Keine Zukunft in Deutschland?

Enttäuschung statt Verzückung: André Silva schaut bei Werder nur zu - und wird trotzdem gelobt

Enttäuscht: André Silva ist bei Werder Bremen zurzeit außen vor.
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Enttäuscht: André Silva ist bei Werder Bremen zurzeit außen vor.

André Silva spielt bei Werder Bremen kaum noch. Leiter Profifußball Peter Niemeyer lobt ihn dennoch, erklärt aber auch den Verzicht des Neuzugangs.

Bremen – Das Lachen fällt André Silva aktuell nicht ganz so leicht. Da müssen schon private Schnappschüsse mit seiner Verlobten herhalten, um gute Laune zu demonstrieren. Doch anders als auf seinem Instagram-Profil läuft es für den Portugiesen im sportlichen Bereich alles andere als rosarot. Mit großen Hoffnungen war der Stürmer im Winter auf Leihbasis aus Leipzig an die Weser gekommen, doch momentan spielt er nur noch eine Nebenrolle. Wenn überhaupt. An Oliver Burke als Nebenmann von Marvin Ducksch führt für ihn bei Werder Bremen aktuell kein Weg vorbei, während der beiden jüngsten Siege gegen Kiel (3:0) und Frankfurt (2:0) wurde Silva nicht einmal mehr eingewechselt. Das nagt verständlicherweise am 29-Jährigen.

Werder Bremens Peter Niemeyer über Silva: „André hat uns in den Spielen auch eine Menge gegeben“

„Natürlich ist er jetzt enttäuscht, dass er gerade nicht spielt, aber das ist ganz normal“, sagt Peter Niemeyer im Gespräch mit der DeichStube. Werder Bremens Leiter Profifußball macht dem 53-fachen Nationalspieler aber überhaupt keine Vorwürfe oder setzt ihn zusätzlich unter Druck: „Er ist ein absoluter Vollprofi. Wenn ich allein sehe, wie er in jedem Training Vollgas gibt, dann ist das vorbildlich.“ Nur in der Liga, da klappt es bislang nicht wie gewünscht. Ein einziges Tor hat Silva bislang für die Bremer erzielt – und das auch noch vom Elfmeterpunkt. Ansonsten gab es zwar ein paar gute Szenen, der große Unterschiedsspieler war er bislang jedoch nicht. „André hat uns in den Spielen auch eine Menge gegeben“, findet Niemeyer trotzdem, „aber er hatte das Problem, dass die Mannschaft in dieser Zeit insgesamt nicht optimal funktioniert hat“. Und allein konnte Silva die Bremer Misere eben nicht beheben. Jetzt ging es geschlossen zurück in die Erfolgsspur, mit Silva als Zuschauer.

Der Südeuropäer wollte die Stippvisite bei Werder Bremen eigentlich nutzen, um seiner ins Stocken geratenen Karriere neuen Schwung zu verleihen. 2021 hatte der Angreifer der Liga noch das Fürchten gelehrt, war im Trikot von Eintracht Frankfurt mit 28 Toren zweitbester Schütze hinter Robert Lewandowski gewesen. Es folgte ein millionenschwerer Transfer zu RB Leipzig, der Marktwert lag zwischenzeitlich bei 45 Millionen Euro. Mittlerweile sind es noch fünf Millionen, in Sachsen spielt André Silva keine Rolle mehr. Es mehren sich die Signale aus Leipzig, dass der Offensivakteur den Verein trotz eines bis 2026 laufenden Vertrages schon im kommenden Sommer unbedingt verlassen soll. Nicht ausgeschlossen, dass auch die Bremer, die aktuell keine Kaufoption besitzen, demnächst noch einmal kurz über eine Weiterbeschäftigung Silvas diskutieren – schlagkräftige Argumente gibt es dafür derzeit jedoch nicht. (mbü)

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