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Bremen - Er war der Matchwinner, diese Auszeichnung trug Ishak Belfodil sogar in den Händen, doch ein freudiges Lächeln gönnte sich der Torschütze zum 1:0-Sieg gegen 1899 Hoffenheim nicht.
Und feiern lassen wollte sich der Angreifer schon mal gar nicht. Belfodil nutzte die Aufmerksamkeit nach dem Spiel lieber, um seine Position noch einmal zu erklären: „Ich bin ein Zehner und kein Neuner!“ Diese Aussage war ihm wichtig. Es ging dabei auch um die Kritik, die in den vergangenen Wochen auf ihn eingeprasselt war.
Vom Last-Minute-Einkauf von Standard Lüttich hatte die Öffentlichkeit vor allem Tore erwartet. Der Verein eigentlich auch, schließlich war er als neuer Stürmer präsentiert worden. „Die Leute, die mich nicht kennen, denken, ich bin groß und robust, ich muss ein Neuner sein und Tore machen. Aber das bin ich nicht“, erklärte der Algerier, der für eine Saison ausgeliehen ist. Deswegen wollte er auch nichts von einer großen Erleichterung und schon gar nichts von seiner besten Leistung im Werder-Trikot hören.
Belfodil über sein Tor: „Das war ein großartiges Gefühl“
„Ich hatte auch schon Spiele, in denen ich viel für die Mannschaft gemacht habe“, betonte Belfodil: „Wenn ein Stürmer keine Tore gemacht hat, dann heißt es immer, er war nicht gut.“ Das müsse nicht so sein, meinte Belfodil und wiederholte noch mal die Geschichte mit seiner Position. Kritik am Trainer sollte das nicht sein. Er spiele natürlich dort, wo ihn Alexander Nouri aufstelle. Es gehe immer um die Mannschaft. „Allen Spielern gehört diese Auszeichnung“, meinte er zu seiner kleinen Trophäe „Man of the Match“.
Einen ganz kleinen Einblick in seine Gefühlswelt gab Belfodil dann aber doch noch. Es ging um seinen Treffer in der 31. Minute. „Das war ein großartiges Gefühl. Es hat mich sehr gefreut, aber ich durfte nicht wie ein Irrer jubeln, weil noch so lange zu spielen war“, meinte der Angreifer und schwärmte wenigstens ein bisschen: „Die Kulisse hier ist unglaublich, sie haben uns die ganze Zeit so laut angefeuert.“ So soll es am Sonntag gegen Augsburg weitergehen.