumann verpflichtet. „Das waren turbulente Zeiten“, erinnert sich Baumann: „Wir hatten uns gerade erst vor dem Abstieg gerettet. Die Mannschaft hatte nicht diese Stabilität, es gab schon einige Abgänge. Wir waren gefordert, das Fundament zu setzen, um eine neue Mannschaft aufzubauen.“ Das scheint ihm gelungen zu sein.

Zwei Jahre später besitzt Werder einen Kader, mit dem das Ziel Europa ausgegeben wurde – und zwar von Baumann höchstpersönlich. Der Sportchef hat dem Club eine neue, mutigere Denkweise verpasst – und betont nochmal: „Das Ziel ist es, unser Zugpferd - die Bundesliga-Mannschaft - konstant in andere Tabellenregionen zu führen. In dem Wissen, dass es im Bundesliga-Geschäft sehr schwierig ist, in die Phalanx der großen Mannschaften einzudringen, die über finanziell ganz andere Möglichkeiten verfügen. Aber mit guter Arbeit, einer klaren Konzeption und einer Philosophie kann man da für die eine oder andere Überraschung sorgen.“

Baumann: „Wir müssen uns weiter optimieren“

Aber es geht Baumann bei Werder um noch viel mehr. Er will den ganzen Verein nach vorne bringen. Das Nachwuchsleistungszentrum liegt ihm dabei besonders am Herzen. Dort sei strukturell schon viel verändert worden, „aber wir müssen uns weiter optimieren, die Verzahnung weiter verbessern“. Der 42-Jährige gönnt sich kaum Pausen, hält das aber für normal: „Es waren zwei sehr intensive Jahre, die mir sehr viel Spaß gemacht haben.“

Doch der Ex-Profi ist schlau genug, dass er dieses Tempo nicht ewig gehen kann. Angesprochen darauf, ob er in dem Job alt werden möchte, antwortet er zunächst – wie so oft – humorvoll: „Ich bin doch schon alt.“ Aber dann legt er ziemlich ernst nach: „Ich weiß nicht, ob ich in diesem Job ganz alt werden will. Es ist ein sehr intensiver Job. Vielleicht ist nach einer gewissen Zeit für den Verein oder auch einen selbst eine Veränderung gut.“ Doch niemand muss sich aktuell sorgen machen, Baumann versichert: „Diese Zeit ist noch nicht gekommen.“

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