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Bremen - „Viel Arbeit, diverse Straftaten und unterbundene Auseinandersetzungen“, heißt es zur vorläufigen Nordderby-Bilanz in der Pressemitteilung der Polizei Bremen.
Das Sicherheitskonzept sei aber aufgegangen, größere Konfrontationen seien durch strikte Fan-Trennung und konsequentes Einschreiten unterbunden worden. Nach Angaben der Polizei wurden 1.800 Gästefans mit 28 Shuttle-Bussen vom Nordausgang des Hauptbahnhofes zum Osterdeich gebracht. Bereits am späten Vormittag seien etwa 200 Hamburger Ultras individuell angereist, die in der Neustadt per Shuttle-Bus abgeholt und zum Stadion gebracht wurden.
HSV-Hooligans wollten Bremer Gaststätte stürmen
In der Pressemitteilung heißt es zudem: „Am Nachmittag versuchten etwa 30 teilweise vermummte Hamburger, die dem Hooligan Spektrum zuzuordnen waren, eine Gaststätte mit vornehmlich Bremer Ultras zu stürmen. Einsatzkräfte gingen rechtzeitig dazwischen und nahmen die Männer bis Spielende in Gewahrsam.“ Es wird nun wegen Landfriedensbruch ermittelt.
Darüber hinaus wurden im Gäste-Fanblock schon kurz nach Spielbeginn Feuerwerkskörper und Pyro-Technik abgebrannt. Trotz mehrmaliger Aufforderung des Stadionsprechers wurde das Zündeln nicht eingestellt – in Konsequenz wurde die Partie von Schiedsrichter Felix Zwayer mehrmals unterbrochen. Wie die Polizei Bremen mitteilt, ist eine Person beim Abbrennen der Pyrotechnik verletzt worden und musste im Krankenhaus behandelt werden. Ein Tatverdächtiger wurde vorläufig festgenommen, die Polizei ermittelt unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetzes.
Zudem kam es nach dem Spiel zu Ausschreitungen vor dem Weserstadion. Nach Angaben der Bremer Polizei „versuchten Anhänger beider Vereine vor dem Stadion aufeinander loszugehen“. Im Rahmen des Nordderby-Sicherheitskonzeptes, das strikte Fan-Trennung vorsieht, hat die Polizei nach eigenen Angaben Schlagstöcke, Pfefferspray und Wasserwerfer eingesetzt, um die beiden Lager zu trennen.
Zusätzlich hätten es die Einsatzkräfte am Samstag „mit typischen Begleiterscheinungen eines Hochrisikospiels“ zu tun gehabt: Sachbeschädigungen, Körperverletzungen, Beleidigungen, sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetz.