Werder-Profi wieder verletzt
„Ein Verlust, der wehtut“: Werner bedauert Ausfall von Werder-Verteidiger Stark, rechnet aber nicht mit Saisonaus
Der SV Werder Bremen muss erneut wochenlang auf den verletzten Niklas Stark verzichten. Wie Trainer Ole Werner auf den Ausfall des Abwehrchefs reagiert!
Bremen – Die Enttäuschung ist riesig. Nicht nur beim SV Werder Bremen, sondern vor allem bei Niklas Stark. Gerade erst hatte sich der Innenverteidiger von einer Hüftverletzung erholt, als ihn in der Schlussphase des jüngsten Dortmund-Spiels eine neuerliche Blessur aus der Bahn warf. Diagnose: Innenbandverletzung im Sprunggelenk. Wieder muss der 28-Jährige längere Zeit zuschauen. „Es ist sehr bitter für ihn, und das war ihm auch ein, zwei Tage danach noch anzumerken“, berichtet Werders Cheftrainer Ole Werner. „Es war vorher zwar keine lange Pause, aber er hatte sich natürlich drei Wochen lang entsprechend auf sein Comeback vorbereitet. Bis zu seiner Auswechslung hat er auch ein sehr gutes Spiel gemacht.“ Am Samstag, beim Auswärtsspiel gegen den 1. FC Union Berlin (15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker), wird der frühere Herthaner also schmerzlich vermisst werden – aus zweierlei Gründen.
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Werder Bremen bedauert Ausfall von Niklas Stark: „Das ist ein Verlust, der natürlich wehtut“
„,Starki‘ ist für uns ein extrem wichtiger Spieler auf dem Platz und in der Kabine. Deshalb ist das jetzt ein Verlust, der natürlich wehtut – nochmal mehr auf einer Position, auf der uns ohnehin schon ein paar Jungs fehlen“, erklärt Werner. „Amos Pieper und Marco Friedl sind zwar beide auf einem guten Weg, werden uns aber noch nicht zur Verfügung stehen.“ Werder Bremens Kapitän Friedl befindet sich nach einem Riss des Syndesmosebandes im rechten Sprunggelenk in der Reha, war zuletzt auf dem Trainingsgelände am Osterdeich aber immer schon wieder dabei zu sehen, wie er ein individuelles Programm abspulte. Amos Pieper ist da schon etwas weiter, nach seinem überstandenen Knöchelbruch ist er bereits in den Kreis der Teamkollegen zurückgekehrt und arbeitet seine Rückstände auf. Umso wichtiger wäre ein gesunder Niklas Stark daher aktuell gewesen. „Wir können seinen Ausfall als Mannschaft kompensieren“, glaubt Ole Werner, „aber Niklas ist nicht eins zu eins zu ersetzen“.
Gegen Union muss bei Werder Bremen somit wieder einmal eine andere Lösung in der Dreierkette her. Milos Veljkovic, der selbst erst nach einer monatelangen Auszeit wegen Kniebeschwerden zurückgekehrt ist, stellt die wahrscheinlichste Option dar, um von Beginn an neben Julian Malatini und Anthony Jung zu verteidigen. Eine weitere Alternative für den Abwehrverbund wäre Christian Groß. Bis Niklas Stark, der aktuell in München Teile seiner Reha absolviert, wieder richtig eingreifen kann, dürfte noch einige Zeit vergehen. „Zu welchem Spieltag wieder mit ihm zu rechnen ist, kann ich noch nicht sagen“, meint Ole Werner. „,Starki‘ wird nächste Woche wieder hier in Bremen sein. Er hat dort unten einen Therapeuten, mit dem er schon sehr lange zusammenarbeitet und der jetzt die Behandlung in den ersten Tagen übernimmt. Sicherlich müssen wir noch von einigen Wochen ausgehen, sind aber trotzdem guter Dinge, dass er uns in dieser Saison noch zur Verfügung stehen wird.“ (mbü)