Nach 2:2 am Samstag

„Kriegen wegen jeder Sch**** ein Tor“: Werder Bremen ärgert sich über Unentschieden gegen Stuttgart - die Stimmen zum Spiel

Werder Bremen ärgert sich, dass gegen den VfB Stuttgart nicht mehr als ein Punkt heraussprang.
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Werder Bremen ärgert sich, dass gegen den VfB Stuttgart nicht mehr als ein Punkt heraussprang.

Der SV Werder Bremen hat im Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart 2:2 gespielt. Die Stimmen zum Unentschieden von Trainer Ole Werner und Co..

Ole Werner (Trainer SV Werder Bremen): „Von der Leistung her war das ein gutes Heimspiel von uns. Wie immer bei so einem Unentschieden ist es so, wenn du selber mit einer Führung in die letzten Minuten gehst und es nur ein Punkt wird, drückt es ein bisschen die Stimmung. Wir haben vor ein paar Wochen den umgekehrten Fall erlebt gegen Leverkusen. Mir ist es wichtig, dass wir uns auf die Leistung konzentrieren. In der ersten Halbzeit war es auch unser Ansatz, Tempo aus dem Spiel zu nehmen, Räume zuzustellen, aus diesen Situationen umzuschalten oder auch Ballbesitzphasen zu entwickeln, das ist uns gut gelungen. In der zweiten Halbzeit war es ein offeneres Spiel, in dem es wilder wurde, was uns lange Zeit echt gut getan hat und wo wir auch früher 2:1 in Führung hätten gehen können oder müssen. Dann gehst du 2:1 in Führung und dann ist es einfach sehr ärgerlich, dass wir es nicht schaffen, diese Führung über die Ziellinie zu bringen. Vom Rückzugsverhalten, von der Tiefensicherung ist es dann nicht gut, und eine Mannschaft wie Stuttgart nutzt das eben für sich. Von daher: Leistung wirklich positiv und gut - wenn man sich über einen Punkt gegen den VfB Stuttgart ärgert, dann ist man generell von der Art und Weise auf einem vernünftigen Weg, und trotzdem ist es dann der nächste Schritt, aus so einem Spiel zwei Punkte mehr mitzunehmen und am Ende den Killerinstinkt zu haben.“

Werder Bremen-Kapitän Marco Friedl ärgert über „billige“ Gegentore gegen VfB Stuttgart

Marco Friedl (Kapitän SV Werder Bremen): „Ich kann das Gleiche sagen wie letzte Woche: viel zu billig. Wir brauchen zu viele Chancen und kriegen wegen jeder Scheiße ein Tor. Wir haben zwei Chancen zugelassen. Wir kriegen viel zu einfach die Gegentore. Es sind ärgerliche Fehler, weil wir es ja eigentlich gut machen. Aber trotzdem stehst du wieder hier, hast wieder zwei Gegentore kassiert, kannst wieder vier Tore schießen. Die komplette Mannschaft einfach. Wenn du was erreichen willst, musst du solche Spiele ziehen. Musst du letzte Woche was mitnehmen, heute musst du das Spiel gewinnen. Das ist einfach extrem ärgerlich und nervt mich auch unglaublich. In solchen Spielen merkt man einfach, dass wir noch nicht so weit sind, wie wir gerne wollen würden.“

Justin Njinmah (Stürmer SV Werder Bremen): „Ich bin einfach nur unfassbar sauer. Wir hatten so viele Standards, Eckbälle, freie Füße im letzten Drittel. Wir müssen das Spiel heute gewinnen. Natürlich läufst du gegen Stuttgart auch mal fünf Minuten hinterher. Aber so viele Chancen, wie wir haben, und dann kassieren wir so einfache Tore… Beim Führungstor dachte ich: Hey, heute wird ein geiler Tag. Aber es wurde dann kein geiler Tag. Das ist, glaube ich, das Glück, dass wir uns ein bisschen erkämpfen müssen. Wir schießen zwei Tore gegen Stuttgart. Aber die Tore, die wir dann kassieren, sind viel zu leicht. Den ersten Ball, den schiebt er einfach rein. Beim zweiten hat er fünf Minuten Zeit, um den Ball über Zetti zu lupfen. Das ist einfach viel zu leicht.“

Peter Niemeyer (Leiter Profifußball SV Werder Bremen): „Erst mal muss ich festhalten, dass wir ein gutes Spiel gespielt haben, dass wir viele Chancen herausgespielt haben. Klar ist es ärgerlich, wenn man zwei Mal führt, dass man es nicht über die Ziellinie bekommt. Das ist sehr schade. Das gilt es zu analysieren. Dann geht es ganz schnell weiter.“

Werder Bremen gegen VfB Stuttgart - Stimmen zum Spiel: Sebastian Hoeneß froh über „Punkt der Moral“

Jens Stage (Mittelfeldspieler SV Werder Bremen), gefragt nach seinem Tor: „Das war geil, ich hatte gedacht, es reicht für drei Punkte, aber am Ende ist es nur daher, deswegen bin ich nicht so zufrieden mit dem Tor.“

Nick Woltemade (Profi VfB Stuttgart und Ex-Bremer): „In Bremen ist es schwierig. Das habe ich auch lange gehabt, dass es hier für andere Mannschaften schwierig war. Von daher haben wir uns gut reingekämpft nach einem schwierigen Spiel mit zwei Rückschlägen. Schlussendlich können wir zufrieden sein. Schlussendlich ist das 2:2 gerecht bei dem Spiel.“

Sebastian Hoeneß (Trainer VfB Stuttgart): „Wir sehen eine erste Halbzeit, die relativ ereignisarm war. Wir haben uns sehr viel vorgenommen, wollten gut ins Spiel kommen, und dann steht es nach sechs Minuten 0:1. Das ist nicht der Start, den wir uns gewünscht haben. Und trotzdem konnte man da schon sehen, dass wir gut damit umgehen. Das Spiel war danach ausgeglichen, Werder war etwas abwartender. Es ging leistungsgerecht mit 1:1 in die Pause. In der zweiten Halbzeit war sicherlich mehr drin. Werder hat das Spiel übernommen, meine Mannschaft hat sich am Limit bewegt, trotzdem waren wir auch immer mal gefährlich. Nach dem 1:2 war wieder zu sehen, dass wir nicht zusammenbrechen, am Ende machen wir das 2:2. Dann kann es in beide Richtungen gehen. Wir haben alles reingehauen, das sind gute Signale. Das ist für uns ein Punkt der Moral, der geht in Ordnung. Wir hatten großen Respekt vor der Werder-Mannschaft, die dieses Jahr sehr stabil daherkommt.“

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