Extra-Schienbeinschoner für Werder-Profi
Friedl schützt sich nun grün-weiß
Bremen - Er trug längst das Werder-Trikot, doch unter seinen Stutzen war noch der FC Bayern präsent: Marco Friedl sorgte Anfang April – also drei Monate nach seinem Wechsel von der Isar an die Weser – mit ganz persönlichen Schienbeinschonern für Aufsehen. Doch inzwischen schützt sich der 20-jährige Österreicher grün-weiß – und weitere Teamkollegen könnten bald folgen.
Andreas Keller wohnt in Geisingen im Schwarzwald. Von dort aus verändert der 35-Jährige gerade ein bisschen die Fußball-Welt. Denn immer mehr Profis vertrauen seinem Produkt. Dabei ist es eigentlich nichts Neues.
Werder-Schienbeinschoner für Friedl
Schienbeinschoner gibt es schon ewig, sie sind bei offiziellen Spielen sogar Pflicht – ob bei den Profis oder Amateuren. Doch kaum einer mag diese Dinger, sie stören. Nach Auswechslungen geht der erste Griff der Spieler meist Richtung Schienbeinschoner, bloß weg damit. Keller verspricht, dass sich seine extrem leichten Exemplare besser anpassen und kaum spürbar sind.
Doch allein der Tragekomfort hätte wohl nicht dafür gesorgt, dass es Kellers Schoner an die Beine des Brasilianers Dante (OGC Nizza) oder der Bundesligaspieler Timothy Chandler (Eintracht Frankfurt), Maximilian Philipp (Borussia Dortmund) oder eben auch Friedl geschafft haben. Es sind wohl eher die Bilder auf der Vorderseite der Schützer. Die sind frei wählbar. „Es geht jedes Foto“, sagt Keller: „Viele nehmen ihre Freundin oder ihre Kinder.“ Friedl, der noch ein Jahr vom FC Bayern an Werder ausgeliehen ist, hat sich in seiner Bremer Version für die Raute seines Clubs und ein Spielbild von sich selbst entschieden.
Bald auch Kainz und Eggestein mit individuellen Schonern?
Bei den Kindern ist das anders, die wählen oft Motive ihrer Lieblingsspieler. Und daher stammt auch die Idee für dieses Produkt. „Ein Freund hat mir erzählt, dass er in der E-Jugend Kinder gesehen hat, die sich ausgeschnittene Fotos von Ronaldo oder Messi auf die Schienbeinschoner geklebt haben. Wir machen das natürlich etwas professioneller“, berichtet Keller und schmunzelt.
Auf seiner Internetseite „profischoner.eu“ können die Kunden ihre Schoner selbst gestalten. Aus Bremen gibt es übrigens schon die nächsten Interessenten, verrät Keller: „Marco hat mir geschrieben, dass Florian Kainz und Johannes Eggestein ganz angetan von seinen neuen Schienbeinschonern sind.“
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