Nach Kriegsverbrecher-Vergleich
Geldstrafe für Ex-Werderaner Krstajic
Moskau - Serbiens Nationaltrainer Mladen Krstajic (44) wurde von der Fifa zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Ex-Werderaner hatte mit seinen Aussagen über einen nicht gegebenen Elfmeter durch den deutschen Schiedsrichter Felix Brych für Wirbel gesorgt.
Nun wurde gegen Krstajic eine Geldstrafe in Höhe von 5.000 Schweizer Franken (etwa 4.340 Euro) und eine Warnung ausgesprochen. Das teilte der Weltverband Fifa bereits am Montag mit.
„Ich würde ihn nach Den Haag schicken, damit man ihm den Prozess macht, so wie man uns den Prozess gemacht hat“, sagte Krstajic nach der 1:2-Niederlage im WM-Gruppenspiel gegen die Schweiz. Das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche Serben wegen schwerster Verbrechen während der Kriege beim Auseinanderbrechen Jugoslawiens (1991-1999) verurteilt.
Schweizer Trio muss ebenfalls Strafe zahlen
Auch gegen Slavisa Kokeza ging die Fifa vor. Der serbische Verbandschef muss ebenfalls 5.000 Schweizer Franken Strafe zahlen. „Wir alle wissen, dass mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung deutsch ist“, sagte er und sprach von „einem brutalen Raub“.
Zudem müssen die Schweizer Torschützen Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka jeweils 8.680 Euro Strafe zahlen. Der Schweizer Kapitän Stephan Lichtsteiner kommt mit 4.340 Euro davon. Das Trio hatte seinen Treffer mit der Doppeladler-Geste gefeiert. Das Formen des albanischen Wappentiers mit den Händen ist ein von der FIFA verbotenes politisches Statement.
(dpa/sid)