Bittere Werder-Pleite gegen Heidenheim

Die Brust soll breit bleiben: Werder will sich von erster Pflichtspielniederlage im Jahr 2024 nicht aus dem Tritt bringen lassen

Die Enttäuschung war groß beim SV Werder Bremen nach der bitteren Pleite gegen Heidenheim - aus der Bahn werfen soll die erste Pflichtniederlage im Jahr 2024 die Grün-Weißen aber nicht.
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Die Enttäuschung war groß beim SV Werder Bremen nach der bitteren Pleite gegen Heidenheim - aus der Bahn werfen soll die erste Pflichtniederlage im Jahr 2024 die Grün-Weißen aber nicht.

Werder Bremen hat seine erste Pflichtspielniederlage im Jahr 2024 kassiert - ausgerechnet im besonderen Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim, das ganz im Zeichen des 125-jährigen Vereinsjubiläums stand. Wie die Bremer Spieler und Verantwortlichen mit der bitteren Pleite umgehen.

Bremen – Natürlich war Marco Friedl am Ende doch gekommen. Und lachen konnte der Kapitän des SV Werder Bremen während der großen 125-Jahr-Feier am Samstagabend auch schon wieder. Kurz zuvor hatte das noch etwas anders ausgesehen. Unmittelbar nach der 1:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Heidenheim gab sich der Österreicher ziemlich zerknirscht: „Es tut mir unfassbar leid, dass wir den Geburtstag nicht verschönern konnten“, sagte er. „Ich habe jetzt relativ wenig bis eigentlich gar keine Lust mehr auf Party, aber klar, da müssen wir hin. Wir schauen uns das an, aber mit einem Sieg im Gepäck wäre es natürlich schöner gewesen.“ Erstmals in diesem Jahr hat Werder ein Spiel verloren, war insgesamt sogar sieben Partien in Folge unbezwungen geblieben. Ein Dämpfer, der niemandem schmeckte. „Dass die Serie irgendwann reißt, war uns klar“, meinte Friedl, „aber dass es ausgerechnet heute bei dem Drumherum passiert ist, ist bitter.“

Werder Bremens Ole Werner nach Pleite gegen Heidenheim: „Wir haben 15, 20 Minuten viel zu kompliziert gespielt“

Statt des möglichen Sprungs auf Tabellenplatz sieben ging es erst einmal runter auf Rang zehn. Den Beweis, dass der SV Werder Bremen womöglich doch zu Höherem berufen ist, blieben die Grün-Weißen gegen den 1. FC Heidenheim vor allem im ersten Durchgang schuldig. Zugegeben, vielleicht wäre der Nachmittag komplett anders verlaufen, wenn Jens Stage bereits in der vierten Minute seine Riesenchance zur Führung genutzt hätte. Die Stimmung im Wohninvest Weserstadion wäre vermutlich kurzzeitig explodiert, nur Augenblicke nach der beeindruckenden Choreo der Fans hätte es direkt den nächsten emotionalen Höhepunkt gegeben. Gab es aber nicht. Stattdessen hagelte es kurz darauf zwei Gegentore durch Lennard Maloney (12.) und Jan-Niklas Beste (18.). „Wir haben 15, 20 Minuten viel zu kompliziert gespielt und Heidenheim durch Ballverluste eingeladen, zu Offensivaktionen zu kommen“, monierte Cheftrainer Ole Werner. Immerhin: Romano Schmid hatte per Kopf schnell auf 1:2 verkürzt (19.), sodass der Stimmung in der Arena nicht komplett der Stecker gezogen wurde.

Werder Bremens Ole Werner nach Pleite gegen Heidenheim: „Unter dem Strich hat die effizientere Mannschaft gewonnen“

Werder Bremen tat sich dennoch auch in der Folge unheimlich schwer gegen den 1. FC Heidenheim. Vor allem verursachten die Gastgeber viel zu viele gegnerische Standards, allein das Eckenverhältnis von 5:10 sprach am Ende Bände. Und nach ruhenden Bällen sorgten die Süddeutschen reihenweise für Gefahr. Erst im zweiten Durchgang kreierten auch die Grün-Weißen wieder vermehrt brenzlige Situationen im Strafraum der Heidenheimer, am Ende verhinderte der Pfosten mehrmals den ersehnten Ausgleichstreffer. „Dadurch, dass wir unsere Möglichkeiten nicht genutzt haben, hat unter dem Strich die effizientere Mannschaft gewonnen“, bilanzierte Ole Werner. „Das war der Unterschied zu den Vorwochen, wo wir in den richtigen Momenten unsere Tore gemacht haben.“ Dieses Versäumnis ärgerte auch Werders Torschütze Romano Schmid enorm: „Es war ein ähnliches Spiel wie in der Hinrunde in Heidenheim. Da hätten wir auch nicht verlieren müssen, und jetzt passiert es wieder“, erinnerte der 24-Jährige an die 2:4-Pleite von vor ein paar Monaten und meinte gar: „Wir dürfen dieses Spiel nicht verlieren, sondern müssen es bei den Chancen eigentlich gewinnen.“

Die besten Bilder der Mega-Choreo zum 125. Werder-Geburtstag

Wahnsinn! Die große Choreo der Ultras zum 125. Geburtstag des SV Werder Bremen nochmal zum Genießen: Die DeichStube zeigt die besten Bilder.
Wahnsinn! Die große Choreo der Ultras zum 125. Geburtstag des SV Werder Bremen nochmal zum Genießen: Die DeichStube zeigt die besten Bilder. © IMAGO/osnapix
Wahnsinn! Die große Choreo der Ultras zum 125. Geburtstag des SV Werder Bremen nochmal zum Genießen: Die DeichStube zeigt die besten Bilder.
Wahnsinn! Die große Choreo der Ultras zum 125. Geburtstag des SV Werder Bremen nochmal zum Genießen: Die DeichStube zeigt die besten Bilder. © gumzmedia / nordphoto
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Wahnsinn! Die große Choreo der Ultras zum 125. Geburtstag des SV Werder Bremen nochmal zum Genießen: Die DeichStube zeigt die besten Bilder. © gumzmedia / nordphoto
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Wahnsinn! Die große Choreo der Ultras zum 125. Geburtstag des SV Werder Bremen nochmal zum Genießen: Die DeichStube zeigt die besten Bilder. © gumzmedia / nordphoto
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Wahnsinn! Die große Choreo der Ultras zum 125. Geburtstag des SV Werder Bremen nochmal zum Genießen: Die DeichStube zeigt die besten Bilder. © gumzmedia / nordphoto
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Wahnsinn! Die große Choreo der Ultras zum 125. Geburtstag des SV Werder Bremen nochmal zum Genießen: Die DeichStube zeigt die besten Bilder. © gumzmedia / nordphoto
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Wahnsinn! Die große Choreo der Ultras zum 125. Geburtstag des SV Werder Bremen nochmal zum Genießen: Die DeichStube zeigt die besten Bilder. © gumzmedia / nordphoto
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Wahnsinn! Die große Choreo der Ultras zum 125. Geburtstag des SV Werder Bremen nochmal zum Genießen: Die DeichStube zeigt die besten Bilder. © gumzmedia / nordphoto
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Doch genau das gelang nicht. Die Bilanz des SV Werder Bremen gegen die Aufsteiger bleibt in dieser Saison ernüchternd. Zwei Niederlagen gegen den 1. FC Heidenheim tauchen in der Statistik auf, zudem gab es eine Schlappe in Darmstadt – bei jenem Team, das im nächsten Heimspiel am 24. Februar (15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) im Weserstadion zu Gast sein wird. Dort geht es um Punkte, die im Normalfall geholt werden sollten, wenn der Klassenerhalt gesichert werden will. Oder ist diese Kalkulation zu banal? „Ich setze mich nicht am Anfang der Saison hin und rechne aus, gegen wen wir Punkte holen sollten und gegen wen nicht“, hob Chefcoach Ole Werner hervor. „Wenn man da so rangeht, kann man verschiedene Sachen zu Rate ziehen – wo die Mannschaften letzte Saison gelandet sind oder wie viel Geld sie zur Verfügung haben oder sonst was –, dann wirst du als Werder Bremen schwer auf 40 Punkte kommen.“ Der 35-Jährige wiederholte daher ein anderes Mantra: „Du musst einfach schauen, dass du von Spiel zu Spiel bestmöglich deine Hausaufgaben machst.“

Werder Bremens Marco Friedl: „Die Niederlage wirft uns nicht zurück, weil wir wissen, dass wir für die Fehler verantwortlich waren“

Noch vor dem Darmstadt-Spiel gilt es diese zunächst am kommenden Freitag im Duell beim 1. FC Köln (20.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) zu erledigen. „Man kann durchaus davon sprechen, dass es heute Unvermögen war und wir uns an die eigene Nase packen müssen. Das Schöne ist aber, dass wir jetzt eine kurze Woche haben und es schnell wieder besser machen können“, wagte Marco Friedl bereits einen optimistischen Blick in die Zukunft. „Die jetzige Niederlage wird uns nicht zurückwerfen, weil wir wissen, dass einzig und allein wir für die Fehler verantwortlich waren und damit auch dafür, dass wir dieses Spiel nicht gewonnen haben. Es lag nicht daran, dass der Gegner um Klassen besser war, sondern daran, dass wir nicht die Intensität an den Tag gelegt haben, die wir in den letzten Wochen an den Tag gelegt haben. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass es nächste Woche schon wieder anders aussieht.“ Romano Schmid erging es ganz ähnlich, er meinte forsch: „Wir sind eine geile Mannschaft. Wir lassen uns nicht beirren und gehen auch die nächsten Aufgaben wieder mit breiter Brust an.“ Damit es möglichst schnell auch sportlich wieder etwas bei Werder Bremen zu feiern gibt. (mbü)

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