Werder-Profi vor Comeback
Amos Pieper meldet sich zurück: Werder-Verteidiger will nach doppelter Verletzungspause wieder voll angreifen
Die lange Leidenszeit scheint endlich vorbei: Wie der Bundesligist Werder Bremen mit Rückkehrer Amos Pieper plant.
Bremen – In der vergangenen Woche war er bereits im Weserstadion, obwohl für die Profis des SV Werder Bremen eigentlich noch Urlaubszeit ist. Erst am Samstag steht für die Mannschaft die obligatorische Leistungsdiagnostik auf dem Programm, ehe es am Montag, 8. Juli, erstmals gemeinsam auf den Platz geht. Amos Pieper möchte dann so gut wie möglich vorbereitet sein. Deshalb die Termine im Stadion, bei denen es unter anderem um Fitnessstand und persönlichen Trainingsplan ging. „Es geht ihm gut, er hat seinen Plan während der Pause abgearbeitet und wird komplett in die Vorbereitung einsteigen“, sagt Werders Sportchef Clemens Fritz im Gespräch mit der DeichStube über Pieper, für den in wenigen Tagen eine lange Leidenszeit endet.
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Comeback von Amos Pieper bei Werder Bremen? Clemens Fritz: „Es geht ihm gut, er wird komplett einsteigen“
Lediglich sieben Bundesliga-Einsätze stehen für den Innenverteidiger in der vergangenen Saison zu Buche, die aus seiner Sicht getrost als verkorkst bezeichnet werden darf. Zwar hatte Amos Pieper an den ersten sechs Spieltagen noch zur Startelf des SV Werder Bremen gezählt und keine Minute verpasst, dann bremsten ihn jedoch zunächst muskuläre Probleme aus, ehe er sich Ende November im Training einen Knöchelbruch zuzog und operiert werden musste. 14 Spieltage lang stand er deshalb nicht zur Verfügung.
Anfang April kam es während des Auswärtsspiels bei Eintracht Frankfurt dann zu Piepers Comeback, nach 51 Minuten musste er jedoch ausgewechselt werden, weil er sich abermals verletzt hatte. Dieses Mal war das Sprunggelenk betroffen, was eine weitere OP nötig machte und die Saison für den Abwehrspieler vorzeitig beendete. „Die Verletzung war unheimlich bitter für ihn, zumal es ja die zweite innerhalb kurzer Zeit war“, sagt Fritz. Und auch Werder Bremen traf das Pieper-Aus hart. Weil die Personaldecke in der Defensive am Saisonende mehr als dünn war, hätte die Mannschaft den 26-Jährigen sehr gut gebrauchen können. Statt auf dem Trainingsplatz schuftete Pieper fortan aber in der Reha. Mit Erfolg. Jetzt ist er wieder vollständig fit und möchte in der Saison 2024/25 neu angreifen.
„Amos ist ein sehr positiver Typ, der nach vorne schaut“, berichtet Fritz, den es beeindruckt, wie gut der Profi mit seiner langen Verletzungspause umgegangen ist. Ab Montag wird es für den U 21-Europameister von 2021 nun darum gehen, sich seinen Platz in der Dreierkette des SV Werder Bremen zurück zu erkämpfen. Was angesichts der Konkurrenz alles andere als ein Selbstläufer werden dürfte.
Werder Bremen: Amos Pieper ist nach langer Leidenszeit bereit für sein Comeback
Zur Erinnerung: Während der letzten Spiele der abgelaufenen Saison hatte sich das Trio Milos Veljkovic, Marco Friedl und Anthony Jung in der letzten Reihe bewehrt und maßgeblich dazu beigetragen, dass Werder Bremen bis zum letzten Spieltag von der Rückkehr ins europäische Geschäft träumen durfte. Zudem werden nun auch der zuvor gesetzte Niklas Stark (nach auskurierter Innenbandverletzung) sowie der Winter-Neuzugang Julian Malatini wieder Ansprüche auf Spielzeit anmelden. Ergibt mit Amos Pieper sechs Innenverteidiger für drei Positionen – ausruhen darf sich also niemand.
„Für uns ist es wichtig, dass Amos wieder dabei ist. Für unsere Defensive ist er ein wichtiger Baustein, der den Konkurrenzkampf weiter anheizen wird“, sagt Fritz. Dafür kann man auch gerne seinen Urlaub mal ein paar Tage früher beenden, um bei Terminen im Weserstadion letzte Detailfragen zu klären, ehe es in wenigen Tagen wieder richtig losgeht. Amos Pieper ist bereit dafür. (dco)