Werder-Profis in der Einzelkritik
Werder in Noten gegen den BVB: Backhaus glänzt, Friedl schläft
Der SV Werder Bremen hat am letzten Bundesliga-Spieltag gegen Borussia Dortmund mit 0:2 verloren. Die Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten!
Mio Backhaus: Startete mit einer Unsicherheit bei einem Eckball ins Spiel (5.), um in der Folge eindrucksvoll zu zeigen, was für ein starker Rückhalt er ist. Rettete mehrfach spektakulär gegen Guirassy (6./7./47./52.) und Inacio (6.). Strahlte zwischen den Pfosten große Präsenz und Ruhe aus. Bei den Gegentoren machtlos. Note 1,5
Werder Bremen in Noten gegen Borussia Dortmund: Innenverteidiger mit zwei Abseitstoren
Isaac Schmidt (bis 53.): Der Rechtsverteidiger wurde vor dem Spiel verabschiedet, ehe er ein letztes Mal für Werder auflief, als Ersatz für den gesperrten Sugawara. Beschränkte sich zunächst auf seine Defensivaufgaben, die er solide löste. Mit zunehmender Spieldauer dann auch offensiv mutiger. Note 3
Amos Pieper (bis 45.): Lieferte sich viele intensive Duelle mit Guirassy, den er zumeist gut im Griff hatte. In der 28. Minute dann sogar Torschütze, allerdings aus Abseitsposition, weshalb der Treffer nicht zählte. Im Spielaufbau mit geringer Fehlerquote. Vor der Pause betrug seine Passquote 96,3 Prozent. Blieb angeschlagen in der Kabine. Note 2,5
Karim Coulibaly: Werders Shootingstar kehrte in die Startelf zurück und ersetzte Friedl in der Innenverteidigung. Ging abgeklärt zu Werke, auch sein Stellungsspiel passte. Eine grundsolide Vorstellung, zu der auch ein Abseitstor zählte (82.). Note 2,5
Olivier Deman: Setzte auf der linken Außenbahn immer mal wieder offensive Akzente, was den BVB in Verlegenheit brachte. Wurde aber auch defensiv enorm gefordert und sah dabei gegen Ryerson nicht immer souverän aus. Mit viel Laufeinsatz unterwegs, spulte allein vor der Pause sechs Kilometer ab. Note 3,5
Werder Bremen in Noten gegen den BVB: Gute Ansätze, aber zu wenig offensive Glanzmomente
Senne Lynen: Von der Sechserposition aus ließ sich der Belgier bei gegnerischem Ballbesitz tief fallen, womit er Werders Defensive zusätzliche Stabilität verlieh. Hatte im Eins-gegen-eins aber bisweilen Probleme mit dem hohen Tempo der Dortmunder. Note 3,5
Jens Stage: Der Bremer Topscorer trug in Abwesenheit von Friedl zunächst die Kapitänsbinde und ordnete das Spiel im Zentrum mit klugen Pässen. Führte einmal mehr zahlreiche Zweikämpfe, offensive Impulse gingen von ihm jedoch kaum aus. Note 3,5
Cameron Puertas (bis 68.): Brachte per bösem Fehlpass eine Großchance für den BVB auf den Weg (6.) und hatte auch darüber hinaus Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden. Biss sich in die Partie, ohne dabei aber Glanzpunkte zu setzen. Note 4,5
Justin Njinmah: 35,94 Stundenkilometer – mit diesem beachtlichen Tempo war der Flügelstürmer in der 31. Minute nicht zu halten, traf dann aber aus vollem Lauf das Tor nicht. War auf der rechten Seite und später als zentraler Angreifer in viele Aktionen involviert, großen Ertrag brachte das aber nicht. Note 4,5
Werder Bremen in Noten gegen Borussia Dortmund: SVW-Offensive bemüht, aber nicht zielstrebig genug
Romano Schmid (bis 90.+3): Versuchte viel, wollte es teilweise aber zu kompliziert, wie in der 15. Minute, als er auf den eigenen Abschluss verzichtete – kurz darauf war die Chance verpufft. Zeigte einen großen Aktionsradius, blieb vor dem Tor aber harmlos. Note 4
Salim Musah (bis 70.): Durfte nach seinem unglücklichen Kurz-Startelf-Debüt erneut von Beginn an ran und fiel durch großen Einsatz auf. Ging als Zielspieler in einigen Szenen jedoch zu ungestüm zu Werke und zahlte gegen Dortmunds Top-Innenverteidigung bisweilen Lehrgeld. Vergab eine gute Chance (33.), steckte aber nie auf. Note 4
Marco Friedl (ab 46.): Sah beim Dortmunder 1:0 gar nicht gut aus, weil er sich von Torschütze Guirassy im Fünfmeterraum viel zu einfach wegschieben ließ (60.). Fand erst danach allmählich in seinen Rhythmus. Note 4,5
Marco Grüll (ab 53.): Der Österreicher übernahm den Job des rechten Außenverteidigers, eine nicht unbedingt alltägliche Rolle für ihn. Fügte sich ordentlich ein, auch wenn er insgesamt unauffällig blieb. Note 4
Patrice Covic (ab 68.): Der Youngster konnte nach fünf Spieltagen auf der Bank mal wieder etwas Spielpraxis sammeln. Note –
Samuel Mbangula (ab 68.): Sollte auf der rechten Außenbahn für neuen Schwung in der Bremer Offensive sorgen und verzeichnete noch einen guten Abschluss (84.). Note –
Leonardo Bittencourt (ab 90.+3): Der Routinier durfte seinen Werder-Abschied nach sieben Jahren im Verein in der Schlussphase auf dem Rasen erleben. Wurde mit Standing Ovations bedacht. Note –
Weiter mit dem Aufstellungstext:
Werder Bremens Aufstellung gegen den BVB: Salim Musah in der Startelf, Daniel Thioune deutet Überraschungen an
Welche Startelf schickt Trainer Daniel Thioune gegen Borussia Dortmund auf den Rasen? So sieht die Aufstellung des SV Werder Bremen aus!
Update vom 16. Mai (14.20 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung des SV Werder Bremen da: Wie angekündigt steht Salim Musah erneut in der Anfangsformation – die komplette Startelf gibt es im Liveticker!
Während es auf anderen Plätzen am Wochenende noch um wichtige Entscheidungen geht, steht das letzte Saisonspiel des SV Werder Bremen gegen Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) eher unter dem Zeichen, sich vernünftig aus der Saison zu verabschieden – und gleichzeitig bereits einen kleinen Vorgeschmack auf den neuen SV Werder zu geben. „Da sportlich nicht mehr der ganz große Druck auf der Partie lastet, wollen wir im Ansatz auch etwas mutiger sein“, erklärte Cheftrainer Daniel Thioune vor dem Duell mit dem bereits feststehenden Vizemeister. Gleichzeitig deutete Thioune mögliche Überraschungen in der Startelf an, machte aber auch klar, dass das Spiel gegen den BVB keineswegs ein reines Schaulaufen werden soll.
Werder Bremens Aufstellung gegen Borussia Dortmund: Startelf-Bewährungschance für Patrice Covic?
Entsprechend ist erneut damit zu rechnen, dass Stammtorwart Mio Backhaus den Kasten hütet. Davor spricht vieles dafür, dass Felix Agu nach überstandener Muskelverletzung den rotgesperrten Yukinari Sugawara auf der rechten Abwehrseite ersetzt. In der Innenverteidigung dürften erneut Amos Pieper und Kapitän Marco Friedl beginnen. Auf der linken Defensivseite ist Olivier Deman seit Wochen gesetzt. Spannender könnte es dagegen im Mittelfeld werden. Dort wäre es denkbar, dass Youngster Patrice Covic zum Saisonabschluss mehr Spielzeit erhält und bei Werder Bremen möglicherweise gegen den BVB (live im TV) Top-Torschütze Jens Stage zunächst ersetzt. Der Däne schleppt sich seit Wochen mit körperlichen Problemen durch die Saison. Ansonsten dürften Senne Lynen und Cameron Puertas auch gegen Dortmund im Zentrum gesetzt sein.
Werder Bremen-Startelf gegen den BVB: Daniel Thioune deutet Überraschungen in der Aufstellung an
Erfreulich: Routinier Leonardo Bittencourt wird es bei seiner Abschiedsvorstellung zumindest wieder in den Kader schaffen. Weil Maximilian Wöber aufgrund eines Infekts ausfällt, öffnet sich für den 32-Jährigen noch einmal die Tür für einen emotionalen letzten Einsatz im Weserstadion. Vorstellbar erscheint, dass Bittencourt trotz fehlenden Mannschaftstrainings zumindest für die Schlussphase eingewechselt wird. Im Sturm hat Thioune zudem noch einmal unterstrichen, Youngster Salim Musah unbedingt erneut die Chance von Beginn an geben zu wollen. Der Angreifer war vor einer Woche bei seinem Startelf-Debüt für Werder Bremen der Leidtragende der frühen Roten Karte gegen Sugawara gewesen und bereits nach kurzer Zeit wieder ausgewechselt worden. Neben ihm dürfte auch zum Saisonabschluss Dauerspieler Romano Schmid auflaufen. Als weitere Offensivoption könnte zudem Marco Grüll anstelle des zuletzt eher glücklosen Justin Njinmah beginnen. Auch eine Variante mit mehr Spielzeit für Samuel Mbangula erscheint denkbar. (bvo)
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