Werder-Legende

Torsten Frings bei Darmstadt 98 entlassen

Torsten Frings ist nicht mehr Cheftrainer beim SV Darmstadt 98.
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Torsten Frings ist nicht mehr Cheftrainer beim SV Darmstadt 98.

Darmstadt - Aus für Torsten Frings: Der Zweitligist SV Darmstadt hat den ehemaligen Profi und Ex-Co-Trainer des SV Werder mit sofortiger Wirkung entlassen.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, weil wir Torsten Frings fachlich und menschlich außerordentlich schätzen. Nach intensiver Analyse der aktuellen sportlichen Entwicklung sind wir aber zu der Auffassung gelangt, diesen schmerzhaften Schritt vollziehen zu müssen“, wird Darmstadt-Präsident Rüdiger Fritsch auf der Vereinsseite zitiert.

Frings übernahm die „Lillien“ kurz nach Weihnachten 2016. Seitdem stand der 41-Jährige in 36 Pflichtspielen als Cheftrainer an der Seitenlinie der Darmstädter. Aktuell steht der Sportverein mit 18 Punkten auf dem Relegationsplatz - zwei Zähler hinter dem FC St. Pauli. Nachdem Darmstadt das direkte Duell gegen Erzgebirge Aue mit 0:1 verloren hatte, wurde der Ex-Bremer nun entlassen.

Neben Frings musste auch dessen Co-Trainer Björn Müller gehen. „Wir danken Torsten und Björn ausdrücklich für ihre geleistete Arbeit. Sie haben in der vergangenen Winterpause die Mannschaft zu einem schwierigen Zeitpunkt übernommen und ihr in der Bundesliga-Rückrunde neues Leben eingehaucht“, sagte Fritsch. Über die Nachfolge wird der Verein zu gegebener Zeit informieren.

Torsten Frings - Eine Legende bei Werder Bremen

Kurz vor Weihnachten 1996 stellen Manager Willi Lemke (l.) und Trainer "Dixie" Dörner Torsten Frings bei Werder Bremen als Neuzugang von Alemannia Aachen vor.
Kurz vor Weihnachten 1996 stellen Manager Willi Lemke (l.) und Trainer "Dixie" Dörner Torsten Frings bei Werder Bremen als Neuzugang von Alemannia Aachen vor. © imago
Frings wird schnell Stammspieler im Bremer Ensemble um Vereins-Ikone Dieter Eilts (r.). In den ersten Spielzeiten landet Werder auf Mittelfeldplätzen, rettete sich 1999 sogar nur knapp vor dem Abstieg.
Frings wird schnell Stammspieler im Bremer Ensemble um Vereins-Ikone Dieter Eilts (r.). In den ersten Spielzeiten landet Werder auf Mittelfeldplätzen, rettete sich 1999 sogar nur knapp vor dem Abstieg. © imago
Trotz einer Krisen-Saison gewinnt Werder 1999 mit Torsten Frings den DFB-Pokal. In einem dramatischen Elfmeter-Krimi gegen Bayern München holt Frings seinen ersten Profi-Titel.
Trotz einer Krisen-Saison gewinnt Werder 1999 mit Torsten Frings den DFB-Pokal. In einem dramatischen Elfmeter-Krimi gegen Bayern München holt Frings seinen ersten Profi-Titel. © imago
Am 27. Januar 2001 bestreitet Torsten Frings im Pariser Stade de France sein erstes Spiel für die deutsche A-Nationalmannschaft. Das Spiel gegen Frankreich endet 0:1.
Am 27. Januar 2001 bestreitet Torsten Frings im Pariser Stade de France sein erstes Spiel für die deutsche A-Nationalmannschaft. Das Spiel gegen Frankreich endet 0:1. © imago
Unter Thomas Schaaf setzt sich Werder mit Torsten Frings wieder in der oberen Tabellenhälfte der Bundesliga fest.
Unter Thomas Schaaf setzt sich Werder mit Torsten Frings wieder in der oberen Tabellenhälfte der Bundesliga fest. © imago
Mit Platz sechs in der Liga qualifiziert sich Werder Bremen 2002 mal wieder für den Uefa-Cup. Leistungsträger Torsten Frings...
Mit Platz sechs in der Liga qualifiziert sich Werder Bremen 2002 mal wieder für den Uefa-Cup. Leistungsträger Torsten Frings... © imago
... entscheidet sich für den Trikotwechsel. Er wechselt zum Deutschen Meister Borussia Dortmund. Dort bleibt er von 2002 bis 2004, ehe er...
... entscheidet sich für den Trikotwechsel. Er wechselt zum Deutschen Meister Borussia Dortmund. Dort bleibt er von 2002 bis 2004, ehe er... © imago
...zum Rekordmeister Bayern München weiterzieht. Beim FCB bleibt Frings zwar nur eine Saison, gewinnt aber das Double aus Meisterschaft und Pokal 2005.
...zum Rekordmeister Bayern München weiterzieht. Beim FCB bleibt Frings zwar nur eine Saison, gewinnt aber das Double aus Meisterschaft und Pokal 2005. © imago
2005 kehrt Torsten Frings an die Weser zurück. Werder ist mittlerweile ein Spitzenteam und startet in der Champions League gegen Teams wie den FC Barcelona.
2005 kehrt Torsten Frings an die Weser zurück. Werder ist mittlerweile ein Spitzenteam und startet in der Champions League gegen Teams wie den FC Barcelona. © nordphoto
Torsten Frings ist bei Werder ein absoluter Leader, Kapitän war aber zunächst noch Frank Baumann, der 2009 den DFB-Pokal in die Höhe recken darf.
Torsten Frings ist bei Werder ein absoluter Leader, Kapitän war aber zunächst noch Frank Baumann, der 2009 den DFB-Pokal in die Höhe recken darf. © nordphoto
Baumann beendete nach dem Pokalsieg seine Karriere, Frings übernahm die Binde. 2011 verlässt Frings mit 34 Jahren die Bühne Bundesliga...
Baumann beendete nach dem Pokalsieg seine Karriere, Frings übernahm die Binde. 2011 verlässt Frings mit 34 Jahren die Bühne Bundesliga... © nordphoto
... und schließt sich für zwei Jahre dem FC Toronto an. In der MLS trifft er unter anderem auf seinen alten Werder-Weggefährten Frank Rost (damals New York Red Bulls).
... und schließt sich für zwei Jahre dem FC Toronto an. In der MLS trifft er unter anderem auf seinen alten Werder-Weggefährten Frank Rost (damals New York Red Bulls). © imago
2013 ist endgültig Schluss mit der aktiven Karriere. Sein Abschiedsspiel im Bremer Weserstadion nennt Torsten Frings "My Last Game in Green".
2013 ist endgültig Schluss mit der aktiven Karriere. Sein Abschiedsspiel im Bremer Weserstadion nennt Torsten Frings "My Last Game in Green". © nordphoto
Frings' Weg bei Werder sollte aber dort nicht enden. Er wurde Co-Trainer von Viktor Skripnik (l.) - zunächst in der U23, von 2014 bis 2016 auch bei den Profis.
Frings' Weg bei Werder sollte aber dort nicht enden. Er wurde Co-Trainer von Viktor Skripnik (l.) - zunächst in der U23, von 2014 bis 2016 auch bei den Profis. © gumzmedia
Das Gespann rettete Werder zweimal vor dem Abstieg. Nach katastrophalem Saisonstart 2016/2017 mussten Skripnik und Frings gehen. Der Manager, der sie entließ: Frank Baumann.
Das Gespann rettete Werder zweimal vor dem Abstieg. Nach katastrophalem Saisonstart 2016/2017 mussten Skripnik und Frings gehen. Der Manager, der sie entließ: Frank Baumann. © gumzmedia
Langweilig wird Torsten Frings nach seinem Abschied aus Bremen nicht. Im November 2016 besucht er das Wrestling-Debüt seines Kumpels Tim Wiese.
Langweilig wird Torsten Frings nach seinem Abschied aus Bremen nicht. Im November 2016 besucht er das Wrestling-Debüt seines Kumpels Tim Wiese. © nordphoto
Kurz vor Jahresende 2016 wird Torsten Frings erstmals Bundesliga-Cheftrainer. Der 40-Jährige übernimmt den stark abstiegsbedrohten Tabellenletzten Darmstadt 98.
Kurz vor Jahresende 2016 wird Torsten Frings erstmals Bundesliga-Cheftrainer. Der 40-Jährige übernimmt den stark abstiegsbedrohten Tabellenletzten Darmstadt 98. © gumzmedia
Am 9. Dezember 2017 wurde Frings nach insgesamt 36 Pflichtspielen beim SV Darmstadt entlassen.
Am 9. Dezember 2017 wurde Frings nach insgesamt 36 Pflichtspielen beim SV Darmstadt entlassen. © gumzmedia

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