Alexander Nouri wartet mit Werder weiterhin auf den ersten Saisonsieg.
© Gumz
Köln - Werder Bremen bleibt auch nach dem neunten Spieltag sieglos. Die Stimmen nach dem torlosen Remis beim 1. FC Köln.
Alexander Nouri (Werder-Coach): „Wir müssen weiter intensiv an den Dingen arbeitet. Wir haben die Chancen wieder nicht genutzt, aber leidenschaftlich verteidigt. Die Einstellung und Moral haben gestimmt, jeder hat für jeden gekämpft. Wir müssen das Erfolgserlebnis erzwingen. Am besten am Mittwoch im Pokal. Wir sind natürlich unzufrieden mit dem Ergebnis. Es war ein offener Schlagabtausch am Ende. Wir wollten unbedingt ein Tor erzielen und müssen weiter daran arbeiten.“
Peter Stöger (Köln-Trainer): „Wir haben alles reingeschmissen, viel Leidenschaft gesehen und es uns heute zum Teil auch selbst schwer gemacht. So kurz nach dem Spiel ist das wirklich schwer. Wir haben genug Chancen gehabt und können jammern so viel wir wollen. Müssen die Chance einfach nutzen.
Zlatko Junuzovic (Werder-Kapitän): „Es ging hin und her. Beide Mannschaften wollten den Sieg unbedingt und haben hinten aufgemacht. Beide hatten Chancen. Ich glaube, man konnte gut erkennen, in welcher Situation beide Teams stecken.“
Einzelkritik: Pavlenka sicher, Bartels ganz schwach Jiri Pavlenka: Immer auf der Hut und rechtzeitig draußen, wenn seine Kollegen mal wieder schliefen. Aber warum schießt er die langen Bälle meistens dahin, wo kein Bremer ist? Note 3 © nordphoto Theodor Gebre Selassie: Zurück auf seiner alten Position als rechter Verteidiger - und sofort zog er die Handbremse wieder an. Leonardo Bittencourt machte ihm allerdings auch das Leben ziemlich schwer. Am Ende verlor er etwas die Übersicht. Note 4 © dpa Lamine Sane: Der Innenverteidiger wirkte zur Mittagszeit ziemlich verschlafen, leistete sich haarsträubende Fehler und bekam bei Sehrou Guirassy nur selten den nötigen Zugriff. Note 5,5 © nordphoto Niklas Moisander: Verteidigte ruhig, sachlich und abgeklärt. Kaum Fehler, aber auch kaum gute Ideen für den Spielaufbau. Note 3 © nordphoto Ludwig Augustinsson Ludwig Augustinsson: Der Linksverteidiger wirkte wie Gebre Selassie etwas gehemmt, erledigte seine Abwehrarbeit aber ordentlich. Nach der Pause gab es dann auch ein paar gute Flanken, doch wer soll die verwerten? Note 3,5 © Gumz Maximilian Eggestein Maximilian Eggestein: Zurück in der Startelf und dabei vor der Abwehr zu sehr auf Sicherheit bedacht. Kaum Impulse nach vorne – bis zur 49. Minute, da vergab er nach toller Annahme mit der Brust die Führung. Note 4 © dpa Thomas Delaney Thomas Delaney: Es bleibt dabei, das ist nicht mehr der Delaney aus der Vorsaison. Als zweiter Sechser zwar engagiert, aber weit davon entfernt, das Bremer Spiel zu prägen. Auch in Zweikämpfen mit ungewohnt großen Problemen. Trotzdem beinahe Matchwinner, doch sein Kopfball wurde noch von der Linie gekratzt. Note 4,5 © nordphoto Fin Bartels Fin Bartels (bis 46.): Der Rechtsaußen war extrem gefährlich, allerdings nicht vor dem gegnerischen, sondern vor dem eigenen Tor. Haarsträubende Abspielfehler, die zum Glück für Werder folgenlos blieben. Nach vorne gelang ihm fast gar nichts. Hatte nur 15 Ballkontakte. Note 6 © nordphoto Zlatko Junuzovic Zlatko Junuzovic: Sollte das Spiel machen, doch von einem Spiel konnte keine Rede sein. Immerhin probierte der Kapitän auch mal etwas aus, der Ertrag war allerdings sehr überschaubar. Note 4,5 © nordphoto Florian Kainz Florian Kainz (bis 82.): Offensiv auf der linken Seite vor der Pause genauso schlecht wie Bartels, aus möglichen Vorlagen wurden stets Fehlpässe. Nach der Pause etwas verbessert, aber letztlich wirkungslos. Note 5 © Gumz Ishak Belfodil Ishak Belfodil (bis 60.): Konnte sich als einzige Spitze kaum durchsetzen, hatte Probleme bei der Ballbehandlung – und seine Torabschlüsse waren sowohl mit dem Kopf als auch mit dem Fuß viel zu schwach. Note 5 © Gumz Izet Hajrovic Izet Hajrovic (ab 46.): Machte sofort Dampf auf dem Flügel und erarbeitete sich eine gute Chance. Sein Abschluss war aber zu schwach. Note 3,5 © nordphoto Johannes Eggestein Johannes Eggestein (ab 60.): Übernervös, das kostete ihn wahrscheinlich auch eine Großchance, als er eine Kruse-Vorlage vorbeilaufen ließ. Note 4,5 © nordphoto Max Kruse Max Kruse (82.): Setzte die Kollegen gleich wieder gut in Szene. Nach fünfwöchiger Pause fehlte ihm beim Comeback etwas die Spritzigkeit. Note - © Gumz Max Kruse (Werder-Spieler): „Das war schon ein sehr vorsichtiges Spiel. Ich glaube, Köln hatte über 90 Minuten die besseren Torchancen, aber wir hätten hinten raus auch das eine oder andere Tor machen können. Die Chancen, die wir haben, müssen wir besser nutzen. Jetzt müssen wir gucken, dass wir im Pokal eine Runde weiterkommen und am Sonntag gegen Augsburg den ersten Dreier holen. Wir müssen weiter an der Offensive arbeiten. Wir stehen in der Defensive sehr stabil, aber die Offensive ist zu kurz gekommen in den letzten Wochen. Wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen und müssen konstanter werden.“
Dominic Maroh (Köln-Spieler): „Wir hauen uns rein, machen und tun - und hauen uns die Dinger selbst von der Linie. Das tut mir unheimlich weh, auch für die Stürmer. Wichtig ist, dass wir Ruhe bewahren. Wir machen das gut und kommen da gemeinsam raus.“
Maximilian Eggestein (Werder-Spieler): „Die Schlussphase war Wahnsinn. Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben. Natürlich hatten wir auch Glück, aber ich glaube, wir hatten auch genug Chancen, um das Spiel zu entscheiden.“
Fotostrecke: Werder verpasst Sieg im Kellerduell Platz 17 und 18 - für die beiden Trainer ging es um Alles. Sowohl Peter Stöger als auch Alexander Nouri konnten noch keinen Sieg feiern. © dpa Bei Werder stellte Nouri zum Köln-Spiel taktisch um, der überraschend zurückgekehrte Max Kruse blieb allerdings zunächst auf der Bank. © Gumz Ex-Werderaner Claudio Pizarro machte sich zwar warm, mit dem Wiedersehen wurde es dann aber doch nichts: Der Oberschenkel streikte. © Gumz Ludwig Augustinsson hatte den ersten Abschluss der Partie (9.), sein Distanzschuss ging aber weit daneben. © Gumz Werder Bremen gegen den 1. FC Köln In der 31. Spielminute kam Ishak Belfoldil nach einem Freistoß zum Kopfball, aber auch der ging nicht aufs Tor. © nordphoto Werder Bremen gegen den 1. FC Köln Der 1. FC Köln hatte mehr Chancen in der ersten Hälfte, hier musste Lamine Sané gegen Leonardo Bittencourt klären. © nordphoto Werder Bremen gegen den 1. FC Köln In der 45. Minute kommt Belfodil erneut mit dem Kopf an den Ball. Auch dieser Versuch geht neben das Tor. © nordphoto Werder Bremen gegen den 1. FC Köln Werder konnte sich auf den Kopf stellen: In der ersten Hälfte gelang kein Treffer. © nordphoto Werder Bremen gegen den 1. FC Köln Die zweite Halbzeit begann mit einem Freistoß der Kölner. Pavlenka wehrte ab und traf Dominique Heintz unglücklich am Kopf (47.). Der blieb kurz liegen, konnte dann aber weiterspielen. © nordphoto Werder Bremen gegen den 1. FC Köln Izet Hajrovic ersetzte nach der Pause Fin Bartels. Sein Schuss in der 53. Minute traf jedoch nicht das Ziel. © nordphoto Werder Bremen gegen den 1. FC Köln Es wurde das umkämpfte Kellerduell, hier Thomas Delaney im Zweikampf mit Salih Özcan. © nordphoto Werder Bremen gegen den 1. FC Köln In der 82. Spielminute war es dann soweit: Max Kruse kam für Florian Kainz, konnte beim ersten Einsatz seit seinem Schlüsselbeinbruch aber keine Akzente setzen. © nordphoto Werder Bremen gegen den 1. FC Köln Delaneys Kopfball in der Nachspielzeit hätte die Entscheidung bringen können, doch Konstantin Rausch kratzte ihn von der Kölner Torlinie. © Gumz Werder Bremen gegen den 1. FC Köln Wurde vor allem von Pizarro-Ersatz Sehrou Guirassy geprüft: Jiri Pavlenka hielt das 0:0 mehrfach fest. © nordphoto Ein Kommentar: Ein ganz gefährliches Spiel
Zum Spielbericht: Wieder kein Sieg - Werder mit Nullnummer in Köln
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