Vor Debüt in München
„Gutes Näschen im Strafraum“: Werner begeistert von Werder-Neuzugang Silva
André Silva steht gegen den FC Bayern München vor seinem Debüt für den SV Werder Bremen. Was Trainer Ole Werner am Neuzugang schätzt und worin er ihn (wieder) besser machen will.
Bremen – Ein paar Trainingseinheiten hat André Silva erst mit seinen neuen Teamkollegen absolviert, dennoch reist der Winter-Neuzugang natürlich mit dem SV Werder Bremen zum Auswärtsspiel beim FC Bayern München (Freitag, 20.30 Uhr/DeichStube-Liveticker). Für einen Einsatz von Beginn an reicht es allerdings noch nicht, wie Trainer Ole Werner auf der Pressekonferenz vor der Partie beim deutschen Rekordmeister erklärt: „Er wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in München zum ersten Mal für uns auf dem Platz stehen – allerdings noch nicht von Beginn an, da es aufgrund der Wadenprobleme aktuell noch keinen Sinn macht.“
Werder Bremen-Trainer Ole Werner freut sich über Neuzugang André Silva: „Gutes Näschen im Strafraum“
Der Angreifer kam nämlich nicht nur mit einer beeindruckenden Bundesliga-Bilanz nach Bremen (56 Tore in 129 Spielen), sondern auch mit leichten muskulären Beschwerden. „In Leipzig hatte er in den letzten Wochen noch ein wenig mit der Wade zu kämpfen, deshalb hat er diese Woche auch einen Tag etwas dosiert trainiert“, erläutert Werner. Trotz der kurzen Eingewöhnungszeit hat sich der 29-Jährige gut integriert. „Er ist ein sehr offener Typ, der die Liga kennt und seit vielen Jahren auf Top-Niveau spielt. Er macht einen guten Eindruck“, bestätigt der Coach des SV Werder Bremen. „André ist jemand, der sowohl zwischen den Räumen seine Qualität hat, aber vor allem ein gutes Näschen im Strafraum besitzt. Dazu kommen starke Laufwege.“
Werder Bremen will André Silva wieder beim Kopfballspiel verbessern
Doch die Bremer wollen nicht nur von Silvas vorhandenen Stärken profitieren – sie wollen ihm auch dabei helfen, verloren geglaubte Fähigkeiten wiederzuentdecken. „In seiner besten Phase hatte er ein sehr gutes Kopfballspiel im Strafraum. Das ist zuletzt ein wenig verloren gegangen, da Leipzig anders spielt und nicht so oft in diese Situationen kam“, analysiert Werner. Gleichzeitig betont er: „Wir sind ein Team, das sehr häufig mit Flanken arbeitet – deshalb macht es Sinn, dass wir auf dieser Position noch einmal tätig geworden sind.“ Mit Blick auf die bevorstehenden Herausforderungen soll André Silva dem Angriff des SV Werder Bremen mehr Flexibilität geben. „Im Februar warten intensive Aufgaben auf uns mit fast zwei Englischen Wochen. André gibt uns im Strafraum bei Themen wie Laufwegen und Boxbesetzung eine zusätzliche Qualität“, meint Werner. „Die kann für uns sehr wichtig werden.“ Vielleicht ja sogar schon am Freitag in München. (bvo)