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Bremen - Er hat zwar noch ein Jahr Vertrag in Bremen, dass er auch bei Werder bleibt, ist aber nicht sicher: Torwart Felix Wiedwald hat Angebote aus England und Frankreich vorliegen - und rechnet mit Klarheit bis Monatsende.
Werder-Profi Felix Wiedwald und seine Frau Kim genießen gerade den Sommer – bei 27 Grad an einem Strand in Kroatien. Daraus macht das Paar, das in ein paar Monaten seinen ersten Nachwuchs erwartet, kein Geheimnis und veröffentlicht regelmäßig Fotos und kurze Filme in den sozialen Medien. Entspannt geht der Torwart auch mit seiner sportlichen Zukunft um. Kein Wunder, nach Informationen der DeichStube liegen ihm zwei interessante Angebote aus Frankreich und England vor – und ganz nebenbei besitzt er ja auch noch einen Einjahres-Vertrag bei Werder.
Da stellt sich natürlich die Frage: Herr Wiedwald, welche Sprache wird ihr Kind demnächst hören und dann auch sprechen? „Zu Hause sicher Deutsch“, antwortet der 27-Jährige. Aber wo wird das Zuhause sein? Die Antwort kann Wiedwald noch nicht geben, das liegt allerdings nicht nur an ihm, sondern auch an Werder.
Casteels, Zieler und Karius erst mal keine Kandidaten mehr
Die Lage ist verzwickt. Der Vertrag des Torwarts hat sich nach 20 Einsätzen automatisch um ein Jahr verlängert. Als Ur-Bremer, Wiedwald wechselte schon mit neun Jahren aus dem benachbarten Achim zum SV Werder, würde der 27-Jährige gerne für immer bleiben. Doch sein Herzensclub gibt ihm trotz einer sehr starken Rückrunde bislang keinen langfristigen Vertrag und sucht nach einem besseren Torwart.
Der muss allerdings bezahlbar sein. Deswegen sind Kandidaten wie Koen Casteels (VfL Wolfsburg), Ron-Robert Zieler (Leicester City) und Loris Karius (FC Liverpool) erst mal keine Kandidaten mehr. Einen sehr guten Keeper soll Werder aber noch an der Angel haben. Ob der wirklich besser als Wiedwald ist und ob das klappt, steht in den Sternen.
Französischer Erstligist und englischer Zweitligist baggern an Wiedwald
Wiedwald bleibt dabei Werders Absicherung. Zumindest auf dem Papier. Denn trotz seines Kontrakts schaut sich der Bremer um oder besser gesagt, er lässt umschauen – von seiner Beratungsagentur. „Ich bin da ganz entspannt“, beteuert Wiedwald: „Zum Start in die Saisonvorbereitung wird man spätestens wissen, in welchem Trikot ich auflaufen werde.“
Drei Trikots stehen ihm aktuell offenbar zur Auswahl. Natürlich das mit seiner Nummer 42 bei Werder. Ein französischer Erstligist soll sehr interessiert sein. Genauso wie ein ambitionierter Club aus der englischen Championship, der zweiten Liga auf der Insel. Zu den Angeboten aus Frankreich und England will sich Wiedwald nicht äußern. Er sagt lediglich, dass er sich einen Wechsel ins Ausland auch sehr gut vorstellen kann. Das Kind könne auch woanders zur Welt kommen. Nur Europa sollte es schon sein. So wie jetzt auch im Urlaub.