Kampf um den Klassenerhalt

Frings glaubt an Werder - und hofft auf HSV-Rettung

Torsten Frings ist seit seiner Entlassung bei Darmstadt 98 ohne Job im Fußball.
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Torsten Frings ist seit seiner Entlassung bei Darmstadt 98 ohne Job im Fußball.

Valencia/Bremen - Es sind nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz – zu wenig für Werder Bremen, um sich sicher fühlen zu können. Ex-Werder-Profi Torsten Frings hat allerdings keinen Zweifel daran, dass am Saisonende der Klassenerhalt stehen wird.

„Ich rechne fest damit, dass Werder nicht absteigen wird“, sagte der 41-Jährige bei der Präsentation des spanischen Formel-2-Rennstalls Campos Vexatec Racing in Valencia. Der von seinem ehemaligen Co-Trainer-Kollegen Florian Kohfeldt geführten Mannschaft attestiert der Ex-Nationalspieler, sich „ein bisschen stabilisiert“ zu haben: „Trotzdem ist es noch eine gefährliche Situation.“

Deutlich schlimmer als Werder geht es dem Hamburger SV. Vorletzter in der Tabelle, sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, seit zwölf Spielen ohne Sieg – da fällt es Frings schwer, noch an die Rettung zu glauben.

„Wegen der Derbys“ - Frings hofft auf HSV-Klassenerhalt

„Eine Stadt wie Hamburg braucht einen Bundesligisten. Aber ich glaube auch, dass es sehr, sehr schwer wird“, meint der 41-Jährige. Schadenfreude für den Bremer Erzrivalen empfindet Frings allerdings nicht: „Ich würde mich freuen, wenn Hamburg drin bleibt. Alleine wegen der Derbys gegen Werder. Das war immer eine hitzige Atmosphäre früher.“

Selbst erlebt Torsten Frings hitzige Atmosphären derzeit nur noch als neutraler Tribünengast. Seit er Anfang Dezember bei Zweitligist Darmstadt 98 beurlaubt wurde, ist er ohne Job im Fußball. Derzeit arbeitet er unter anderem als Experte für das Schweizer Unternehmen Vexatec, einen Entwickler von Sport-Kompressionshirts mit integrierten Daten-Monitoring-Systemen.

(csa/sid)

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Torsten Frings - Eine Legende bei Werder Bremen

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Kurz vor Weihnachten 1996 stellen Manager Willi Lemke (l.) und Trainer "Dixie" Dörner Torsten Frings bei Werder Bremen als Neuzugang von Alemannia Aachen vor. © imago
Frings wird schnell Stammspieler im Bremer Ensemble um Vereins-Ikone Dieter Eilts (r.). In den ersten Spielzeiten landet Werder auf Mittelfeldplätzen, rettete sich 1999 sogar nur knapp vor dem Abstieg.
Frings wird schnell Stammspieler im Bremer Ensemble um Vereins-Ikone Dieter Eilts (r.). In den ersten Spielzeiten landet Werder auf Mittelfeldplätzen, rettete sich 1999 sogar nur knapp vor dem Abstieg. © imago
Trotz einer Krisen-Saison gewinnt Werder 1999 mit Torsten Frings den DFB-Pokal. In einem dramatischen Elfmeter-Krimi gegen Bayern München holt Frings seinen ersten Profi-Titel.
Trotz einer Krisen-Saison gewinnt Werder 1999 mit Torsten Frings den DFB-Pokal. In einem dramatischen Elfmeter-Krimi gegen Bayern München holt Frings seinen ersten Profi-Titel. © imago
Am 27. Januar 2001 bestreitet Torsten Frings im Pariser Stade de France sein erstes Spiel für die deutsche A-Nationalmannschaft. Das Spiel gegen Frankreich endet 0:1.
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... entscheidet sich für den Trikotwechsel. Er wechselt zum Deutschen Meister Borussia Dortmund. Dort bleibt er von 2002 bis 2004, ehe er... © imago
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...zum Rekordmeister Bayern München weiterzieht. Beim FCB bleibt Frings zwar nur eine Saison, gewinnt aber das Double aus Meisterschaft und Pokal 2005. © imago
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2005 kehrt Torsten Frings an die Weser zurück. Werder ist mittlerweile ein Spitzenteam und startet in der Champions League gegen Teams wie den FC Barcelona. © nordphoto
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Torsten Frings ist bei Werder ein absoluter Leader, Kapitän war aber zunächst noch Frank Baumann, der 2009 den DFB-Pokal in die Höhe recken darf. © nordphoto
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... und schließt sich für zwei Jahre dem FC Toronto an. In der MLS trifft er unter anderem auf seinen alten Werder-Weggefährten Frank Rost (damals New York Red Bulls).
... und schließt sich für zwei Jahre dem FC Toronto an. In der MLS trifft er unter anderem auf seinen alten Werder-Weggefährten Frank Rost (damals New York Red Bulls). © imago
2013 ist endgültig Schluss mit der aktiven Karriere. Sein Abschiedsspiel im Bremer Weserstadion nennt Torsten Frings "My Last Game in Green".
2013 ist endgültig Schluss mit der aktiven Karriere. Sein Abschiedsspiel im Bremer Weserstadion nennt Torsten Frings "My Last Game in Green". © nordphoto
Frings' Weg bei Werder sollte aber dort nicht enden. Er wurde Co-Trainer von Viktor Skripnik (l.) - zunächst in der U23, von 2014 bis 2016 auch bei den Profis.
Frings' Weg bei Werder sollte aber dort nicht enden. Er wurde Co-Trainer von Viktor Skripnik (l.) - zunächst in der U23, von 2014 bis 2016 auch bei den Profis. © gumzmedia
Das Gespann rettete Werder zweimal vor dem Abstieg. Nach katastrophalem Saisonstart 2016/2017 mussten Skripnik und Frings gehen. Der Manager, der sie entließ: Frank Baumann.
Das Gespann rettete Werder zweimal vor dem Abstieg. Nach katastrophalem Saisonstart 2016/2017 mussten Skripnik und Frings gehen. Der Manager, der sie entließ: Frank Baumann. © gumzmedia
Langweilig wird Torsten Frings nach seinem Abschied aus Bremen nicht. Im November 2016 besucht er das Wrestling-Debüt seines Kumpels Tim Wiese.
Langweilig wird Torsten Frings nach seinem Abschied aus Bremen nicht. Im November 2016 besucht er das Wrestling-Debüt seines Kumpels Tim Wiese. © nordphoto
Kurz vor Jahresende 2016 wird Torsten Frings erstmals Bundesliga-Cheftrainer. Der 40-Jährige übernimmt den stark abstiegsbedrohten Tabellenletzten Darmstadt 98.
Kurz vor Jahresende 2016 wird Torsten Frings erstmals Bundesliga-Cheftrainer. Der 40-Jährige übernimmt den stark abstiegsbedrohten Tabellenletzten Darmstadt 98. © gumzmedia
Am 9. Dezember 2017 wurde Frings nach insgesamt 36 Pflichtspielen beim SV Darmstadt entlassen.
Am 9. Dezember 2017 wurde Frings nach insgesamt 36 Pflichtspielen beim SV Darmstadt entlassen. © gumzmedia

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