ManCity-Leihgabe nicht im Werder-Kader
Fingerzeig für die Zukunft? Warum Issa Kaboré gegen Kiel im Werder-Kader fehlte und die Leihspieler draußen blieben
Trainer Ole Werner erklärt, warum Issa Kaboré gegen Holstein Kiel im Kader des SV Werder Bremen fehlte und die Leihspieler nicht zum Einsatz kamen!
Bremen – Der eine schmorte 90 Minuten auf der Bank, der andere hatte es gar nicht erst in den Kader geschafft: Am 3:0-Sieg des SV Werder Bremen gegen Holstein Kiel hatten Derrick Köhn und Issa Kaboré keinen Anteil. In André Silva saß außerdem der dritte Leihspieler das ganze Spiel über draußen, Trainer Ole Werner setzte durchweg auf andere Offensivkräfte. Sind das die ersten Fingerzeige, dass die drei ausgeliehenen Profis keine längerfristige Zukunft an der Weser haben und der Coach jetzt zunehmend nach Perspektive aufstellt? Werner dementierte das – und erklärte einige seiner Entscheidungen.
Werder Bremens Ole Werner: „Ich stelle so auf, wie ich die Wahrscheinlichkeit für am größten halte, das Spiel zu gewinnen“
„Wir haben viele Spieler, alle wollen spielen. Es ist noch nicht so, dass ich Entscheidungen ausschließlich dahingehend treffe, was in der nächsten Saison ist. Ich weiß noch nicht, wer in der nächsten Saison alles da ist und wer nicht mehr da ist“, sagte der 36-jährige Chefcoach des SV Werder Bremen auf der Pressekonferenz nach der Partie bei Holstein Kiel. Seine Personal-Auswahl drehe sich einzig und allein ums Spielegewinnen. „Wir haben noch Ziele dieses Jahr. Deshalb stelle ich so auf, wie ich die Wahrscheinlichkeit für am größten halte, das Spiel zu gewinnen. Heute waren es andere Spieler.“
Mitchell Weiser war nach abgesessener Gelbsperre wieder auf seine angestammte Position auf der rechten Außenbahn zurückgekehrt, Felix Agu hat sich inzwischen auf der linken Seite festgespielt und mit einer starken Leistung samt Traumtor das Vertrauen zurückgezahlt. Linksaußen Derrick Köhn saß daher nur auf der Bank, für Issa Kaboré ging es nach dem Startelf-Einsatz gegen Gladbach (2:4) nun sogar ganz auf die Tribüne: Im 20-Mann-Kader war dieses Mal für den von Manchester City ausgeliehenen 23-Jährigen kein Platz.
„Bei Issa kommt hinzu, dass er unterwegs war und weite Teile der Trainingswoche verpasst hat“, erklärte Ole Werner. Während Issa Kaboré mit der Nationalmannschaft Burkina Fasos auf Länderspielreise war, hätten es „die anderen Jungs im Training gut gemacht – auch Derrick Köhn“, so der Trainer des SV Werder Bremen. „Dann versuchst du abzuwägen, welche Wahrscheinlichkeiten du für welche Wechsel hast. Die Jungs, die reingekommen sind, haben uns ein Gefühl gegeben, dass sie heute gute Optionen von der Bank sind und dass sie auch zu Spielsituationen passen, die wir dann hatten.“ (han)