Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Nullnummern sind der Sargnagel für Mannschaften im Tabellenkeller. Sie verklären schlichtweg den Blick auf die Realität. So auch bei Werder. Ein Kommentar von Björn Knips.
Bis auf den fehlenden Sieg war Trainer Alexander Nouri gar nicht so unzufrieden. Auch Sportchef Frank Baumann sprach von vielen guten Phasen. Und natürlich haderten beide damit, dass Werder seine Möglichkeiten zum Sieg nicht genutzt hatte. Das ist nicht falsch, es gab durchaus gute Gelegenheiten. Aber wie stellte Max Kruse ganz richtig fest: „Köln hatte über 90 Minuten die besseren Torchancen.“
Und die Rede ist vom 1. FC Köln, diesem Verein, der bis Werder kam, erst einen Punkt auf dem Konto hatte. Der in der Europa League nur auf die Mütze bekommt – zuletzt am Donnerstag bei BATE Borisov. Der Spielort liegt übrigens in Weißrussland, erst irgendwann in der Nacht zu Freitag kehrten die FC-Kicker in die Heimat zurück.
Da schlummerte ihr nächster Gegner schon ganz genüsslich in einem Kölner Hotel und bereitete sich in Ruhe auf das wichtige Kellerduell vor. Und das mit Max Kruse, der nach fünfwöchiger Verletzungspause sogar in den Kader und schließlich aufs Feld zurückkehrte. Köln dagegen musste in der Not auf einen 39-Jährigen Claudio Pizarro in der Startelf setzen, der sich dann schon beim Aufwärmen verletzte und nicht spielen konnte.
Und gegen diese Kölner hat Werder erstens nicht gewonnen und war zweitens auch noch die schlechtere Mannschaft. Wie bitteschön soll es da jemals mit einem Sieg klappen? Bei einer Niederlage hätte Nouri wohl gehen müssen. Aber nach einem 0:0 wird eben ungerne ein Trainer entlassen, obwohl keine positive Entwicklung zu erkennen ist. Genau das macht diese Spiele so gefährlich, weil den Clubs die Zeit wegrennt. Und Baumann muss aufpassen, dass er durch sein Abwarten nicht selbst zur Zielscheibe der Kritik wird.