Peru hat noch Chancen auf Russland 2018
„Besonderer Tag“ – Pizarros WM-Traum könnte wahr werden
Bremen/Köln - Claudio Pizarro hat in seiner Laufbahn als Fußballer mehr erlebt als die meisten seiner Kollegen, doch auch im Alter von 39 Jahren steht Werders Ex-Stürmer am kommenden Mittwoch ein echter Höhepunkt bevor - wenn er dabei auch nicht selbst auf dem Platz steht.
Gemeinsam mit seiner Familie wird sich Pizarro das WM-Qualifikationsspiel zwischen seinem Heimatland Peru und Kolumbien ansehen (Anstoß nach deutscher Zeit ist um 1.30 Uhr) und dabei auf einen historischen Moment hoffen. Peru hat die große Chance, sich für die Endrunde in Russland zu qualifizieren. Für den Anden-Staat wäre es die erste WM-Teilnahme seit 1982. Im vorletzten Qualispiel erkämpfte sich Peru in der Nacht zu Freitag ein 0:0 bei Vize-Weltmeister Argentinien, die Aussichten auf eine Teilnahme an der WM 2018 sind nun sehr gut.
Mit Platz 5 noch alle Möglichkeiten offen
„Heute ist ein besonderer Tag für alle Peruaner!! Arriba Peru!!“, schrieb Pizarro am Freitagmorgen bei Twitter. In Südamerika gibt es - anders als in Europa - nur eine große Qualifikationsgruppe mit zehn Mannschaften. Die ersten Vier fahren sicher nach Russland, der Fünfte bestreitet die Relegation gegen den Ozeanien-Meister. Noch vor einigen Wochen war Peru in der Tabelle weit abgeschlagen, doch die Mannschaft hat sich rechtzeitig zum Finale zurückgemeldet. Aktuell rangiert „La Rojiblanca“ mit 26 Punkten auf Platz fünf. Argentinien ist punktgleich Sechster. Am letzten Spieltag empfängt Pizarros Heimatland am Mittwoch, 11. Oktober, den Vierten Kolumbien, der 26 Zähler hat.
Hoy es un dia especial para todos los peruanos!! Arriba Peru!! #todosunidos #siemprecontigoperu… https://t.co/MTBX4xX9NK
— Claudio Pizarro (@pizarrinha) 5. Oktober 2017
Die Peruaner haben also alles in der eigenen Hand. Pizarros letztes Länderspiel liegt zwar schon einige Zeit zurück (letztmals spielte er im März 2016 beim 1:0 gegen Uruguay), aber Pizarro wäre nicht Pizarro, wenn er bei einer Qualifikation Perus nicht an seine persönliche WM-Chance glauben würde. Zum Nationalcoach Ricardo Gareca habe er „viel Kontakt. Ich hoffe, dass ich dabei bin, falls es mit der Qualifikation klappt“, sagte er in einem Interview gegenüber „spox.de“.