Nur zwei Tore in drei Testspielen
Kohfeldt sieht kein Offensivproblem
Zell - Drittes echtes Testspiel, erste Niederlage – und eine unschöne Erkenntnis: Werders Tormaschine läuft noch überhaupt nicht. Erst zwei Treffer haben die Bremer in den bisherigen Partien erzielt. Die 13 Tore zum lockeren Aufgalopp beim Blitzturnier mit den Amateurclubs OSC Bremerhaven und Eintracht Cuxhaven sind da kein Trost.
Doch Florian Kohfeldt wollte nach der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Köln von Problemen in der Abteilung Attacke nichts hören. „Ich habe trotzdem genug Offensivaktionen gesehen, aber der Abschluss könnte besser sein.“ So hätte Martin Harnik die Bremer schon nach drei Minuten in Führung bringen können, scheiterte aber freistehend an Timo Horn. Weitere große Werder-Chancen gab es vor der Pause nicht mehr. „Das 0:0 zur Halbzeit war ein bisschen glücklich“, gestand Kohfeldt, meinte aber sogleich: „Nach der zweiten Halbzeit muss man sich schon ein bisschen ärgern, dass es nicht 1:1 steht.“
Diesen Eindruck hatte der Coach ziemlich exklusiv. Denn viel mehr als Fernschüsse in der Schlussphase waren seinem Team nicht eingefallen. Köln agierte da wenigstens ein bisschen gefährlicher, Simon Terodde gelang das verdiente 1:0 (67.), allerdings mit Unterstützung von Werders Nachwuchskeeper Luca Plogmann.
Niederlage „kein Beinbruch“
Weder er noch seine Kollegen mussten jedoch harsche Kritik von Kohfeldt fürchten. Am Ende des anstrengenden Trainingslagers stellte sich der Coach schützend vor die Mannschaft: „Zu sagen, alles war gut, wäre Blödsinn. Klar, uns hat die Frische gefehlt. Ich habe aber keine Phase im Spiel gesehen, die katastrophal war. Allerdings auch keine, die mich zufrieden hat lächeln lassen. Für den jetzigen Stand der Vorbereitung ist die Niederlage aber kein Beinbruch.“
Schon am Samstag ist Werder beim Blitzturnier in Essen gefordert – und so meinte Kohfeldt abschließend noch: „Wir müssen jetzt schnell regenerieren.“
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