Spieler-Gehälter der Bundesliga
13 Clubs zahlten mehr Geld für ihre Profis als Werder Bremen
Bremen/Frankfurt – In der Bundesliga verdienen Fußball-Profis ziemlich gut, aber der Unterschied der Spieler-Gehälter zwischen den einzelnen Clubs wie Werder Bremen und dem FC Bayern ist da schon enorm. Erstmals veröffentlichte die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Mittwoch vergleichbare Zahlen aller Erst- und Zweitligisten.
Dabei geht es nicht um die abgelaufene Saison, sondern um die Spielzeit 2017/18. Aber auch diese Werte geben einen guten Hinweis darauf, wie die finanziellen Verhältnisse in der Bundesliga sind – und welch kleine Rolle der SV Werder Bremen bei den Spieler-Gehältern der Bundesliga spielt.
Die Bremer gaben für das Gehalt ihres Personals in der Saison 2017/18 58,35 Millionen Euro aus. Damit wurden freilich nicht nur die Profis bezahlt, sondern auch die Geschäftsführung, die Trainer und die zahlreichen Mitarbeiter. Der Anteil der Nicht-Fußballer an der Gesamtausgabe eines Clubs variiert natürlich von Verein zu Verein. Trotzdem ist ein Bundesliga-Vergleich durchaus zulässig. Werder Bremen belegt in diesem Ranking nur den 14. Platz. Lediglich in Hannover, Mainz, Freiburg und Augsburg wurde weniger bezahlt.
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Spieler-Gehälter in der Bundesliga: FC Bayern ganz oben, Werder Bremen auf Platz 14
Werder Bremen hat sich durch anderthalb sportlich gute Jahre sicherlich wieder größeren finanziellen Spielraum geschaffen, hat zum Beispiel die TV-Einnahmen steigern können. Doch die Aussage von Coach Florian Kohfeldt – getroffen kürzlich im Interview mit der „DeichStube“ – ist nun wesentlich nachvollziehbarer: „Bei aller Euphorie gehört auch immer eine gewisse Portion Realismus dazu. Es wird nächstes Jahr zehn bis elf Vereine geben, die über deutlich mehr finanzielle Möglichkeiten verfügen als wir. Trotzdem werden wir darüber nicht klagen, sondern versuchen, diesen Nachteil mit vielen kleinen, guten Entscheidungen wettzumachen.“
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Beim Blick nach ganz oben dürfte das allerdings ganz schwierig werden. Der FC Bayern gab fast sechs Mal so viel für sein Personal aus wie Werder Bremen: satte 315,02 Millionen Euro. Aber auch Dortmund, Wolfsburg, Schalke und Leverkusen sind weit enteilt. Die Bundesliga-Rangliste der Personalkosten und damit auch der Spieler-Gehälter im Überblick:
| Vereine | Personalaufwand in Millionen Euro | Tabellenplatz |
|---|---|---|
| 1. FC Bayern München | 315,02 | 1. |
| 2. Borussia Dortmund | 186,72 | 4. |
| 3. VfL Wolfsburg | 127,87 | 16. |
| 4. FC Schalke 04 | 124,87 | 2. |
| 5. Bayer Leverkusen | 110,65 | 5. |
| 6. RB Leipzig | 105,32 | 6. |
| 7. VfB Stuttgart | 83,71 | 7. |
| 8. Bor. Mönchengladbach | 82,93 | 9. |
| 9. 1899 Hoffenheim | 77,08 | 3. |
| 10. Hamburger SV | 74,79 | 17. |
| 11. Eintracht Frankfurt | 72,19 | 8. |
| 12. 1. FC Köln | 65,922 | 18. |
| 13. Hertha BSC | 60,95 | 10. |
| 14. Werder Bremen | 58,35 | 11. |
| 15. Hannover 96 | 52,75 | 13. |
| 16. FSV Mainz 05 | 44,48 | 14. |
| 17. SC Freiburg | 40,22 | 15. |
| 18. FC Augsburg | 32,41 | 12. |
Hinweis: Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 bilanzieren nicht wie die anderen Clubs pro Saison mit dem Stichtag 30. Juni, sondern im Kalenderjahr. Für diese Auflistung wurde das Jahr 2018 zu Grunde gelegt. Zum Personalaufwand zählen nicht nur die Gehälter für die Fußball-Profis, sondern aller Mitarbeiter (zwischen zehn und 20 Prozent der Gesamtsumme). Quelle: DFL
Bremen wird aber auch bezahlt, zum Beispiel für den Stadionnamen. Werder Bremen hat die Namensrechte vom Weserstadion verkauft.