Max Kruse Racing

Vom Platz auf die Piste: Kruse stellt seinen Rennstall vor

Werder-Profi Max Kruse (li.) und Rennfahrer Benjamin Leuchter präsentieren den neuen Boliden.
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Werder-Profi Max Kruse (li.) und Rennfahrer Benjamin Leuchter präsentieren den neuen Boliden.

Oldenburg - Es war Sonntagmittag, kurz vor 13.30 Uhr, als Max Kruse und Benjamin Leuchter in der EWE-Arena zu Oldenburg das große Geheimnis lüfteten. Etwas umständlich zerrten die beiden Männer an einer großen, grauen Plane, darunter kam ein Auto zum Vorschein.

Um genau zu sein: ein Golf GTI TCR, schlappe 350 PS, zwei Liter Hubraum, schwarz-gold lackiert, 18-Zoll-Felgen. Mit diesem Gefährt wird Rennfahrer Leuchter vom 13. bis 15. April in Oschersleben erstmals für „Max Kruse Racing“ beim Auftakt der „ADAC-TCR-Serie“ an den Start gehen. Die Automesse Oldenburg hatte sich Werder-Profi Kruse zuvor ausgesucht, um seinen Rennstall offiziell vorstellen zu können.

„Wir sind sehr stolz, dass wir heute unser Auto präsentieren können“, sagte der 30-Jährige über ein Mikrofon zu den Zuschauern. Etwa 200 Schaulustige, nahezu ausschließlich Familien, hatten sich bereits 45 Minuten vor dem Auftritt des Fußballstars um die blau-schwarzen Absperrbänder gedrängt. In der Luft eine Geruchsmischung irgendwo zwischen Gummi und frisch verlegtem Teppichboden. Die wummernden Technobeats, die aus zahlreichen Boxen kamen, verstummten, als Kruse und Leuchter später als angekündigt in die Halle kamen.

Kennengelernt haben sich die beiden Männer zu der Zeit als Kruse noch für den VfL Wolfsburg spielte. „Da habe ich mir ein neues Auto geholt, das ich sicher fahren wollte“, berichtete Kruse, der sich für ein Fahrtraining anmeldete und dabei auf Leuchter stieß. „Benny hat mir gezeigt, wie man ein schnelles Auto unter Kontrolle bekommt“, sagte Kruse. Später sei dann die Idee entstanden, einen Rennstall zu gründen. Auch „Max Kruse Racing“ bietet künftig Fahrtrainings an.

Zur Flotte des Rennstalls gehören zwei Golf GTI TCR. Einen fährt Leuchter im Rennbetrieb, im anderen können sich Kunden unter Anleitung probieren. „Uns geht es um das Thema sicheres Fahren mit Verantwortung, nicht darum, wild durch die Gegend zu rasen, sondern sein Auto immer unter Kontrolle zu haben“, erklärte Leuchter.

Als beide Männer gesagt hatten, was sie zu „Max Kruse Racing“ zu sagen hatten, gab es für die Fans noch ein paar Autogramme, dann war der Auftritt auch schon wieder vorbei, und die Automesse in Oldenburg ging planmäßig weiter. Kruses Rennauto blieb freilich noch in der großen Halle stehen, es ist ja auch ein echter Hingucker. Gut platziert war es auch: Zwischen Nissan Micra und Opel Crossland stach es besonders ins Auge.

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