Aussortierter Werder-Star in der U23

Werder gibt Naby Keita eine neue Mannschaft, damit ein Wechsel wahrscheinlicher wird

Naby Keita hat beim SV Werder Bremen keine Zukunft mehr: Jetzt trainiert der aussortierte Profi in der U23 des Clubs mit.
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Naby Keita hat beim SV Werder Bremen keine Zukunft mehr: Am Donnerstag trainierte der aussortierte Profi in der U23 des Clubs mit.

Überraschung beim SV Werder Bremen: Der aussortierte Naby Keita trainiert jetzt in der U23 der Grün-Weißen. Der Grund!

Bremen – Die wenigen Kiebitze beim Training der U23 des SV Werder Bremen rieben sich verwundert die Augen: Denn neben den vielen, noch eher unbekannten Talenten stand auch ein einstiger Topstar auf dem Platz. Naby Keita wurde bei den Grün-Weißen eine neue sportliche Heimat zugeteilt, er trainiert seit zwei Wochen bei der Regionalliga-Mannschaft mit. Der 29-Jährige, der im vergangenen Frühjahr bei den Profis wegen eines Streiks suspendiert worden war, soll dadurch bessere Chancen bekommen, um den im Sommer verpassten Wechsel im Winter nachzuholen.

„Wir haben mit Naby und seiner Agentur über unsere Entscheidung gesprochen. Es ist sehr gut und wichtig für Naby, dass er mit einer Mannschaft trainieren kann. Das ist noch einmal etwas ganz Anderes, als wenn du dich nur mit individuellem Training fithältst. Da müssen wir alle auch an den Winter denken, wo wir eine Lösung anstreben“, berichtete Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz auf Nachfrage der DeichStube. Nach seiner Olympia-Teilnahme im Sommer mit Guinea hatte Keita in Bremen allein oder mit der Unterstützung eines Fitnesstrainers der Bremer trainiert. Parallel wurde intensiv an einem Wechsel gearbeitet. Vergeblich! Eine letzte Möglichkeit in dieser Transferperiode, in die Türkei zu wechseln, ließ der Mittelfeldspieler in letzter Sekunde platzen.

Naby Keita trainiert jetzt bei Werder Bremens U23 - Clemens Fritz: „Eine Rückkehr zu den Profis ist kein Thema“

Eine sportliche Perspektive bei Werder Bremen hat Naby Keita trotz seines bis Sommer 2026 laufenden Vertrags nicht mehr. Das stellte Clemens Fritz noch einmal unmissverständlich klar: „Eine Rückkehr zu den Profis ist aus bekannten Gründen kein Thema. Naby wird in der U23 aber nur trainieren und nicht spielen.“

Im Juni 2023 war der ablösefreie Wechsel von Keita an die Weser verkündet worden. Und der einstige Topstar vom FC Liverpool und zuvor von RB Leipzig galt als großer Hoffnungsträger, aber eben auch als sehr verletzungsanfällig. Nur Letzteres war dann in Bremen zu sehen. Der 29-Jährige verletzte sich schon vor dem ersten Testspiel und wurde danach nie mehr richtig fit. Als ihn Trainer Ole Werner dann Mitte April für die Partie in Leverkusen nur in den Kader und trotz großer Personalnot nicht in die Startelf berief, verweigerte Naby Keita die Busfahrt ins Rheinland. Damit war das Tischtuch zwischen Spieler und Club zerschnitten. Keita selbst hat sich zu den Vorkommnissen nie öffentlich geäußert, er soll sich auch gegenüber der Mannschaft nicht erklärt und schon gar nicht entschuldigt haben. Die Kabine der Profis ist für ihn tabu, der einstige Star der Premier League zieht sich nun auf Platz 11 am Weserstadion um und trainiert mit seiner neuen Mannschaft, der U23 des SV Werder Bremen. (kni)

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