Stimmen zum Spiel
„Zum Vergessen“: Stimmen zum Werder-Spiel gegen den BVB und zur verkorksten Saison
Werder Bremen hat das letzte Bundesliga-Spiel der Saison 2025/26 gegen Borussia Dortmund mit 0:2 (0:0) verloren. Die Stimmen zum Spiel.
Daniel Thioune (Trainer des SV Werder Bremen): „Wir waren in den ersten Minuten etwas unruhig auf dem Platz. Wenn wir nicht ganz hoch gepresst und die Kompaktheit verloren haben, hat der BVB uns aufgespielt. Mio Backhaus hält uns in der Partie, dann haben wir es geschafft, im tiefen Verteidigen viele Räume zu schließen. Die Umsetzung des Matchplans war gut. Ich fand es ausgesprochen gut, wie die beiden Innenverteidiger verteidigt haben. In Gegenbewegungen und Umschaltaktionen haben wir dann auch immer stattgefunden, aber wir waren mehr im Verteidigen. Wir mussten verletzungsbedingt wechseln, haben trotzdem alles versucht. Schade, dass wir nicht ausgeglichen haben. Das hätte uns nochmal was gegeben. Dann kriegen wir in der 90.+4 das Gegentor und da sieht man wieder, dass Qualität am Ende entscheidet – und die war in den Momenten beim Gegner höher als bei uns. Sie können sich sicher sein, dass ich mit keinem guten Gefühl aus der Saison gehe. Wir haben das Minimalziel Klassenerhalt erreicht. Das war wichtig, nachdem wir vor acht Wochen unter dem Strich waren und vieles aushalten mussten, aber darüber freuen kann ich mich nicht. Es ist eher erleichternd. Jetzt war es wieder die dritte Niederlage in Folge, ich habe einen hohen Anspruch an mich selber. Ich war überzeugt davon, dass ich mit der Mannschaft das Ziel erreiche, aber ich dachte, dass wir weiter sind, mehr Konstanz reinbekommen können und viel mehr Qualität umgesetzt werden kann. Potenzial ist vorhanden, aber das lässt sich nicht immer so abschöpfen.“
Nach enttäuschendem Saisonabschluss gegen den BVB: Werder Bremen erleichtert – die Stimmen zum Spiel
Amos Pieper (Profi SV Werder Bremen): „Rein von der Platzierung, rein von den Ergebnissen war es auf jeden Fall ein Rückschritt. Auch die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben, war dann irgendwann so, wie es unsere Tabellensituation hergegeben hat. Da war dann vielleicht nicht viel mehr möglich, aber es ist einfach nicht gelungen, durch verschiedene Faktoren, Ruhe reinzukriegen. Ich glaube, wir können uns glücklich schätzen, mit 32 Punkten am Ende über dem Strich zu stehen. Und diese drei Niederlagen zum Ende, wie die dann auch zustande gekommen sind, waren vielleicht ein bisschen sinnbildlich für die Saison.
Jens Stage (Profi SV Werder Bremen): „Heute hätte es in beide Richtungen gehen können. Das Spiel gegen Augsburg war schlecht. Das war richtig schlecht. Die zwei anderen Spiele, muss ich sagen, damit können wir zufrieden sein, aber am Ende des Tages hat Dortmund mehr Qualität in der Box als wir heute. Und deshalb gewinnen die auch. Also insgesamt können wir mit der Saison nicht zufrieden sein. Aber wir waren auch richtig tief drin im Abstiegskampf als Mannschaft und Verein. Wir spielen immer noch Bundesliga nächstes Jahr. Und das ist mega wichtig. Das ist das erste Ziel. Das ist das Minimum. Und darüber freue ich mich. Aber insgesamt war die Saison nicht wie gewünscht.“
Werder Bremen verliert gegen Borussia Dortmund - die Stimmen zum Spiel
Clemens Fritz (Sportchef SV Werder Bremen): „Ich bin erstmal froh, dass die Saison vorbei ist, so ehrlich muss ich sein. Es war eine Saison zum Vergessen. Wir haben an uns eine andere Erwartungshaltung. Ich denke, wir hätten uns gerne mit einem positiven Ergebnis heute in die Pause verabschiedet. Das hätte uns sicherlich allen gutgetan. Das ist uns nicht gelungen. Deswegen stehe ich jetzt hier und bin jetzt nicht gerade erfreut. Wichtig ist, nach der Saison alles aufzuarbeiten und selbstkritisch und reflektiert zu sein.“
Mio Backhaus (Torhüter SV Werder Bremen): „Wir haben gegen eine gute Mannschaft wieder gut mitgehalten. Am Ende hat die individuelle Qualität des Gegners das Spiel entschieden. Trotzdem konnten wir dem Stadion was bieten, auch wenn wir uns gerne mit einem Sieg verabschiedet hätten. Trotzdem war die kämpferische Leistung ordentlich. Am Ende haben wir gerade noch das rettende Ufer erreicht und in einer sehr schweren Phase wichtige Siege eingefahren. Trotzdem ist keiner von uns zufrieden, das Saisonfazit ist nicht gut.“
Leonardo Bittencourt verabschiedet sich von Werder Bremen: Die Stimmen zum Spiel gegen Borussia Dortmund
Leonardo Bittencourt (Profi SV Werder Bremen): „Ich kann noch gar nicht richtig glauben, dass das heute mein letztes Spiel hier war. Das muss ich erstmal sacken lassen. Es fühlt sich für mich hier wie Zuhause an und es hat mich unheimlich stolz gemacht, dieses Trikot zu tragen. Ich kann das alles noch gar nicht realisieren und bin einfach sehr dankbar für die Unterstützung der Fans in den vergangenen sieben Jahren. (...) Werder Bremen auf die Eins. Ich glaube nicht, dass noch einmal etwas kommen wird, das sich so anfühlt wie das hier. Ich bin hier Fan eines richtig tollen Vereins geworden. Das erfüllt mich mit sehr viel Glück, dass ich das erleben durfte.“
Ole Book (BVB-Sportdirektor): „Die beste Saison seit langer Zeit – die beste Abwehr, die wenigsten Gegentore. Diese defensive Stabilität darf man herausstreichen. Und auch offensiv haben wir einiges geleistet. Heute war es ein verdienter Sieg und deswegen ein guter Abschluss einer guten Saison. Jetzt sind wir mittendrin in der Arbeit für die neue Saison.“
Mit Material von Sky und Werder.de
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