Bei DFB-Pokal-Aus in Bielefeld
Bankplatz statt Startelf: Das vermisst Horst Steffen noch bei Werder-Neuzugang Samuel Mbangula
Samuel Mbangula saß gegen Arminia Bielefeld zunächst nur auf der Bank - was Trainer Horst Steffen beim Neuzugang des SV Werder Bremen aktuell noch vermisst!
Bremen – Auf insgesamt 75 Einsatzminuten brachte es Samuel Mbangula an diesem Wochenende. Mit der Verteilung dieser Spielzeit dürfte der Neuzugang des SV Werder Bremen allerdings nur bedingt zufrieden gewesen sein. Etwas überraschend kam der Zehn-Millionen-Mann nämlich beim DFB-Pokal-Aus gegen Arminia Bielefeld (0:1) am Freitagabend lediglich für eine halbe Stunde von der Bank, stand dafür aber schon 14 Stunden später am Samstagvormittag im Bremer Testspiel gegen den VfL Osnabrück (1:2) in der ersten Hälfte auf dem Rasen. Dabei deutete der 21-Jährige in beiden Spielen sein Talent an, wirklich Zählbares sprang jedoch nicht heraus. Fairerweise muss allerdings erwähnt werden, dass der Belgier in Bielefeld in einer Phase eingewechselt wurde, als Werder bereits in Unterzahl agierte und die Spielanteile sich zugunsten der Hausherren entwickelten. Dennoch ist dem Flügelspieler anzumerken, dass nach nur wenigen Trainingseinheiten – Mbangula fiel kurz nach seinem Wechsel mit einer Kapselverletzung im Fuß aus – die Abstimmung mit seinen Nebenleuten noch nicht optimal ist.
Werder Bremens Horst Steffen über Samuel Mbangula: „In ihm steckt viel Potenzial, mir fehlt aber noch ein wenig die Intensität“
„Man sieht bei ihm die fußballerische Klasse, das war auch in Bielefeld in einigen Dribblings und Bewegungen zu erkennen, die außergewöhnlich sind“, betont Cheftrainer Horst Steffen. Gleichzeitig macht der Coach des SV Werder Bremen aber auch deutlich, woran es beim Neuzugang noch hakt: „In ihm steckt viel Potenzial, mir fehlt aber noch ein wenig die Intensität – vor allem beim Anlaufen und in den Tempowechseln.“ Dass diese Intensität aktuell noch nicht bei 100 Prozent liegt, begründet Steffen mit dem turbulenten Sommer, der hinter Samuel Mbangula liegt: „Nach der kurzen Zeit im Training und dem Sommer mit der Club-WM sowie nur einem kurzen Urlaub kann das noch nicht vollständig da sein.“
Den Glauben daran, dass sich die Abläufe bis zum Bundesliga-Auftakt des SV Werder Bremen bei Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) noch einspielen werden, hat Horst Steffen weiterhin: „Ich hoffe, dass es von Tag zu Tag intensiver wird, damit er uns noch mehr geben kann.“ Womöglich reicht es für Samuel Mbangula dann in der kommenden Woche auch schon in Frankfurt zu einem mindestens 75 Minuten langen Einsatz in nur einem einzigen Spiel. (bvo)
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