Verteidiger vom Training freigestellt
Schmutzige Tricks: Sane streikt sich zum Club-Wechsel
Bremen - Jetzt kracht es zwischen Werder Bremen und Lamine Sane. Wie der Club nach dem 0:0 gegen Hertha BSC mitteilte, wird der Innenverteidiger „bis auf Weiteres“ nicht mehr mit dem Bundesliga-Team trainieren.
Der Grund: Sane war an zwei Tagen dem Training ferngeblieben – unentschuldigt. „Lamine hat sich nicht so professionell verhalten, wie wir es von einem Bundesliga-Profi erwarten. Dies haben wir ihm deutlich mitgeteilt“, erklärt Sportchef Frank Baumann auf „werder.de“.
Sane gehörte am Samstag nicht zum Kader für die Partie gegen Hertha. Offiziell galt er als krank. Doch das war – wenn überhaupt – nur die halbe Wahrheit. Nach der Erkrankung sei er nicht zum Training erschienen, berichtet Werder nun. Der Club hat dann aber wohl zur Notlüge gegriffen. „Vor einem so wichtigen Spiel wie gegen Hertha wollten wir diese Unruhe vermeiden. Mit der Mannschaft hatten wir bereits am Freitag über die Entscheidung gesprochen“, so Baumann.
Sane darf „persönliche sportliche Zukunft“ klären
Wieso Sane plötzlich querschießt, ist leicht zu erahnen. Der 30-Jährige will seinen Wechsel noch in der Winterpause erzwingen. Der Senegalese ist bei Coach Florian Kohfeldt nicht mehr erste Wahl, braucht aber einen Stammplatz, um sich noch für ein WM-Ticket zu empfehlen. Bislang wurde dieses Thema von beiden Seiten kleingehalten, nun hat es die erste Eskalationsstufe erreicht.
Lamine Sane: Seine Karriere in Bildern




Baumanns Reaktion? Er sagt, er habe „kein Verständnis“, dass Sane „seine individuellen Interessen über den Erfolg der Mannschaft stellt“. Allerdings ist der Verein nun offenbar bereit, Sane gehen zu lassen. Die Mitteilung des Clubs endet mit folgendem Satz: „Sane bekommt vom Verein die Möglichkeit, seine persönliche sportliche Zukunft zu klären.“ Ziel aller ist nun also ein Wechsel. Damit hat Sane erreicht, was er erreichen wollte, und der Fußball ist um eine weitere schmutzige Geschichte reicher.
Sane fehlte beim Trainingsauftakt in Algorfa
Als Werder Bremen das Trainingslager im spanischen Algorfa aufgenommen hat, fehlte Lamine Sane am ersten Tag. Sportchef Baumann mit einer Erklärung.
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