Er träumt aber von „großen Teams“
Augustinsson plant Verbleib bei Werder
Bremen - AC Mailand und Benfica Lissabon – das klingt nach der ganz großen Fußballwelt, nach wichtigen Titeln und langjähriger Tradition. So gesehen darf sich Ludwig Augustinsson schon jetzt geschmeichelt fühlen.
Beide Vereine sollen Werders schwedischen Linksverteidiger weit oben auf dem Zettel haben. Entsprechende Gerüchte machen seit Tagen die Runde. „Ich fahre mit der Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft, bin erst 23 Jahre alt. Klar gibt es da Interesse. Das ist ja auch positiv, weil es heißt, dass ich viel richtig mache“, sagte Augtustinsson am Mittwoch. Dann betonte er allerdings mit Nachdruck, dass er sich derzeit nur auf Werder fokussiere. „Das ist das Einzige, was für mich zählt“, sagte er – und schloss einen Wechsel im Winter praktisch aus: „Ich wäre überrascht, wenn das passiert.“
Vor der laufenden Saison kam der Linksfuß vom FC Kopenhagen aus Dänemark zu Werder. Daraus, dass er die Station Bremen als Zwischenschritt in seiner Laufbahn sieht, hat er nie ein Geheimnis gemacht. „Natürlich will ich irgendwann in der Champions League und für die größten Teams der Welt spielen“, sagte Augustinsson, für den das „im Moment aber nur ein Traum“ ist. Der Schwede weiß, dass er erstmal bei Werder und in der Bundesliga dauerhaft überzeugen muss, um den nächsten Schritt machen zu können: „Wenn ich jetzt zu viel an die Zukunft denke, spiele ich schlecht. Ein besserer Spieler wird man nur, wenn man jeden Tag hart arbeitet und alles für das Team gibt.“
In 16 der 17 Hinrundenspiele stand Augustinsson auf dem Platz. Nur im Nordderby beim HSV fehlte er im September wegen Knieproblemen. Seine Bilanz weist erst eine Torvorlage aus, geliefert bei der 1:2-Heimniederlage gegen Schalke 04. „In Zukunft möchte ich öfter an Toren beteiligt sein. Das ist mein Ziel“, sagte der Verteidiger, der seine bisherigen Leistungen als „okay“ beschreibt.
Die erste Gelegenheit, seine persönliche Statistik aufzubessern, bietet sich Augustinsson am Samstag, wenn 1899 Hoffenheim zum Rückrundenstart im Weserstadion gastiert. Zwei Duelle zwischen den beiden Clubs gab es in dieser Saison bereits. Das Hinspiel in der Liga verlor Werder mit 0:1. In der zweiten Runde des DFB-Pokals gewann das Team mit 1:0.
Werder kann Sieg gegen Hoffenheim „nicht einfach kopieren“
„Hoffenheim ist eine sehr gute Mannschaft. Sie haben gute Spieler, und man weiß nie, wer bei ihnen spielt und in welchem System sie auflaufen“, weiß Augustinsson. Der Glaube, dass Werder jeden Gegner schlagen kann, sei in der Bremer Mannschaft aber vorhanden. Im Pokal war Werder, damals noch unter Trainer Alexander Nouri, mit einer sehr defensiven Taktik zum Erfolg gekommen. „Das können wir jetzt nicht einfach kopieren. Es wird ein ganz anderes Spiel“, ist sich Augustinsson sicher.
Wie genau Werder es am Ende angeht, ist im Grunde auch nicht wichtig – wichtig ist, dass am Ende wieder ein Sieg steht. „Wir hatten gute Ergebnisse vor Weihnachten, und diesen Weg wollen wir fortsetzen“, sagte der Linksverteidiger, der sich sicher ist, dass am Ende der Klassenerhalt steht. Sicher dürfte auch sein, dass die Frage nach Augustinssons Zukunft spätestens im Sommer wieder gestellt wird.
Ludwig Augustinsson: Seine Karriere in Bildern




Schon gesehen?
Die WechselStube: der Gerüchte-Ticker
Hoffenheims Florian Grillitsch: „Wir wollen zocken“