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Für den SV Werder Bremen steht am Montag der Trainingsstart an. Doch vor allem in den darauffolgenden Tagen erwartet die Bremer ein straffes Programm. Alle Infos.
Bremen– Die Sommerferien in Bremen und Niedersachsen sind noch nicht einmal zur Hälfte rum, und auch die Wetterprognosen sehen einigermaßen gut aus (kein Regen, aber auch nicht unbedingt bestes Badewetter) – bedeutet: Wenn der SV Werder Bremen am Montagnachmittag zur Premieren-Trainingseinheit der neuen Saison auf den Platz kommt, dürften sich am Osterdeich ab 15 Uhr etliche Fans einen ersten Eindruck von der Mannschaft machen.
Wer ist wie aus dem Urlaub gekommen? Greifen die Leih-Rückkehrer jetzt noch einmal richtig an? Und wie wirken die Neuen? Es sind Jahr für Jahr Fragen wie diese, die zum Start der Vorbereitung im Zentrum stehen – abschließend beantwortet werden können sie am ersten Tag freilich nicht. Klar ist aber schon jetzt: Werder Bremen schaltet am Montag, 51 Tage nach dem letzten Bundesligaspiel gegen den VfL Bochum, endgültig aus dem Urlaubs- zurück in den Wettkampfmodus. Bereits die erste Woche, die am Sonntag mit dem Testspiel beim Oberliga-Aufsteiger FC Verden 04 endet, ist eng getaktet.
Werder Bremen hat in der ersten Trainingswoche gleich acht Einheiten angesetzt
„Es zählt jeder einzelne Tag. Das muss unser Anspruch sein“, betont Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz gegenüber der DeichStube. Und so bittet Cheftrainer Ole Werner seine Mannschaft nach dem Auftakt am Montag bis einschließlich Samstag zu sieben weiteren Trainingseinheiten auf den Rasen. Darüber hinaus dürfte auch der Kraftraum im Wochenplan auftauchen.
Komplett bei Null starten die Profis des SV Werder Bremen dabei natürlich nicht, denn „jeder Spieler hatte einen individuellen Plan mit im Urlaub, den er abgearbeitet hat“, erklärt Fritz. Zum Bremer „Ferienprogramm“ zählten etwa Läufe und Stabilitätsübungen, jeweils auf die körperliche Verfassung des Einzelnen abgestimmt. Am Wochenende hat sich der Verein dann zwei Tage lang während der sogenannten Leistungsdiagnostik ein Bild davon gemacht, auf welchem Fitnesslevel sich die Spieler befinden. Daran wiederum orientiert sich ihr Programm, wenn es am Montag wieder raus auf den Rasen geht.
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Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz: „Die Jungs sollen fußballerisch möglichst schnell wieder reinkommen“
Im Allgemeinen wird dort gut sieben Wochen nach dem letzten Pflichtspiel zunächst die Arbeit mit dem Ball im Mittelpunkt stehen. „In den ersten Tagen wird es darum gehen, wieder ein Gefühl für den Ball zu bekommen, für die Räume und das richtige Timing“, sagt Fritz – und hebt hervor: „Die Jungs sollen fußballerisch möglichst schnell wieder reinkommen, aber es werden auch ein paar Läufe zu den Einheiten gehören, denn die Grundlagen müssen auch gelegt werden.“ In den vergangenen Jahren ließ Werder Bremens Trainer Werner seine Spieler vornehmlich am Ende der ersten Einheiten intensiv über den Platz laufen, ehe es unter die Dusche ging.
Dass Werder Bremen sein erstes Testspiel bereits wenige Tage nach dem Trainingsauftakt angesetzt hat, gleicht dem Vorgehen der vergangenen Jahre – und erfüllt mehrere Zwecke gleichzeitig. „Es ist gut, wenn du in der ersten Woche direkt auf ein Spiel hintrainieren kannst“, sagt Fritz, dessen Verein sich in Verden (vermutlich erstmals im neuen Trikot) darüber hinaus den Fans aus der Region präsentieren kann. Sportlich ist ein Spiel gegen einen Oberligisten natürlich kein ernsthafter Gradmesser, vielmehr soll es die Ballgewöhnung aus der ersten Woche weiter verfestigen.
Werder Bremen will Testspiel gegen den FC Verden nutzen, um „wieder reinzufinden und Dinge auszuprobieren“
„Auch in Verden wird es darum gehen, wieder reinzufinden und Dinge auszuprobieren“, erklärt Fritz, was aber nicht bedeuten soll, dass Werder Bremen die Partie in der Reiterstadt nicht mit der nötigen Entschlossenheit angeht, „denn unser Trainer wird auch schon gewisse Abläufe sehen wollen“, ist sich Fritz sicher.
Am Montag nach dem Verden-Spiel (15. Juli) steht für die Profis des SV Werder Bremen dann der erste Regenerationstag der Sommer-Vorbereitung auf dem Programm, ehe am Dienstag, 16. Juli, der erste komplett freie Tag folgt. Kurz Zeit zum Durchschnaufen also, was sicherlich nicht schaden kann. Schließlich geht es am Mittwoch, 17. Juli, ab ins zehntägige Zillertal-Trainingslager, wo Trainer Ole Werner die Intensität noch einmal gehörig anziehen wird. (dco)