Meinung: Werder auf gutem Weg

Werder macht wieder richtig Spaß - ein Kommentar zum grün-weißen Jahr 2024

Der SV Werder Bremen spielt mit 25 Punkten aus 15 Spielen die beste Bundesliga-Saison seit 13 Jahren und macht wieder richtig Spaß, auch, wenn der SVW sportlich nicht immer glänzt, meint DeichStube-Reporter Malte Bürger in seinem Kommentar.
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Der SV Werder Bremen spielt mit 25 Punkten aus 15 Spielen die beste Bundesliga-Saison seit 13 Jahren und macht wieder richtig Spaß, auch, wenn der SVW sportlich nicht immer glänzt, meint DeichStube-Reporter Malte Bürger in seinem Kommentar.

Der SV Werder Bremen spielt bisher die beste Bundesliga-Saison seit 13 Jahren. Die Grün-Weißen glänzen sportlich nicht immer, machen aber trotzdem wieder richtig Spaß, meint DeichStube-Reporter Malte Bürger in seinem Kommentar zum grün-weißen Jahr 2024.

Bremen – Es war einst Florian Kohfeldt, der einen ganz bestimmten Ausdruck bevorzugt in den Mund nahm. Der ehemalige Trainer des SV Werder Bremen sprach nach wenig ansehnlichen Leistungen seines Teams gern davon, dass das Gezeigte keineswegs „vergnügungssteuerpflichtig“ gewesen sein. Allzu häufig hat es vergleichbare Momente in der Vergangenheit gegeben, nicht selten herrschte große Erleichterung im Club und bei den Fans, dass ein Kalenderjahr endlich zu Ende war. Und jetzt? Ist das anders. Werder glänzt zwar sportlich nicht immer, macht aber trotzdem wieder richtig Spaß.

Vier Tore für eine beflügelte Fantasie: Werder Bremen verabschiedet sich perfekt aus dem Jahr 2024 und lädt zu Europa-Träumen ein!

DeichStube-Reporter Malte Bürger: Werder Bremen wankt nicht in Richtung Zukunft, sondern reift mit gesichertem Tritt

Die Hinrunde ist mit dem Einstieg in die Weihnachtstage zwar noch nicht vorbei, aber schon jetzt sorgt der Blick auf die Tabelle dafür, dass einem warm ums Herz wird, wenn man es mit dem SV Werder Bremen hält. 25 Punkte nach 15 Spieltagen, so gut waren die Bremer seit 2011 nicht mehr. Und im DFB-Pokal ist das Endspiel als Viertelfinalist nicht mehr fern. Der Schlüssel des Erfolgs besteht aus vielen Bausteinen. Die Profis sind mental und körperlich fit, verstehen sich als Einheit und leben diesen Geist demonstrativ. Von Rückschlägen – und auch davon gab es in diesem Jahr wieder einige – lassen sie sich nicht vom Kurs abbringen, sondern haben die passende Reaktion parat. Gern auch schon innerhalb eines Spiels. Trainer Ole Werner hat gemeinsam mit seinen Assistenten eine Mannschaft geformt, die diesen Namen mehr als verdient und es schafft, dass europäische Träumereien kein Hirngespinst mehr sein müssen. Abgehoben wird trotzdem nicht, alle Beteiligten sind sich zwar der Chance, aber auch der Herausforderung bewusst. Werder wankt nicht in Richtung Zukunft, sondern reift mit gesichertem Tritt.

Das ist auch ein Erfolg der Entscheider. Zentrale Spieler wie Mitchell Weiser, Jens Stage, Romano Schmid oder Justin Njinmah wurden nicht nur sportlich weiterentwickelt, sondern auch mit neuen Verträgen an den Club gebunden. Ob sie tatsächlich alle langfristig bleiben, muss sich erst noch zeigen – nicht ausgeschlossen, dass Werder Bremen einige Leistungsträger im übertragenen Sinne an die Kette legen muss, um sie zu halten. Auf der anderen Seite wären satte Einnahmen möglich. Aber eben auch ein schwerwiegender Verlust an Qualität. Es ist das alltägliche Vabanque-Spiel eines Proficlubs. Die Verantwortlichen sind im Jahr 2025 also gefordert, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten und die richtigen Weichen zu stellen. Und die Spieler müssen beweisen, dass sie die Momentaufnahme nicht zu sehr genießen, sondern nach mehr gieren. Das Jahr 2025 könnte ein richtig gutes Werder-Jahr werden. Aber es muss alles passen. Ein Selbstläufer wird es nicht. (mbü)

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