Ex-Werder-Profi im Fokus
Nach Kriegsverbrecher-Vergleich: FIFA ermittelt gegen Mladen Krstajic
Kaliningrad - Sportlich hat seine Mannschaft bisher durchaus positiv überrascht - abseits des Platzes hat sich Serbiens Nationaltrainer Mladen Krstajic nach dem zweiten Gruppenspiel gegen die Schweiz aber einen üblen Aussetzer erlaubt.
Nach der 1:2-Niederlage seiner Mannschaft war der Ex-Werder-Profi wütend über die Leistung des deutschen Schiedsrichters Felix Brych - und wählte beim Versuch, seinem Ärger Luft zu machen, einen mehr als unpassenden Vergleich.
„Wir wurden bestohlen", sagte Krstajic vor serbischen Journalisten. Dann antwortete er auf die Frage, ob er Brych die Gelbe oder Rote Karte für dessen Leistung zeigen würde mit: „Ich würde ihm weder Gelb noch Rot geben, sondern ihn nach Den Haag schicken, damit sie ihm den Prozess machen, wie sie ihn uns gemacht haben."
Zum Hintergrund: Den Haag in den Niederlanden ist der Sitz des UN-Kriegsverbrechertribunals für das ehemalige Jugoslawien. Die FIFA-Disziplinarkommission kündigte am Samstagabend an, gegen Krstajic wegen seiner Aussage zu ermitteln.
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