Werder-Profi mit 100 Bundesliga-Spielen
Piepers stilles Jubiläum: Werders Innenverteidiger knackt besondere Bundesliga-Marke - braucht derzeit aber viel Geduld
Amos Pieper feierte gegen den VfL Bochum seinen 100. Bundesliga-Einsatz, bei Werder Bremen ist er aktuell aber nur Reservist. Wie der Verteidiger damit umgeht.
Bochum/Bremen - Dass Amos Pieper im Auswärtsspiel des SV Werder Bremen beim VfL Bochum eingewechselt wurde, war unter dem Strich nicht mehr als eine Randnotiz. Schließlich war der Innenverteidiger erst in der Nachspielzeit auf den Platz gekommen und bis zum Schlusspfiff ohne jeden Ballkontakt geblieben. In Erinnerung dürften Pieper die wenigen Minuten aber trotzdem behalten - immerhin markierten sie sein 100. Bundesligaspiel und damit einen Karriere-Meilenstein.
Bei Werder Bremen nur Reservist: Wie Amos Pieper mit seiner Rolle umgeht
In Werders aktuellem Aufgebot ist der 26-Jährige erst der siebte Profi, der die 100er-Marke knackt. Vor ihm haben das nur Leonardo Bittencourt (steht aktuell bei 269 Spielen), Niklas Stark (253), Mitchell Weiser (212), Milos Veljkovic (186) sowie Marco Friedl (142) und Marvin Ducksch (111) geschafft. Nach 57 Bundesligapartien für Arminia Bielefeld hat Amos Pieper seit seinem Wechsel nach Bremen im Sommer 2022 bisher (nur) 43 weitere angesammelt - verschiedene Verletzungen (vor allem der Knöchelbruch im vergangenen Jahr) haben dabei einen höheren Wert verhindert. Derzeit kämpft sich der Innenverteidiger einmal mehr an die erste Elf des SV Werder Bremen heran, benötigt dafür aber viel Geduld.
„Amos ist ein großartiger Teamplayer, aber natürlich ist er nicht zufrieden und wünscht sich mehr Spielzeit. Das ist auch richtig so“, sagt Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer im Gespräch mit der DeichStube. Piepers Problem: Gesetzt sind momentan andere Profis, und die machen ihre Sache gut. Kapitän Friedl im Zentrum, Anthony Jung auf links, Stark auf rechts und Veljkovic als Option für alle drei Positionen - diese Spieler haben derzeit die Nase vorn. Weshalb für Amos Pieper überwiegend die Reservistenrolle bleibt. Laut Niemeyer geht der Profi damit gut um. „Er ordnet seine Situation richtig ein und verhält sich professionell. Das ist in jedem Training zu sehen“, erklärt der 41-Jährige und verweist auf die hohe Konkurrenz in der Innenverteidigung des SV Werder Bremen. „Aktuell macht es Niklas Stark richtig gut auf der rechten Seite der Dreierkette“, lobt der Ex-Profi. Piepers Paradeposition ist gerade also fest vergeben. „Aber Amos‘ Moment wird ganz sicher noch kommen“, betont Niemeyer. (dco)