Arbeit, Laufpläne und Trainerwechsel

„Haben frühzeitig erkannt, dass wir an der Geschwindigkeit arbeiten müssen“: Werders Athletiktrainer Stoxreiter im Interview

Werder Bremens Athletiktrainer Günther Stoxreiter spricht im DeichStube-Interview vor dem Start der Sommervorbereitung über den Trainerwechsel, seine Arbeit und Laufpläne der Werder-Profis.

Bremen – Am frühen Samstagmorgen startete offiziell die Saison 2025/2026 für den SV Werder Bremen. Nacheinander trudelten die ersten Spieler zur alljährlichen Leistungsdiagnostik am Weserstadion ein. Am Montag bittet der neue Cheftrainer Horst Steffen das Team dann schließlich zum ersten Mal auf den Trainingsplatz. Bis dahin wurde es für Günther Stoxreiter bereits ordentlich stressig. Der Athletiktrainer des SV Werder kontrolliert gemeinsam mit seinen Kollegen die verschiedenen Leistungstests und wertet im Anschluss die erhobenen Daten aus. Im Interview mit der DeichStube erklärt der gebürtige Österreicher, wie genau eine Leistungsdiagnostik abläuft – und welche Profis in der Regel besonders fit aus dem Sommerurlaub zurückkehren. Außerdem spricht der 44-Jährige, der schon in seine zehnte Saison bei Werder geht, über den Trainerwechsel, die Rückkehr von Christian Groß und darüber, wie er Werder im athletischen Bereich im Ligavergleich einschätzt.

Günther Stoxreiter, Athletiktrainer des SV Werder Bremen, im Interview mit DeichStube-Reporter Bjarne Voigt.

Werder Bremens Athletiktrainer Günther Stoxreiter über Laufpläne in der Sommerpause: „Es kann durchaus wehtun“

Herr Stoxreitervor ein paar Jahren sagte Kevin Vogt einmal über die Läufe in der freien Zeit: „Eine Zeit lang habe ich Stoxi verflucht.“ Haben Sie in dieser Sommerpause wegen des Laufplans auch ein paar böse Nachrichten von den Spielern bekommen?

Das hielt sich alles im Rahmen (schmunzelt). Die Läufe starten im Urlaub auch eher moderat und werden dann sukzessive intensiver. In den ersten beiden Wochen sollen die Jungs komplett abschalten und sich erholen – das haben wir Ihnen auch klar so mitgegeben. Die ersten Einheiten dienen dann der Grundlagenausdauer. Da die meisten ihre Läufe im Urlaub absolvieren, spielt natürlich auch die Temperatur eine Rolle – da fühlt sich so ein Lauf nochmal etwas anstrengender an. Bis sich der Körper wieder an die Belastung gewöhnt hat, kann es anfangs durchaus weh tun. Das kennt, glaube ich, jeder (lacht).

Wie kann man sich einen solchen Laufplan für die Sommerpause grundsätzlich vorstellen?

Wir haben über die GPS-Tracker während der gesamten Saison sehr genaue Daten zu jedem einzelnen Spieler gesammelt – Herzfrequenzen, Belastungszonen und so weiter. Auf dieser Grundlage bekommt jeder Spieler einen individuellen Plan mit in die Pause. Zu Beginn stehen drei Laufeinheiten pro Woche an, später steigern wir auf vier. Ziel ist es, in der Woche auf etwa 26 bis 28 Kilometer zu kommen, damit die Spieler direkt zum Trainingsauftakt auf diese Umfänge vorbereitet sind. In der regulären Vorbereitung wird das dann natürlich noch weiter gesteigert.

Wie intensiv überprüfen Sie, ob diese Pläne auch wirklich eingehalten werden?

Jeder Spieler bekommt von uns eine Pulsuhr sowie Zugriff auf eine App, über die die Läufe dokumentiert und hochgeladen werden müssen. Zu Vorbereitungsbeginn geben sie die Uhren zurück, und wir können genau nachvollziehen, was gemacht wurde. Unser Credo ist dabei: Das Ganze ist eine Vorbereitung auf die Vorbereitung – es liegt also im Eigeninteresse der Spieler, dass sie sich in einen guten Zustand bringen. Natürlich gibt es auch eine gewisse Kontrolle durch uns. Aber man darf nicht vergessen: Wir sprechen hier über Profisportler. Nach einer Woche kompletter Pause spüren die meisten von selbst wieder den Drang, sich zu bewegen – da hält es niemand lange aus, nichts zu tun.

Ab wann wird zu viel Sport eigentlich schädlich? Ist es beispielsweise förderlich, dass jemand wie Keke Topp zusätzlich mit seinem privaten Fitnesstrainer Arne Greskowiak im Urlaub arbeitet?

Das hängt stark davon ab, was genau gemacht wird. In Kekes Fall ist das Ganze sehr gut koordiniert. Arne ist absolut vernünftig und steht regelmäßig mit uns im Austausch. So wird sichergestellt, dass es sich um ein ergänzendes, sinnvolles Training handelt – oft geht es da um präventive Inhalte. Wir geben zusätzlich zum Laufplan auch einen individuellen Kraftplan mit. Damit es dabei nicht zu Überschneidungen oder Überbelastungen kommt, ist die Abstimmung wichtig – und das funktioniert in diesem Fall hervorragend.

Wöber ist da, Grosso zurück, Kownacki macht den Anfang: Sommerpause vorbei! Die Werder-Ankunft in der Fotostrecke

Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an.
Es geht wieder los: Profis und Trainer des SV Werder Bremen kommen nach dem Sommerurlaub zur Leistungsdiagnostik am Weserstadion an. © gumzmedia

Werder Bremens Athletiktrainer Günther Stoxreiter: „Es liegt im Eigentinteresse der Spieler, sich in eine gute Form zu bringen“

Blicken wir auf den Trainingsstart: Zu Beginn steht die obligatorische Leistungsdiagnostik zum Saisonstart an. Wie läuft diese genau ab?

Die Leistungsdiagnostik verteilt sich auf zwei Tage, weil jeder Spieler mehrere Stationen durchläuft. Ziel ist es, den aktuellen körperlichen Zustand zu erfassen. Der Tag beginnt ganz klassisch mit einer orthopädischen Untersuchung, bei der die Gelenke überprüft werden. Danach geht es in den Rehabereich, wo wir Referenzwerte für den Fall einer späteren Verletzung erfassen – das hilft uns, im Ernstfall die Belastbarkeit des Spielers im gesunden Zustand besser einschätzen zu können. Außerdem stehen Sprungtests und ein Rumpfstabilitätstest auf dem Programm. Abschließend folgt die sogenannte Spiroergometrie – eine Ausdauerdiagnostik, bei der die Spieler mit einer Atemmaske auf dem Laufband oder dem Fahrrad ihre Herz- und Lungenfunktion unter Belastung überprüfen lassen.

Wozu dienen die gewonnenen Daten?

Die gewonnenen Daten sind für uns die Grundlage für die individuellen Kraft- und Trainingspläne der Spieler. Jeder hat heutzutage sein eigenes Programm. Ein Spieler wie Leonardo Bittencourt absolviert andere Übungen als beispielsweise Romano Schmid – je nach körperlichen Voraussetzungen und Zielsetzung.

Könnte ein normal austrainierter Nicht-Profi eine solche Leistungsdiagnostik theoretisch auch bestehen?

(lacht) Die einzelnen Übungen könnte man definitiv absolvieren. Die erhobenen Daten würden sich natürlich deutlich von denen eines Leistungssportlers unterscheiden – aber die Tests an sich kann grundsätzlich jeder durchlaufen. Das ist also durchaus machbar, wenn auch auf einem ganz anderen Niveau.

Welcher Spieler kehrt erfahrungsgemäß am fittesten aus dem Sommerurlaub zurück?

Leo Bittencourt ist ein gutes Beispiel. Obwohl er im Vergleich zu vielen anderen ein etwas älterer Spieler ist, arbeitet er in der Off-Season extrem diszipliniert an seiner Fitness. Auch die zuletzt ausgeliehenen Profis wie Dikeni Salifou sind sehr engagiert. Keke Topp und Romano Schmid gehören ebenfalls zu den Spielern, die oftmals frühzeitig mit individuellem Training starten und in sehr guter Form aus dem Urlaub zurückkehren. Insgesamt muss ich aber sagen: Wir haben momentan keinen Spieler im Kader, der leistungsmäßig negativ herausfällt.

Wo würden Sie Werder allgemein im athletischen und läuferischen Bereich im Vergleich zu anderen Bundesliga-Teams einordnen?

Das hängt natürlich von vielen Faktoren ab – zum einen vom eigenen Spielsystem, zum anderen auch von der Spielweise der jeweiligen Gegner. Insgesamt bewegen wir uns im ligaweiten Vergleich im soliden Mittelfeld. Was die Sprintfähigkeit betrifft, hatten andere Teams lange Zeit Vorteile. Die Topclubs verfügen oft über mehr Tempo im Kader, daher lagen wir bei den Sprintwerten meist im Durchschnitt. Wir haben allerdings frühzeitig erkannt, dass wir gezielt an der Geschwindigkeit arbeiten müssen – und da haben wir in der vergangenen Saison definitiv Fortschritte gemacht.

Geht in seine zehnte Saison als Athletiktrainer beim SV Werder Bremen: Günther Stoxreiter.

Werder Bremens Athletiktrainer Günther Stoxreiter im Interview: „Es ist ein echtes Match zwischen Verein und mir“

Kann man in puncto Schnelligkeit jeden Spieler athletisch weiterentwickeln oder geht es bei manchen – etwa älteren Profis – eher darum, den Status quo zu halten?

Ab etwa dem 30. Lebensjahr verschiebt sich der Fokus. Dann geht es vor allem darum, den Spieler fit zu halten und für den Spieltag vorzubereiten. Einen 33-Jährigen im Bundesliga-Alltag deutlich schneller zu machen, ist unrealistisch – dafür fehlt schlicht die Zeit, besonders auch wegen der Regenerationsphasen. Bei jüngeren Spielern ist das anders: Da liegt es in unserer Verantwortung, gezielt an Schnelligkeit, insbesondere dem Antritt, zu arbeiten und Entwicklungspotenzial zu nutzen.

Kommen wir zu Ihnen persönlich: Sie gehen nun in Ihre zehnte Saison bei Werder. Was schätzen Sie besonders an Verein und Stadt?

Der Verein ist sehr familiär geprägt – das schafft eine besondere Atmosphäre. Man fühlt sich schnell wohl. Die Menschen im Norden sind im Vergleich zu uns Österreichern zwar etwas reservierter, aber ich hatte hier früh ein vertrautes, gutes Gefühl. Dazu hat Werder nach wie vor eine große Strahlkraft. Und dann ist da natürlich noch dieses wunderschön gelegene Stadion direkt an der Weser – das beeindruckt mich bis heute. Ich würde sagen: Es ist ein echtes Match zwischen Werder und mir. Selbst in sportlich schwierigen Phasen wurde an mir festgehalten – das ist im Profigeschäft nicht selbstverständlich. Genau das macht diesen Club aus. Es lohnt sich, langfristig bei Werder zu bleiben.

Warum bleibt Ihre Position eigentlich bestehen, wenn das Trainerteam wechselt?

Als Verein muss man sich strategisch die Frage stellen, wie man sich im Athletikbereich aufstellen möchte – losgelöst vom jeweiligen Cheftrainer. Gerade in diesem Bereich ist Kontinuität wichtig, wenn man Spieler langfristig weiterentwickeln will. Außerdem ist es natürlich auch eine Kostenfrage: Wenn man neben einem Trainerwechsel auch noch das komplette Analysten- und Athletikteam austauscht, wird das schnell teuer. Dazu kommt: Es hat in den letzten Jahren auch menschlich immer sehr gut mit den neuen Cheftrainern gepasst. Außerdem hatte Werder bisher noch nicht den Fall, dass ein „Star-Trainer“ kam, der sein eigenes Team aus fünf bis sechs Leuten mitgebracht hat.

Mit dem offiziellen Saisonstart beginnt bei Werder unter Horst Steffen ein neues Kapitel: Welchen ersten Eindruck haben Sie von ihm?

Wir haben auch diesmal wieder sehr schnell versucht, einen ersten Kontakt herzustellen, um herauszufinden, wie der jeweils andere tickt. Gleich am dritten Tag nach Horst Steffens Ankunft haben wir uns zusammengesetzt und über die Vorbereitung gesprochen. Ich muss sagen, es war sehr unkompliziert mit ihm – er ist ein offener und ehrlicher Typ. Er hat direkt kommuniziert, was er von uns erwartet.

Und zwar?

Eine ehrliche, transparente und offene Zusammenarbeit. Dass wir Dinge klar ansprechen, wenn etwas nicht gut läuft. Er wünscht sich auf beiden Seiten eine ausgeprägte Kritikfähigkeit.

Werder Bremens Athletiktrainer Günther Stoxreiter über Aus von Trainer Ole Werner: „Schon überrascht, dass alles so schnell ging“

Mit Christian Groß ist ein neuer Co-Trainer Teil des Stabs, den Sie viele Jahre noch als Spieler begleitet haben. Konnten Sie sich damals schon vorstellen, dass er einmal den Weg ins Trainerteam gehen würde?

Ja, das konnte ich mir durchaus vorstellen. Ich glaube aber, dass Grosso zunächst ganz froh war, nach seiner aktiven Karriere eine Zeit lang etwas Abstand vom Fußball zu gewinnen (lacht). Nach seiner Auszeit und der Aufgabe in Leverkusen hat es ihn dann offenbar doch wieder gereizt, näher am täglichen Fußballgeschäft zu sein. Als Spieler war er immer ein absolutes Vorbild und ein extrem wichtiger Bestandteil des Teams. Ich freue mich sehr über seine Entscheidung, zu Werder zurückzukehren. Mit Grosso zu arbeiten, macht einfach immer großen Spaß (schmunzelt).

Noch ein kurzer Rückblick: Inwiefern hat Sie das Aus von Ole Werner überrascht?

Es kam für uns im Trainerteam schon etwas überraschend, dass alles so schnell ging, nachdem Ole angekündigt hatte, seinen Vertrag nicht verlängern zu wollen. Wir hatten mit ihm bereits über die Vorbereitung gesprochen. Über die dreieinhalb Jahre ist natürlich auch eine enge Bindung entstanden. Ich habe ihm auf jeden Fall schon geschrieben und ihm zur neuen Aufgabe gratuliert.

Abschließend: Was müsste passieren, damit Sie am Ende der kommenden Saison sagen können: „Meine Arbeit war in diesem Jahr ein Erfolg“?

Schön wäre, wenn wir eine gute Verletzungsstatistik haben – also die Spieler möglichst fit und verletzungsfrei durch die Saison bringen. Unser Ziel ist es, dem Cheftrainer eine hohe Verfügbarkeit im Kader zu ermöglichen. Daran lassen wir uns als Abteilung messen. Und klar: Damit nehmen wir auch Einfluss auf den sportlichen Erfolg. Es wird auf jeden Fall eine sehr spannende Saison für uns werden. (bvo)

Rubriklistenbild: © DeichStube

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Eindrücke vom Kräutertag in Horstedt

Eindrücke vom Kräutertag in Horstedt

Bassum Open Air: Lokalredakteur backstage bei Florian Künstler

Bassum Open Air: Lokalredakteur backstage bei Florian Künstler

Frech und pfiffig: Diese Pferderassen haben es faustdick hinter den Ohren

Frech und pfiffig: Diese Pferderassen haben es faustdick hinter den Ohren

Kanufahren, Demokratieworkshop und sportliche Wettkämpfe

Kanufahren, Demokratieworkshop und sportliche Wettkämpfe

Kommentare