Werder-Profi stellt Rekord auf
Werder-Profi Lynen stellt bitteren Bestwert auf – und hegt große Revanchegelüste
Ausgerechnet im Nordderby hat Senne Lynen einen Negativ-Rekord aufgestellt - welchen bitteren Bestwert der Profi des SV Werder Bremen jetzt inne hat!
Hamburg – Es ist ein alleiniger Rekord, auf den Senne Lynen sicherlich gut und gerne hätte verzichten können – beinahe wäre dem Belgier das am Sonntagnachmittag auch gelungen. Hamburger Volksparstadion, 58. Spielminute im Nordderby zwischen dem Hamburger SV und dem SV Werder Bremen: Lynen nimmt Maß für die Gäste, schickt den Ball ebenso kraft- wie gefühlvoll gen Winkel – und scheitert am spektakulär fliegenden HSV-Torhüter Daniel Heuer-Fernandes. Nichts war es mit dem Bremer 2:0 und nichts mit dem Ende von Lynens langer Durststrecke. Schlussendlich verlor seine Mannschaft mit 2:3 – und der 26-Jährige steht auch nach seinem 76. Bundesligaspiel für Grün-Weiß weiter ohne Treffer da.
„Spiele, die es bis zum ersten Tor braucht“: Senne Lynen überholt Klaus Fichtel im vereinsinternen Ranking des SV Werder Bremen
Damit hat Senne Lynen einen gewissen Klaus Fichtel, heute 81 Jahre alt, im vereinsinternen „Spiele, die es bis zum ersten Tor braucht“-Ranking überholt. Der Verteidiger hatte zwischen August 1981 und Mai 1984 insgesamt 75. Mal für Werder Bremen in der Bundesliga gespielt, ohne dabei einen Treffer zu erzielen. Viel mehr als die kuriose „Bestmarke“, die fortan mit seinem Namen verbunden ist, ärgerte Lynen allerdings wenig überraschend das verlorene Nordderby gegen den Erzrivalen, den Hamburger SV.
Werder Bremens Senne Lynen über Derbypleite gegen den HSV: „Es ist sehr, sehr bitter“
„Es ist sehr, sehr bitter. Wir dürfen beim Stand von 2:2 das dritte Gegentor so nicht kriegen. Das ist viel zu einfach und geht gar nicht“, betonte der Mittelfeldabräumer des SV Werder Bremen, der gegen den Hamburger SV auch persönlich einen schlechten Tag erwischt hatte. Kurz gesagt: Viel funktionierte nicht in Lynens Spiel. Dass die hitzigen Derby-Emotionen ihn und sein Team womöglich aus dem Konzept gebracht haben könnten – dieser Lesart folgte Senne Lynen am Sonntag nach der Niederlage beim HSV ausdrücklich nicht. „Nein. Ich finde, dass wir das ganze Spiel mit unserem Herz gespielt haben und im Kopf relativ ruhig geblieben sind“, sagte er. Räumte aber auch ein: „Am Ende kamen leider ein paar Situationen, in denen wir nervös geworden sind.“ Auch das trug unter dem Strich zur schmerzhaften Pleite bei.
Für Werder Bremen bedeutet sie sportlich fraglos einen Rückschlag, den Senne Lynen kurz nach dem Abpfiff direkt in einen Auftrag für sich und seine Mitspieler umwandelte. Auf die Frage, ob er für das Rückspiel gegen den Hamburger SV bereits jetzt Revanchegelüste hege, antwortete er entschieden: „Ja, sehr große.“ Dann versicherte er noch: „Ich suche mir jetzt schon das Datum raus, an dem wir zu Hause gegen den HSV spielen…“ (dco)
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